Jahr: 2016

Bäckereien in Burgörner-Altdorf

Von unserem Leser Hr. Löblich wurde uns dieses Bild zugesandt. Sein Urgroßonkel Bäckermeister Willi Probst hatte in Burgörner-Altdorf im Haus seiner Schwiegereltern eine Bäckerei eingerichtet. Leider ergab unsere Recherche nur, dass Willi Probst Anfang der 50-ziger Jahre eines viel zu frühen Todes gestorben ist. Nachkommen sind aus Burgörner verzogen und konnten von uns nicht befragt werden. Wir haben diese Zusendung zum Anlass genommen, an weitere einst in Burgörner ansässige Bäckereien zu erinnern. Im Einwohnerverzeichnis von Burgörner 1927 wird ein Bäckermeister Voigt, Schloss-Str. 3 genannt. Dieses Haus-Grundstück, ein im damaligen Stil errichtetes Bergmannshaus (siehe dazu unsere Ausführungen in „Gustav Ballin“) wurde 1936 im Auftrag von Bäckermeister August Steinbrück umgebaut und aufgestockt. (Zimmer- und Bautischlerarbeiten Karl Graf) Als nachfolgende Betreiber dieser Bäckerei sind uns bekannt: Bäckermeister Jabin mit Familie, Bäckermeister Bügener mit Familie Bäckermeister Müller mit Familie In den Ladenbereich wechselte dann ein Gemüsegeschäft. Die Wirtschaftsräume wurden von einem Stützpunkt für Schädlingsbekämpfung „Rattengift ect.“ belegt. Haus und Grundstück unterstand letztendlich der sogenannten Grundstück-Verwaltung, die es dann nach dem Brand durch Abriss beseitigte. Überlieferungen zur Folge soll einst an dieser Stelle …

Der Schlüsselstollen

Wo es in der Tiefe regnet. Nach einem Bericht der Neuen Berliner Illustrierten 13/1987. Eine Bearbeitung für Hettstedt-Burgörner  „der geschichte auf der spur“. „Jetzt fahren wir übern Schlüsselstollen“, sagt der Mann am Steuer. Hier, tief unter uns? Was sehe ich durchs Fenster des Lasters? Eine Halde, davor hagere Häuser mit be­rußten Dächern. Kreisfeld, Helbra, Benndorf & Klostermansfeld…. Sied­lungen ohne Dorfcharakter die sich gleichen, ineinander übergehen wie Vororte einer sich ankündigenden großen Stadt. Doch die gibt es hier nicht. Groß sind nur die alles überragenden Spitzhalden, noch größer untertage die Gruben. Kupferschieferreviere mit weitaus mehr Stollen, als etwa Straßen, Wege und Schienenstränge das Mansfelder Land durchziehen. So beschreibt es der am Steuer des Lastwagens sitzende Kum­pel Werner N. Er hat wohl, wie alle Bergleute hier, ein besonde­res Gefühl für diesen durchwühlten Landstrich aus dem sie nie fortzie­hen würden. Hier wohnen die Väter, haben die Vorväter ihre Gräber. So­lange die Alten denken können, bra­chen Männer die Mansfelder Erde auf und der Schacht grub Furchen in ihre Gesichter. „Nun fahren wir in den Schlüsselstollen“, klingt es am Steuer. Ich aber sehe …

Sturm über Burgörner-Altdorf (1994)

Viele Einwohner werden sich sicherlich noch daran erinnern. Ein Sturm, man kann auch sagen eine Windhose, bildete sich 1994 am Himmel und verwüstete u.a. den Friedhof. Zum Glück wurde niemand verletzt (soweit bekannt). Bilder vom Friedhof Burgörner-Altdorf:

Maschinen-Meister "William Richards"

Bei all den schwungvollen Reden anlässlich des 125- jährigen Gedenkens der Errichtung des Maschinendenkmals wurde eine Persönlichkeit vergessen: William Richards, der es durchaus verdiente wenn man ihn, der hier Großartiges zum Beginn der Industrialisierung in Deutschland geleistet hat, mit einbezogen hätte. Früh mussten die Erbauer der ersten Dampfmaschine in Deutschland erkennen, dass neue Antriebsarten auch neue Erkenntnisse erfordern. Da die Steuerung, welche einen gleichmäßigen Lauf der Maschine ermöglichen sollte, Schwierigkeiten bereitete, kam VELTHEIM 1) schnell zu der Überzeugung, dass nur eine nochmalige Reise nach England Abhilfe schaffen könne. C. Veltheim C. F. BUCKLING trat diese Reise, von der einige seiner Briefe erhalten sind, im Februar 1786 an. Er studierte die Steuerung genau, fertigte Aufzeichnungen an und es gelang ihm, den Ma­schinenwärter WILLIAM RICHARDS zur Übersiedlung nach Preußen anzuwerben. Am 26. 8. 1786 trafen beide auf dem Burgörner Bergbau-Revier ein.                                              Revierkarte vom Burgörner Bergbau-Revier Richards William, Mechaniker (Sohn des Kunststeigers Francis Richards), geb. 18.Juni …

Hochwasser in Hettstedt

Im August 1987 gab es in Meisberg/Ritterode ein schweres Gewitter, deren Folgen u.a. in der Hadebornstraße in Hettstedt zu sehen waren. Das Bildmaterial wurde uns von L. Raßloff und einer weiteren Privatperson zur Verfügung gestellt. (fotografiert durch Foto Gleiche) Vielen Dank!