Monate: Januar 2011

Burgörner-Neudorf

Mancher der Leser wird sich fragen, Burgörner-Altdorf das alte Dörfchen und Burgörner-Neudorf das Neue ? Wie ist das gemeint. Viele werden es noch wissen, ganz sicher jedoch die Älteren. Wenn nämlich der Altdorfer von seinem Wohnort (der meist auch der seiner Eltern Wohn- und Geburtsort ist) spricht, dann meint er sein altes Dörfchen. Burgörner-Neudorf ist eine neue Schöpfung, die nur wenig älter als 140 Jahre ist. Je mehr das neue Dorf wuchs, desto mehr gewann es an Bedeutung, umso mehr jedoch verlor das alte Dörfchen. Die Verwaltung (siehe Rathaus von Burgörner) und die altehrwürdige Schule bekamen ihren Hauptsitz nun in Neudorf. Im Allgemeinen gilt „die Schmalzgrund“ als Grenze zwischen Neu und Alt. Aber was darüber hinaus liegt, erkennt der Altdorfer nicht mehr als zu ihm gehörig an. Es gibt Leute die lachen über diese Eigenart der Altdörfer. Das geschieht aber sehr zu Unrecht. Altdorf hat eine ehrwürdige Geschichte, Neudorf hat leider keine. Es ist eine neumodische Siedlung. Altdorf hat seine uralte Geschichte, sowie das alte Schloß mit seiner großen Vergangenheit. In Neudorf gab es kaum …

Das Leben in Burgörner

Berg- Hütten- und eine Vielzahl von Landwirtschafts-Arbeitern mit einigermassen geregelten Einkommen bestimmten das Leben in Burgörner. Was wiederum durch die zahlreichen Geschäfte, Gastwirtschaften mit Vereinen, Volks- und Vereinsfesten seinen Ausdruck fand.

Bemerkenswerte Ereignisse

Auf der Preußischen Hoheit, der Geburtsstätte der ersten „Deutschen Dampfmaschine, die erste Wasserleitung, Kirchenbau, Schulen, Denkmale, Straßenbau. Es ist schon erstaunlich was die Einwohner in den zurückliegenden 250 Jahren erlebten Infos folgen.

Burgörner-Kirche

Es gehörte zu den Aufgaben eines Pfarrers über das Leben in seiner Gemeinde (Parochie) gegenüber seinen Dienstherrn und den Patron der Kirche, Rechenschaft abzulegen. Diese Aufzeichnungen sind für den Geschichtsinteressierten eine reiche Fundgrube. Einige überlieferte Ereignisse, Burgörner betreffend, wollen wir an dieser Stelle unseren Lesern zugänglich machen.

Bergbau & Hütten

Auf den Feld-Fluren im Osten von Burgörner findet man viele kleinere Halden die auf einen regen Bergbau in früherer Zeit hinweisen. Der Chronist „Spangenberg“ berichtet uns, dass man einst in Burgörner „Berggericht“ gehalten und das 1570 die „Berghütte“, nach langer Zeit wieder in Betrieb genommen wurde. Bergbau und Hütten haben somit über Jahrhunderte das Leben der Menschen in Burgörner bestimmt.

Bergwerksbahn

Eine technische Einrichtung, die lange Zeit auch wie selbstverständlich zu Burgörner gehörte, war die Werksbahn. Ein Stück der ehemaligen umfangreichen Gleisanlage (siehe Karte) zwischen den Eduard-Schacht und dem Bahnhof Klostermannsfeld/Benndorf konnte als Museumsbahn erhalten werden. Bei den älteren Bewohner von Burgörner sind die Bahntransporte von und zu den Hütten, die Transporte mit der glühenden Schlacke einschließlich des Standortes des Brotwagen an der Kupferkammer- Spurhütte noch gut in Erinnerung. Nachstehende Angaben sind entnommen, dem Werk: DIE MANSFELD’SCHE KUPFERSCHIEFER BAUENDE GEWERKSCHAFT FESTSCHRIFT ZUM X. DEUTSCHEN BERGMANNSTAGE 10.-12. SEPTEMBER 1907 Mansfelder Bergwerksbahn. Die Mansfelder Bergwerksbahn ist eine schmalspurige Bahn mit Lokomotivbetrieb von 0,75 in Spurweite. Sie dient vorwiegend dem Transport von Minern nach den Hütten sowie dem Brennmaterialientransport von den Bahnhöfen Mansfeld Und Hettstedt nach den meisten Werken. Auf einigen Strecken wie z. B. Personenbahnhof Krughütte – Hohenthalschächte sowie Benndorf – Zirkelschacht findet zur Zeit auch Arbeitertransport statt. Die Mansfelder Bergwerksbahn wurde in den Jahren 1882—1886 erbaut, nachdem man mit den beiden im Jahre 188o hergestellten schmalspurigen Verbindungsbahnen zwischen dein Ernstschachte und der Kochhütte von 1 km Länge und zwischen …

Herbstgedanken

120. Wilhelm von Humboldt schreibt an seine Frau aus Burgörner, 15. November 1824 ….Die hübsche und lange hier mit mir vertraute Natur hat mich wieder sehr angezogen. Ich bin gleich am Tag nach meiner Ankunft auf den Kirchberg gegangen und habe lange oben verweilt. Die falbe Sonne und die entlaubten Bäume haben doch auch einen eigenen Reiz. Man entbehrte viel lieber den Winter, aber wenn er einmal da ist, kann man doch auch nicht seine Reize verkennen, die er unleugbar hat. Es wird mir hier immer alles neu, wie wir zuerst hier zusammen wohnten. Die tiefe Liebe bleibt doch durch das ganze Leben der höchste Genuss……… 121. Humboldt an Caroline Burgörner, 20. November 1824 Ich schrieb Dir gestern vom Hüttenmeister Böttcher. Er ist Montag krank geworden und hat gleich gesagt, dass er nicht wieder aufstehen würde. In der Nacht seines Todes hat er die Stunde, Mitternacht, richtig bestimmt. Er hat von allen Menschen Abschied genommen und auch den Hüttenleuten sagen lassen, dass er in seiner Todesstunde an sie gedacht. Der Mut und die Treu so …