Jahr: 2011

Maler Gustav Ballin

Dem Maler Gustav Ballin verdanken wir einige Darstellungen aus unserer Heimat. Wilhelm Brockpähler widmete ihm im „Mansfelder Heimatkalender“ von 1937 einige Seiten, denen wir die nachstehenden Bilder und Texte entnommen haben. Den Inhalt dieser Bildchen, aus denen Heimatverbundenheit und die liebevolle Versenkung in die kleine, schlichte Welt des Mansfelder Bergmannes spricht, wollen wir hiermit unseren Lesern zugänglich machen. Man kann den tiefen Eindruck erkennen, welche die Arbeitswelt des Bergmannes, einmal bei der Darstellung der Grubenfahrt und angesichts der Arbeit vor Ort, auf den Maler ausübte. 650 m unter der Erde im „Glück-Hilf-Schacht“ – von 1872 bis 1909 in Betrieb (ehem. Schachtanlage an der Straße von Welfesholz nach Siersleben) Noch 1860 fuhren die Mansfelder Berg- und Hüttenleute glühende Schlacken nach Hause um darauf zu kochen und zu heizen. Das Schlackenstück ruht in der Schwebe auf starken Ketten, die an dem Schlitten befestigt sind. In einem Bergmannshause: „Die Leibspeise, das Kochen auf Schlacke bis 1860 in Hettstedt“. Im Hintergrund die Großmutter am Spinnrocken. Der größte Junge muss schon als „Huntejunge“ mit in den Schacht . Nach einem fast gleichen …

Der "Eduard-Schacht"

Im Süden von Hettstedt an der Straße nach Eisleben, erhebt sich die gewaltige Halde des ehemaligen Eduard-Schachtes. Bei 51°37’22.28″N – 11°31’20.26″E mit einer Ausdehnung von etwa 18 Hektar und einem ebenfalls geschätzten Inhalt der Bergehalde: ca. 1,960 Mio. m³ und Inhalt der Ausschlägehalde: 210.000 m³. Quelle: Die geografischen Koordinanten sowie die Flächenermittlung erfolgte unter der zu Hilfenahme von Google-Earth. Von dieser Halde hat man einen guten Überblick auf das ehemalige Burgörner Bergbau-Revier im Osten. Wo die vielen kleineren Halden Zeugnis ablegen, vom Fleiß unserer Vorfahren und uns direkt aufzufordern scheinen deren Geschichte zu erforschen. Aber wenden wir uns zunächst dem Eduard-Schacht zu. Postkarte um die Jahrhundertwende Eigentlich handelt es sich um die Eduardschächte I. und II. Dem Verwaltungsbericht der Mansfelder Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft (im folgenden nur „Gewerkschaft genannt) lässt sich entnehmen: „Zur Lösung der immer schwieriger werdenden Förderung, der anfallenden Erze in diesem Revier welche bisher über den Zimmermann-Schacht erfolgte, entschloss sich die Gewerkschaft 1864 zum abteufen eines neuen Schachtes „Eduard I“. Dieses Vorhaben stieß von Anfang an, auf Grund großer Wasserzuflüsse, auf große Schwierigkeiten. …

Die "Berggrenze"

Ein Straßenname „Berggrenze“ Im Hettstedter Ortsteil Burgörner-Altdorf, trägt eine Straße den Namen „Berggrenze“. In der Vergangenheit hatte man diese Straße immer mit Namen der gegenwärtig aktuellen, politischen Größen bezeichnet. Nach der demokratischen Wende 1990, einigten sich die Stadträte von Hettstedt diese ehemalige Dorf-Hauptstraße mit dem historischen Namen „Berggrenze“ zu benennen. Diese „Berggrenze“ hat nun mit einer Abgrenzung zu den Bergen des auslaufenden Harzgebirges, wie teilweise fälschlich angenommen und kritisiert wurde, überhaupt nichts zu tun. Vielmehr ist „Berggrenze“ die uralte Bezeichnung für eine Grenze die ein Gebiet umfasst, in welchem mit kaiserlichem Privileg, den Grafen von Mansfeld gestattet war, Bergbau zu betreiben. Wegen Streitigkeiten zwischen den Nachfolgern, den Kursächsischen und preußischen Bergbaubetreibern über die Nutzung des Wipperlaufes als Aufschlagwasser für die Hütten, kam es zu Streitigkeiten und 1747 zu einem Vergleich. Daraufhin wurde ein Teil der Berggrenze mit 40 Grenzsteinen, neu markiert. Seit dieser Zeit verläuft nun die sogenannte „Kaiserliche Berggrenze“, welche laut Kaiserlichem Dekret von 1364 „die Wipper entlang bis an den Hof Burgörner führte“, nunmehr bis an die einstige Berghütte, (Kupferkammerhütte oder Bleihütte wie …

Männerchor "Burgörner-Altdorf"

Gedanken zum 100 jährigen Bestehen eines Chores Im Mai 1985 feierte der Männerchor Altdorf sein 100 jähriges Bestehen. In einem kurzen Abriss möchten wir seinen Werdegang darlegen. Im Mai 1885 wurde der Männerchor Burgörner Altdorf gegründet. Es waren Berg- und Hüttenleute, die sonntags in dem kleinen Dorfgasthof „Zur Erholung“ unter der Leitung des jungen Lehrers Otto aus Thondorf zum Chorsingen zusammen kamen. Das Gründungsjahr des „Männerchores Altdorf“ ist das Jahr 1885. Der vermutliche Gründungstag ist der 25. Mai. „Diese Information stammt aus Überlieferungen von Franz Bertram an seine Familie“. Diese Aufnahme entstand vermutlich zum 10-jährigen Stiftungsfest 1895 und zeigt die Mitglieder deren Namen auf der Rückseite des Bildes vermerkt sind. Man kann annehmen, dass die meisten Sänger auch die Gründer waren. Die Personen von oben rechts nach links sind: H. Lüttig; Frz. Lüttig; Gotth. Fretzert; Fr. Fretzert Fr. Schulze; W. Günther; Fr. Kirchberg; Chr. Kurch; W. Wager; Frz. Bertram L. Ziege; W. Kuhlmann; L. Wagner; Aug. Kirchberg; Goll. Kirchberg; E. Roloff G. Horlebog; Albert Nordt; Lehrer Otto; G. Zimmermann; L.Müller; G. Steinert Handgeschriebene Liederbücher zeigen …

Kupferschieferbergbau

Vorwort Bei einer Dachreparatur wurde im Traufenkasten ein starkbeschädigtes, verschmutztes Papier gefunden, welches sich als Seite einer alten Illustrierten, mit einem Bericht zum Mansfelder-Bergbau herausstellte. Bei der fotografischen Erfassung wurde leider die Fortsetzung auf der Rückseite übersehen. Dank gebührt an dieser Stelle Frau Jutta Thormann, Leiterin der Stadtbibliothek „Gottfried August Bürger“ in Hettstedt. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass der fehlende Teil des Artikels, in der Staatsbibliothek zu Berlin (Signatur: 2“ Ad 618 / Haus Unter den Linden) aufgefunden werden konnte. Der Artikel ist in der Familien-Zeitschrift „Für Alle Welt“ Wien-Berlin-Leipzig Jahrgang 1895, Heft 1 auf den Seiten 16 – 18 enthalten. Ein Grund für das unzureichende Erfassen des Fundes kann aber auch daran gelegen haben, dass die für den damaligen Druck verwendete Schrift heute nur noch eingeschränkt gelesen werden kann. Die Beschreibung dieses Bergbaubetriebes dürfte auf alle damaligen am Ende des 19. Jahrhunderts vorhandenen Betriebe der „Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft“ zutreffen. Die nachstehenden Ausführungen sind deshalb im Inhalt unverändert den gefundenen Seiten entnommen. Die geschilderte Atmosphäre, die damals auf diese Besucher einwirkte, hatte …

Gesangsverein "Bergmannsgruß"-Burgörner

Diese Sängervereinigung in Burgörner konnten wir einem Foto entnehmen, welches uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Einige Personen konnten wir ermitteln: Stehend v.l.n.r. : 1. ? 2. Carl Schmelzer, 1864-1933 3. Gustav Dietrich 4. Otto Weise 5. ? 6. ? Sitzend v.l.n.r.: 1. Hermann Wagner 2. Hermann Fretzert 3. Teichmann 4. ? Weitere Angaben, in welcher Zeit und in welchen nachfolgenden Verein die Sänger dann aufgegangen sind, konnten wir bisher nicht ermitteln. Ein aufgefundenes Liederbuch. Das Liederbuch, aus dem Besitz des ehemaligen Kupfer-Kammer-Rösthütten Obervogtes Hermann Schumann, weist einige Merkwürdigkeiten auf. Auf den Seiten des Liederbuches (s.Foto) sind Namen eingetragen, die zur Erinnerung an eine bestehende Vereinigung oder aber auch auf deren Beendigung hinweisen könnten. Aus diesem Bergmännischen Liederbuch sind nachstehende Namen überliefert: H. Schumann; Otto Hause (Halle); Otto Berghammer; Emil Franke; Carl Schulze; W. Peinert; K. Büchner; Artur Müller; Alfred Fausch; Hugo Vollrath; Otto Sonneson; G. Wernicke; Bartel; G. Baumann; Teupel; Emil Franke; Otto Schupp; Dettler; Bernhardt; Thiele; Albert Herold; Fluros und Zobel (entsprechend des Schriftbildes – ohne Gewähr für die Richtigkeit) Wir gehen davon …

Ereignisse aus vergangener Zeit

>1630, 06. 03. Ist in Burgörner, Nikolaus Burggraff, Kantor und Schulmeister ,,Der Kantor und Schulmeister schreibt an das Konsistorium nach Eisleben, er bittet um Hilfe, da 156 Ellen Leinnengarn, die er wegen drohenden Kriegseinmarsches (30 Jähriger Krieg) in der Kirche (auf dem Kirchberg) verborgen hatte, durch ein Weib, ihren Tochtermann und Soldaten, gestohlen wurden. Das Weib ist in Gerbstedt verhaftet worden; der Schwiegersohn und die Soldaten haben den Kantor Burggraff und seine Frau so bedrängt, daß die letztere, Mutter von 3 Kindern, sich vor Angst erhängt hat. (siehe auch Zeitzeuge: Taufstein in der Nikolai-Kirche) >1803, Burgörner Schule Genannt wird ein Lehrer Johann Carl Samuel Moritz >1852, 09.01 – Taufe von Marie Caroline Agnes Kirchberg es werden genannt als Taufzeugen: Caroline von Bülow (Tegel), Adelheid von Bülow ”, Ernst von Bülow ”, Marie von Flakenhausen Dessau, Adelheid von Loen Dessau, Agnes von Loen Dessau >1864, 11.30. – Selbstmord, am 30 November wurde im Mühlbach ertränkt aufgefunden – ,,Ida Thiele” 30 Jahre alt sowie das ungetaufte Töchterchen der Ida Thiele 5 Tage alt mit der Mutter im …

800 Jahre Bergbau Mansfelder Land

Unser Heimatort Burgörner ist unzweifelhaft auch mit den frühesten Anfängen des Bergbaues in Verbindung zu bringen. Die Haldenlandschaft im Osten unseres Ortes, im Anschluss an die sagenhafte Fundstelle „Kupferberg“, kündet davon dass hier am Ausgehenden des Kupferschieferflözes schon von alters her Bergbau stattgefunden hat. Im Gedenken an diese Zeit, welche uns der Chronist Spangenberg mit 1199 angibt, sind mehrere große Feste an Jubiläumstagen durchgeführt worden. Über die Feierlichkeiten zu 700 Jahre Kupferschiefer-Bergbau berichtet uns ausführlich Prof. Größler. An die großartigen Feiern und Würdigungen zur 750-Jahrfeier 1950, wenige Jahre nach dem Krieg, gibt es sicherlich auch noch Erinnerungen. Das Jahre 1990 brachte dann das Ende des so traditionsreichen „Mansfelder Bergbaus“ – „dennoch“ entsprechend des Wahlspruches der Mansfelder Grafen welche die Bergbau-Privilegien vom Kaiser 1364 erhalten hatten, wurde 1999, wie hätte es anders sein können von Hettstedt aus die Feiern zu „800 Jahre Mansfelder-Kupferschieferbergbau“, welche dann im Jahre 2000 stattfanden, eingeleitet. Mit dem Aufzug des Traditionsvereins „Mansfelder Berg- und Hüttenleute“ begannen am 05.12.1999 mit einem Festakt in der Jakobi-Kirche die Festivitäten. Mit einem Aufmarsch zur Gangolf-Kirche in der …

Gesellschaftsklub "Einigkeit"

Burgörner-Altdorf-1923 Diese Vereinigung war uns bisher nicht bekannt. Ein zugesandtes Foto, für welches wir uns an dieser Stelle bedanken möchten, enthielt aber bei näherer Betrachtung einige Rätsel. Es wäre interessant diese aufzuklären. Die Vereins- oder Klubmitglieder sind ausstaffiert wie zu einem Studententreffen, aber die auf die Wangen gemalten „Schmisse“ einer Schlagenden Studentenverbindung lässt doch mehr auf einen Spaßverein schließen. (einen sogenannten Biervernichtungsverein) Auch lässt die auf dem Klubwappen und auf den Bierstiefel in der Mitte des Tisches angegebene Jahreszahl „1923“ keine Rückschlüsse auf das Alter der Vereinigung zu, da im Hintergrund auf dem Bild an der Wand, schwach aber zu erkennen, dass erst 1927 erbaute Schützenhaus der Humboldtschützen zu erkennen ist. Die Sitzgelegenheit am Stammtisch konnten wir eindeutig der Gaststätte zum „Landhaus“ (Herman Wagner) zuordnen. (siehe auch unter Handel & Gewerbe „Gasthof zum Landhaus“) Nun, eine „Schlagende Verbindung“ in Burgörner, kann nur ein Witz zur Unterhaltung sein. Eine Studentenverbindung oder auch Studentenkorporation ist ein Verband von Studenten und ehemaligen Studenten einer Universität, Hochschule oder ähnlichen Institution, der Brauchtum und gewachsene Traditionen pflegt. In Österreich und …

Der Taufstein i.d. Nikolaikirche

In der beschreibenden Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Gebirgskreises von 1893, bearbeitet von den verdienstvollen Herren Prof. Dr. Hermann Größler aus der Lutherstadt Eisleben und Dr. Adolf Brinkmann aus Zeitz, wird auf der Seite 180 zur St. Nikolaikirche in Burgörner folgendes geschrieben: “Der Taufstein, von unschöner Renaissanceform, ist vom Jahr 1617. Das Taufbecken aus Messing ist wertlos”. Diese subjektive Einschätzung und Abwertung erweckt den Eindruck eines einseitig geprägten Kunstverständnisses der damaligen Zeit. Einer gründlichen Prüfung kann sie aber nicht standhalten und so ist es an der Zeit, nach über 100 Jahren eine Neubewertung vornehmen zu dürfen. Auf Material, Form und Farbe möchte ich nicht näher eingeben, denn da kann man verschiedener Meinung sein. Es gibt aber an dem Taufstein etwas Besonderes und das ist die Beschriftung. Ihr möchte ich mich widmen, denn dieselbe hat schon eine ganz wichtige Bedeutung für diese Kirche in Burgörner. Auf der sechseckigen Kuppa sind in lateinischen Buchstaben nachfolgende Worte eingemeißelt, die Beachtung verdienen. Es heißt da im übersetzten Text: „Anno 1617, den 1. November, am Tage des …

Humboldts in Burgörner

Vom 29. bis 31. August 2008 lud das Ehepaar Irmtraud Bast-von Humboldt-Dachroeden und Georg von Humboldt-Dachroeden die Nachkommen der Familie Caroline und Wilhelm von Humboldt zu einem Familientreffen nach Erfurt ein. Erfurt war nach 1761 der Wirkungskreis von Carl Friedrich von Dachroeden (im Umkreis des kurmainzischen Koadjutors Carl Theodor von Dalberg), dem Vater von Caroline von Humboldt. Zum Abschluss traf man sich in Weimar, wo Wilhelm von Humboldt zum Kreis der deutschen Klassik gehörte. Um den Teilnehmern die Bedeutung der Vorfahren von Caroline von Humboldt zu verdeutlichen, besucht die Gruppe am 28. August die Orte , in denen Güter dieser alten Adelsfamilie lagen: Mittelsömmern (Bad Tennstedt), Thalebra (Sondershausen), Auleben (bei Nordhausen), und Burgörner bei Hettstedt. Die Gruppe in Auleben Der nachstehende Text ist in ähnlicher Fassung vom Verfasser des Berichts der Internetseite http://www.mittelsoemmern.de zur Verfügung gestellt worden. Er steht dem interessierten Leser unter nachstehender Internetadresse vollständig zur Verfügung! http://www.mittelsoemmern.de/index.php?site=readtn&tnid=35 Die Fahrstrecke von Auleben nach Burgörner bei Hettstedt war mit knapp 80 km der längste Streckenabschnitt. So war für Herrn Dr. Udo von der Burg, dem …

Die Brache bei Burgörner

von Kurt Ziegel, stud. praehist. Veröffentlicht im „Heimatring der Grafschaft Mansfeld“. Nr.10 Beilage zur Eisleber Zeitung v. 25. Mai 1934 Seit dem vorchristlichen Jahrtausend, als Mitteldeutschland eines der wichtigsten Kulturgeschichtlichen Gebiete Europas wird, zeigte sich in unserer Mansfelder Heimat eine dichte Besiedlung. Die verschiedensten Kulturen sind nach den Bodenfunden hier festzustellen, auch die Grabung auf der Brache bei Burgörner, auf einem Gebiete von ungefähr 40 Morgen beweist, dass diese Höhen ein Siedlungsgelände für die bedeutendsten Kulturgemeinschaften der jüngeren Steinzeit und der späten Bronzezeit war. Im Oktober 1933 begann man die sogenannte Brache urbar zu machen, um Gelände für Kleingärten zu gewinnen. Bei den Arbeiten stieß man schon nach kurzer Zeit auf Gefäßscherben und Bestattungsreste. Eine amtliche Untersuchung der Landesanstalt für Vorgeschichte in Halle stellte fest, dass es sich hier um ein Siedlungsgebiet größeren Ausmaßes handelte. Foto eingefügt aus einer Privatsammlung. Die Brache liegt in einer Höhe von 200 m (N.N.) am rechten Wipperufer. Von hier war die umliegende Landschaft gut zu übersehen. Die hohe Lage und der steile Hang nach der einen Seite schützte gegen …

Schützenverein Neudorf

Der Mansfelder Bergmanns-Schützenverein Burgörner-Neudorf Aus „Der Wipperländische Heimatsfreund“ Juli 1925 Von der Hettstedter Bergmanns-Schützen-Kompagnie zweigten sich 1864/65 Mitglieder ab, die sich in Burgörner-Neudorf im „Bade“ (Schlackenbad-Friedrich-Wilhelmsbad) als „Mansfelder Bergmanns-Schützenverein Burgörner“ einen neuen Zusammenschluss bildeten. Da 1864 Kriegsjahr war, wurde 1865 das erste Fest gefeiert. Aus diesem Jahre (1868) stammt die alte Fahne. Von der Inschrift ist nichts mehr zu erkennen, jedoch steht an einer Stelle (auf der unter die Seide gelegten Leinwand) mit Tinte und Feder geschrieben: Marie Hessert, Ernestine Simon, Hedwig Hessert, 13.6.1868. Diese Drei sind offenbar an der Herstellung der Fahne beteiligt gewesen. Foto von einen Schützenfest im Friedrich-Wilhelms-Bad um 1890 Foto – unbekannte Herkunft Im „Bade“ fand das Schützenfest mit einigen kurzen Unterbrechungen all die Jahre statt, lediglich als verschiedene Wirte aus dem Bade auf das Schützenhaus gingen, zogen sie den Verein mit sich. Dann gab es aber jedes Mal Schwierigkeiten wegen des Aufzugs: die Hettstedter Polizei ließ den Burgörnerschen Verein nicht durch Hettstedt aufziehen. Einmal zog man auf, nachdem es durch das Summstor (Sumpftor) über die Breite „stumm“ gegangen war, mit …