Monate: April 2010

Die Mamburg

Dem Wunsche vieler Heimatfreunde etwas über die sagenhafte „Mamburg“ bei Burgörner zu erfahren möchten wir hiermit, soweit es möglich ist, nachkommen. Links und rechts die Hochfläche des vermuteten Standortes der Mamburg. In der Mitte überragt durch die Halde des „Eduard-Schachtes“. (Blickrichtung von Burgörner, Südöstlich) Nach Friedrich Stolberg, Handbuch “Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“ Harzverein für Geschichte und Altertumskunde – 1968 284. Mamburg, Burgstelle. Hettstedt, Ortsteil Burgörner, Kr. Hettstedt (Mansfelder Gebirgskreis), Bez. Halle (Merseburg). Name: Mamburg, Monburgsberg. Meßtischblatt: 2457/4335 Hettstedt; etwa S 11,0; W 5,5. Allgemeine Lage: Ostharzrand gegen die Mansfelder Mulde (Schwabengau) örtliche Lage: Etwa 210 m NN auf nach Westen vorspringendem Bergrücken, südöstlich von Burgörner im Gebiet des Küsterholzes und des aufgelassenen „Eduard.“- Schachtes. Baugrund: Unterer Buntsandstein über jüngerem Zechsteingips. Beschreibung: Gelände von den Halden des nahen Schachtes Eduard überschüttet, keine nachweisbaren Spuren. Geschichte: Name von Größler & Brinckmann von Personennamen „Mano“ hergeleitet. Altere Karten zeigen nur Grünland, keine naheren Daten. Lii. u. Abb.: B. u. K D m. Prov. Sachsen XVIII S. 101 f., dazu Hist. K. …

Die Metze

Wer kennt noch eine Metze? Ein geeichtes Gefäß. 2 Liter Inhalt zum Abmessen von: z.B. Getreide, Saatgut, Schrot & Mehl. Von meinem Großvater kenne ich noch den Spruch: Wenn die Haare zu lang wurden, bringe mal die Metze her – angeblich kam die dann auf den Kopf und alles was darunter vorlugte wurde abgeschnitten – vorsichtshalber habe ich es nie darauf ankommen lassen. E.G. April 2010

Wilhelm von Humboldt

Dem preußischen Staatsmann und Gutsherrn von Burgörner > Wilhelm von Humboldt < Zum Gedenken, anlässlich seines 175. Todestages am 8. April 2010 In der gelehrten Welt erfreuten sich beide Humboldts (Wilhelm der Staatsmann und Gelehrte und sein jüngerer Bruder Alexander von Humboldt der Naturforscher und Weltreisende) großer Verehrung und Zuneigung; wenn man aber — und das schon in den dreißiger Jahren — von Humboldt sprach, so war in der Regel Alexander gemeint und nicht Wilhelm. Vorsorge für eine gewisse Publizität gehörte zu den liebenswerten Schwächen des jüngeren der beiden großen Brüder, während der ältere, auch ehe er zurückgezogen in Tegel lebte, vielen seiner Mitbürger und selbst einigen seiner Freunde in mancher Hinsicht rätselhaft erschienen war. Nur wenigen hatte er sich ganz erschlossen, vor allem seiner Frau, Schiller, Karoline von Wolzogen und dem Bruder. Varnhagen von Ense, der als einer der ersten Zeitgenossen und poli­tischen Gesinnungsfreunde Humboldt eine Würdigung widmete, die im Jahre 1838 erschien, urteilte: »Nach wiederholter, all­seitiger Prüfung und im Aufblicke von dem Minderwesentlichen und Zweifelhaften zu dem wahrhaft Großen und Entschiednen wird für …