Monate: August 2011

Der Taufstein i.d. Nikolaikirche

In der beschreibenden Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Gebirgskreises von 1893, bearbeitet von den verdienstvollen Herren Prof. Dr. Hermann Größler aus der Lutherstadt Eisleben und Dr. Adolf Brinkmann aus Zeitz, wird auf der Seite 180 zur St. Nikolaikirche in Burgörner folgendes geschrieben: “Der Taufstein, von unschöner Renaissanceform, ist vom Jahr 1617. Das Taufbecken aus Messing ist wertlos”. Diese subjektive Einschätzung und Abwertung erweckt den Eindruck eines einseitig geprägten Kunstverständnisses der damaligen Zeit. Einer gründlichen Prüfung kann sie aber nicht standhalten und so ist es an der Zeit, nach über 100 Jahren eine Neubewertung vornehmen zu dürfen. Auf Material, Form und Farbe möchte ich nicht näher eingeben, denn da kann man verschiedener Meinung sein. Es gibt aber an dem Taufstein etwas Besonderes und das ist die Beschriftung. Ihr möchte ich mich widmen, denn dieselbe hat schon eine ganz wichtige Bedeutung für diese Kirche in Burgörner. Auf der sechseckigen Kuppa sind in lateinischen Buchstaben nachfolgende Worte eingemeißelt, die Beachtung verdienen. Es heißt da im übersetzten Text: „Anno 1617, den 1. November, am Tage des …