Jahr: 2010

FFW Burgörner-Altdorf

Nach einer im Original vorliegenden Satzung wurde die Wehr am 23.02.1902 gegründet. Im Punkt 1 heißt es dazu wörtlich: „Zur Übernahme des persönlichen Feuerlöschdienstes für die Gemeinde Burgörner tritt ein Verein von Freiwilligen zusammen, welcher unter der Bezeichnung: – Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Burgörner – einen Teil des Feuerlöschwesens der Gemeinde Burgörner bildet“: Einen Auszug aus der Chronik: 23.02.1902 – durch August Vogt, Otto Simon, Karl Tetzel, August Kirchberg, Wilhelm Kellner, Friedrich Küstermann, Karl Kupfer und Ernst Honigmann gegründet. 1911 – liegen die ersten schriftlichen Protokolle vor 1914 – wird Kamerad Voigt als Brandmeister auf Lebenszeit gewählt 1916 – Kamerad Karl Dittmann fällt im 1. Weltkrieg, er ist nicht das einzige Opfer welches die Wehr zu beklagen hat 1927 – 25. Stiftungsfest- eine Fotoaufnahme wird durchgeführt 1927 – Kamerad August Voigt gibt nach 27 Jahren das Amt des Brandmeisters aus gesundheitlichen Gründen ab 1929 – Kamerad Göbel wird zum neuen Brandmeister gewählt 29.08.1929 – Kamerad Fiedler übergibt bei einer großen Feier das neue Spritzhaus im Ortsteil Altdorf (nur die TSF-W Garage) 1929 – gründet man …

Gedicht von Amadeus

Mauerreste hoch über dem Dorf sind Zeugen aus alter Zeit. einst rief die Glocke eben dort, zur Andacht die Christenheit. Gräber bedecken den geweihten Ort, im Schatten der hohen Bäume. Und dennoch, ist etwas Magisches dort, der Stoff für uralte Träume. Ein schönes Schloss steht hier im Tal, beherbergt die Bergbaugeschichte. Den Weg bergauf mit Turmportal, die Kirche mit schönem Gesichte. Einst wohnte ein großer Denker hier, nachdem ein Wäldchen benannt. Weit draußen im Hoheiter Bergbaurevier, die Feuermaschine stand. Das Brot verdienten die Menschen hier, beim Schuften in Hütten und Schächten. Doch Reichtum ernteten sie nicht, er diente anderen Mächten. Zu Leben hier war Freude und Schmerz, war Hunger, Mühe und Plage. Ein rauhes Wesen, ein gutes Herz, prägt die Menschen unserer Tage. Noch heute wird der Acker bestellt, dass reich jede Ernte werde. Sie halten zusammen, ihr Blut ist zäh, und rot, wie die fruchtbare Erde. Amadeus 03.02.2008 Dank für das Gedicht an Amadeus.

Wirtschaftsminister Dr. Möllemann

Mit einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes landete am 16. September 1992, der Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschlands, Dr.  Jürgen Mölleman †, auf den ehemaligen Fußballplatz des Kurt-Wabbel-Stadion in Burgörner. Er sicherte damals der Mansfeld AG, Unterstützung bei der Privatisierung des Unternehmens zu sowie die Befreiung der Mansfeld AG von ihren Altschulden in Höhe von 600 Mi DM als erstem ostdeutschen Unternehmen. (siehe dazu auch „Mölleman, S. 31 u.33 in „Mansfeld die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens“ Band 3) Der Abflug am späten Nachmittag. Foto: E.G.

Kaufhaus „Bechtel“

Eine weitere Einkaufsquelle für den täglichen Bedarf war das Geschäft von Friedrich Bechtel in Burgörner-Altdorf. Bei „Bechtel’s“ konnte man von der Ansichtspostkarte bis zum Flaschenbier so ziemlich alles kaufen was in den Haushalten gebraucht wurde. Eine Tochter, verheiratet mit einem Herrn Schulz hat dieses Geschäft, nun bei „Schulzen’s“ Jahrelang weitergeführt. Auch als die HO (Handelorganisation in der DDR) das Geschäft übernahm, war die Frau Schulz hier bis zum Ruhestand tätig. Erst durch den Neubau einer sogenannten Kaufhalle für die Konsum-Genossenschaft 1974, wurden die bisherigen angemieteten Verkaufseinrichtungen von HO und Konsum nicht mehr benötigt und geschlossen. Mit freundlicher Genehmigung der Familie „Frau Schulz geb. Bechtel mit ihrem Mann“

Erste Deutsche Dampfmaschine

Am 23. August vor 225 Jahren wurde sie in Betrieb genommen. Diese Maschine war der Beginn des technisch industriellen Zeitalters in Preußen. Eine Zeitungsnotiz 100 Jahre später So sah diese Maschine aus. Funktionsweise der Dampfmaschine Hier wurden ihre Teile bearbeitet oder hergestellt. Vor 25 Jahren zum 200 jährigen Geburtstag, wurde der originalgetreue Nachbau dieser Maschine im Mansfeld-Museum in einem eigens dazu errichteten Gebäude eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

Landwirtschaftliche Geräte

Bei Aufräumarbeiten fanden wir aus dem Nachlass meiner Großeltern einige sehr wichtige Landwirtschaftliche Geräte. Diese Geräte gehörten früher sicherlich zu jeden Bergarbeiter–Hausstand und waren für die Getreideernte unverzichtbar. In der Mitte des Bildes ist eine Sense mit einen extra großen Abräumer zu sehen, links daneben ein Rechen oder Harke mit der das Erntgut zusammengeharkt wurde und einen Dreschflegel mit dem dann die Körner aus den Ähren geklopft wurden. Aber ehe es dazu kam, um nicht das Stroh zu dreschen, wurden die Ähren von den Halmen geschnitten mit der Vorrichtung im Vordergrund und letztendlich sehen wir noch ein Sieb, eine Rolle, ein wichtiges Gerät um dann die Körner von der Spreue zu scheiden. E.G. / Chronist

Fußball in Burgörner

Im Gasthof „Zum Krug“ wurde die Fussball–Sportgemeinschaft „Blau-Weiss“ gegründet, welche dann vom Walzwerk-Hettstedt übernommen wurde. Fussballmannschaft um ca. 1920. Auf der Rückseite dieses stark beschädigten Fotos sind die Namen der Personen aufgelistet.  (links nach rechts) Wer kann dazu noch weitere Angaben machen ? „Die Spielvereinigung Burgörner-Altdorf spielte im 7. Bezirk des 2. ATSB-Kreises. Sie wurde in den Jahren 1929/30; 1931/32 und 1932/33 Bezirksmeister.“ (Bilder folgen)

Handel & Gewerbe

Wie wir in Erfahrung gebracht haben, gab es auch einige Gaststätten und sogar ein Kaufhaus. Leider gibt es diese Einrichtungen nicht mehr, sicher zum Leid vieler Bürger. Eine schöne Gaststätte wäre sicher eine Bereicherung des Ortes. Über weitere Bilder, wie z.b. des Sportlerheims, freuen wir uns.

Volksfest Ende d. 20er Jahre

Wahrscheinlich Ende der 20er JahreNamensliste der Volksfestteilnehmer – (ohne Gewähr) Von oben – links n. rechts Reihe 1 2. Konrad Hain, 7. Karl Kolle, 8. Karl Graf, 9. Reinhold Wende, 10. Karl Ahlemann, 11. Emil Bertram, 12. Ernst Meise (senior) Reihe 2 5. Oskar Schmelzer m. Mütze, 8. Paul Noack, 9. Fritz Wieser m. Mütze, 10. Richard Sachse Reihe 3 3. Machander ?, 4. Ernst Ballhaus, 5. Robert Friese, 6. Gebhard (Schuhmacher), 7. Walter Noack, 8. Oswald Blankenhagen Reihe 4 1. Walter Kirchberg, 2. Fritz Müller, 3. Otto Große, 4. Stock (Br. v. Tischlerm.), 7. Karl Ludwig, 8. Otto Barthel, 9. August Waßmann (Musiker) Reihe 5 1. Otto Stein, 4. Kirchberg (Berufskellner, Gastwirt), 5. Walter Kellner, 6. Otto Noack , 7. Karl Schmelzer (Br.v. Richard), 8. Robert Mußhake Reihe 6 1. Ernst Groß, 2. Emil Kirchberg, 3. Walter Küstermann, 4. Oskar Ziege, 5. Richard Müller (Jahreszahl ist fraglich)

Burgörner zw. 1933-1945

In den Maitagen dieses Jahres 2010 jährt sich zum 65. Mal das Ende des zweiten Weltkrieges.  Zur Geschichte von Burgörner gehört auch das finstere Kapitel von 1933 bis 1945. Leider sind dazu Akteneinsichten in Burgörner nicht mehr möglich, weil die Bestände während der Auflösung der Gemeinde-Burgörner verbrannt wurden und sachkundige Zeitzeugen kaum noch aufzufinden sind. Mit einigen Fundstücken, Bilder aus dieser Zeit, möchten wir dennoch zur > Erinnerung und Mahnung < an diese Zeit beitragen. Ein solches Fundstück ist eine Postkarte von einem Denkmal. Die Erklärung dazu, original Anmerkung des Sammlers, entnehmen wir der Rückseite dieser Karte – ohne weiteren Kommentar. Bemerkenswert und darum der ehem. Standort schwer zu erkennen, ist die Bildmontage mit Buschwerk im Hintergrund, wo eigentlich die Sankt Nikolai Kirche von Burgörner zu sehen sein müsste. Fotokopie der Rückseite: Wer heute einen Familienausflug mit der ehemaligen Werksbahn der „Mansfelder Bergwerks Bahn“ unternimmt und an dem Haltepunkt aussteigt: der sollte auch wissen, dass an dieser Stelle einst sogenannte Behelfsheime standen. Ersatzhäuser, erdacht und gebaut für Familien, welche im Bombenkrieg oder als Flüchtlinge alles, …

Gasrohrbruch 1978

Gasrohrbruch am 21.05.1978 in Hettstedt Burgörner/Altdorf (Humboldtstraße) Ursache: Durch unsachgemäße Reparatur eines Wasserrohrbruches wurde das Erdreich unterspült. Das Gasrohr wurde durch den Druck von oben abgerissen. Das ausströmende Gas suchte sich einen Weg durch das Erdreich und dem Fundament eines Wohnhauses. Eine fünfköpfige Familie die im Erdgeschoss ihre Schlafräume hatte, konnte durch glückliche Umstände in letzter Minute, schon stark betäubt, gerettet werden.

Bergparade 2006

Ein Volksfest ganz besonderer Art war die: Bergparade zum 4. Landestreffen der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine Sachsen-Anhalt e.V. in Elbingerode/Harz; 21.Mai 2006 (Bilder entnommen und genehmigt von : http://www.opelparty.de/Berichte/b37.htm) Hier trafen sich die letzten Zeugen eines Berufszweiges, der früher ganze Landschaften seinen noch heute unübersehbaren Stempel aufdrückte. In einem nicht endenden Umzug, vorbei an Tausenden von festlich gekleideten Menschen, zogen die Traditionsvereine der verschiedenen Bergbauregionen Deutschlands in ihren prächtigen Uniformen und voran getragenen Vereinsfahnen dem Festplatz zu. Die Spitze des Zuges bildeten die Vereine aus Sachsen-Anhalt Der Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land war über Jahrhunderte weit verbreitet. Größen wie Martin Luthers Vater waren als Bürokrat in diesem Bergbau tätig. Aktiv wurde in dieser Region bis in die 80er Jahre des 20. Jh. Kupferschiefer gewonnen. Die Tradition des Bergbaus wird heute durch den Verein Mansfelder Berg- und Hüttenleute repräsentiert. Der Einladung folgten 48 Vereine aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg. 1350 Berg- und Hüttenleute sowie Spielleute verschiedener Musikkorps und Spielmannszügen waren um 13.30 Uhr auf dem Sportplatz angetreten. Diese Veranstaltung in Elbingerode lässt ahnen, …