Jahr: 2013

1. Mai in Burgörner-Altdorf

Mitte der fünfziger Jahre wurde auf dem Gelände des ehemaligen Obst-Gartens des Gutes Burgörner ein Eis – und Rollschuh-Sport-Stadion erbaut. Heute wird die Fläche vom Mansfeld Museum genutzt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die einstige Zeit als hier noch Eislauf- und Rollschuhsport betrieben wurde, oder aber an die vielen Veranstaltungen.

Ziegelei Remus

Würde man alle Ziegel-Mauersteine, die von der Firma Remus hergestellt wurden, aus den Gebäuden im weitem Umkreis rund um Hettstedt Burgörner entfernen, stürzten sicherlich viele Bauwerke zusammen. Ziegelwerk Ansicht vom Rangierbahnhof Hettstedt Das Ziegelwerk bestand unter der Firmenbezeichnung (laut Anzeige von 1949/50) bis März 1953. Auf Grund der wirtschaftlichen- und politischen Entwicklung blieb den Eigentümern jedoch keine andere Wahl als ihren Betrieb, ihr Eigentum aufzugeben. (siehe dazu auch unseren Beitrag zu Firma Berg & Co. Kronleuchter auf dem Brocken) Geblieben sind aus der einstigen Betriebstätigkeit lediglich einige Erinnerungsstücke, aufgehoben von ehemaligen zufriedenen Kunden. Das zurückgelassene Eigentum bestand aus dem: Ziegelei-Betrieb, Wohngrundstück mit Villa „Hinter der Bahn 6“ und einem Landwirtschaftsbetrieb mit dazugehörigen Wohnhaus. Das Ziegelwerk wurde 1953 in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt, in dessen Rechtsträgerschaft auch die Wohnhaus-Villa mit einbezogen wurde. Der Landwirtschaftsbetrieb mit allem Zubehör einschließlich eines Wohnhauses ging in das Eigentum der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft „Glück Auf“ über. Der “VEB Ziegelwerk“ wurde noch bis 1980 fortgeführt. Viele Tausende Mauerziegel verließen das Werk bis die Tonvorkommen erschöpft waren. Es gab Überlegungen das wirtschaftliche Arbeitsvermögen und …

Handel & Wandel in Burgörner

An Handel und Gewerbebetrieben gab es 1949/50, laut Seiten-Ausschnitten aus der Zeitung: Im Inhalt auch Neujahrs Wünsche von einer Firma, die nicht zu den Gewerbebetrieben in Burgörner gehörte, die aber für den Druck dieser Ausgabe verantwortlich war: Dieser Neujahrsgruß vom Bürgermeister der Gemeinde Burgörner Hermann Beyling, höchstpersönlich in jedes Haus überbracht, war der Letzte. Im Jahr 1950 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Burgörner-Altdorf/Neudorf und Molmeck nach Hettstedt eingemeindet.

Die "Humboldt-Schützen"

Zur Erinnerung an die „Humboldt-Schützen“ in Burgörner-Altdorf Der „Schützenverein „Burgörner-Altdorf“ wurde am 21. August 1926 gegen 20:00 Uhr im Gasthaus „Zum Landhaus“ (Inh. Gastwirt Wagner) gegründet. Das erste Schützenfest fand Pfingsten 1927 statt. Der Schützenkönig war Paul Teichmann. Im Jahre 1930 wurde der Verein auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Gustav Bergholz, nach einer Anfrage bei den Nachfolgern der Familie Humboldt in Berlin Tegel, umbenannt in: “Humboldtschützen – Burgörner“ Im gleichen Jahr erfolgte eine Erweiterung des Schießgrabens und für das Festzelt wurde ein fester Küchenanbau errichtet. Das Gelände gehörte der „Mansfeld AG“ und wurde für 10,00 Mark jährlich gepachtet. Kaufversuche sind gescheitert. Das Bild von der Eröffnungsfeier der Schießanlage im Humboldthain wurde aus dem Schutt beim Abriss des Gasthauses “Zum Landhaus“ vom Chronisten sichergestellt. (Kopie) Der Text auf vorstehendem Dokument lautet: „Das Werk lobt den Meister“ kann man mit Recht von der Schützenstätte zu Burgörner-Altdorf sagen, denn was der junge Verein mit seinen rund 50 Mitgliedern in der kurzen Zeit seit vorigen Herbst geschaffen hat, ist geradezu erstaunlich. Wo noch vor einem Jahr die Reste eines …

Pfingsten in die Kirche von Burgörner

Aus dem Werk „Wilhelm und Caroline von Humboldt in Ihren Briefen“ (1815 – 1817) Die alte Kirchenansicht vor 1900 Caroline an Wilhelm von Humboldt aus Burgörner, 3. Juli 1816 (am zweiten Pfingsttag) … Gestern war es ein hübscher Tag wir waren in der Kirche in corpore und hatten nachher noch eine Stundenlange Konferenz mit Saalfeld, dem Amtmann Bothe und Dunkern, … denn Dunker kam am Freitag an, und es sind viele Dinge verhandelt worden………….. Der ehemalige Gutshof aus der Luft um 1910 Eine enge Verbindung der Familienmitglieder zur Kirche in Burgörner lässt sich auch aus den Eintragungen im Taufregister ableiten. So werden als Taufzeugen zur Taufe am 18.6.1826 von Karl Friedrich Wilhelm Giebelhausen genannt: „die Frau Staatsminister von Humboldt sowie die Frau Generalin von Hedemann“, welche die traditionelle Verbindung zur Kirche aufrecht hielt und vertiefte. Auch nachfolgende Familienmitglieder wie Caroline, Adelheid und Ernst von Bülow sowie Adelheid und Agnes von Loen, zur Taufe am 1.9.1852, von Marie, Caroline, Agnes Kirchberg, sind als Taufzeugen eingetragen. Selbst seine Majestät Friedrich Wilhelm IV – König von Preußen wird …

Kupferkammer-Hütte

Von der Berg-Hütte zur Kupfer-Kammer-Röst- u. Bleihütte Am 10. April 1723 wurde die Gewerkschaft zur Kupferkammer durch den Leipziger Kaufmann, Johann Schwabe, gegründet. Wie alle Hütten die nach dem 30-jährigen Krieg und der Freierklärung des Mansfelder Bergbaues im Jahre 1671 neu erbaut wurden, so lag auch die Kupferkammerhütte auf einer mittelalterlichen Hüttenstätte (erstmalig als Berghütte 1439 erwähnt) deren exponierte Lage an der Wipper, womit die Wasserräder und Blasebälge zur Erzeugung des Gebläsewindes angetrieben wurden, bedingt war. Die Vorläuferin der Kupferkammerhütte ist die Berghütte gewesen, die urkundlich schon zum ersten Male 1439 erwähnt ist. 1) Übersetzung – siehe Anhang In den Urkunden der Jahre 1480 bis 1540 wird die Berghütte mehrmals erwähnt. Doch scheint sie bereits vor dem Jahre 1568, wie alle anderen Hettstedter Hütten, ihren Betrieb eingestellt zu haben. 2) 1566, 2. May – ist eine unzüchtige Dirne, so keiner Vermahnung zur Buße noch einiger Warnungen geachtet, zu Burgörner für der Hütten auf eine glühende Schlacken gefallen und sich greulich verbrannt. Es hatte sie etliche wenig Wochen hievor ein böser Hund übel in die hand …