Monate: Oktober 2018

Ein Hettstedter-Erbauer der Zugspitzbahn

Der Erbauer der Zugspitzbahn, die vor kurzem dem Betrieb übergeben wurde (25. Juli 1926 d.VF) ist ein Hettstedter. Ingenieur Friedrich Kern, in der Hadebornstraße 82 wohnhaft, war von der bauausführenden und bekannten Firma Ad. Bleichert & Co. Leipzig mit der alleinigen Leitung des Baues beauftragt. Er wurde der ihm übertragenen verantwortungsvollen Aufgabe voll und ganz gerecht. Der Zugspitzbahnbau ist ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst. Aus „Hettstedter Tageblatt“ 1926 Abbildungen aus freien Archiven bearb. E.Graf/Chronist, Oktober 2018  

Kleine Ortskunde

Vorrede Über Hettstedt ist bis 1650 von alten Chronisten zum Teil, seitdem aber kaum etwas Befriedigendes uns überkommen. Im vorliegenden Schriftchen nun bietet ein alter Freund der Stadt in kurzer, gedrängter Darstellung einen Auszug von dem, was er von ihr im Laufe der Jahre aus Urkunden, Chroniken, Zeitschriften etc. in geschichtlicher Hinsicht gesammelt hat. So mancher wird meinen, dass Hettstedt ihm wohl zur Genüge bekannt sei. Ein oberflächliches und gedächtnismäßiges Kennen von Örtlichkeiten, Gebäuden, einzelnen Begebenheiten pp. macht jedoch noch keinen Kenner und Sachkundigen. Das beifolgende Büchlein wird vielleicht diesen und jenen überzeugen, wie wenig genügend noch seine Ortskenntnis und wie sehr ihm insbesondere rücksichtlich der Vergangenheit, aus welcher ja die Gegenwart herausgewachsen ist, ein nur etwas ausreichendes und zuverlässiges Wissen der Geschichte seiner Heimat, ihrer Entstehung und Entwicklung, ihrer Geschehnisse, ihrer mannigfaltigen Verhältnisse, Einrichtungen und Zustände abgeht. Das unbedeutende Werkchen kann ihm vielleicht dazu helfen, dass die bisher rein äußerliche Auffassung der Dinge um ihn zu ihrem wirklichen Verständnis sich vertieft, dass das Interesse an allem, was Hettstedt und seine Umgebung bietet, angeregt und …

Die Braunschweiger Schwarzen vor Hettstedt

Es war die Absicht Herzog Wilhelms von Braunschweig, seinen vom Nachtmarsche von Leipzig her ermüdeten Truppen in Halle einige Rast zu können. Aber sein Plan wurde umgeworfen. Als er auf dem Marktplatze in Halle vom Pferde stieg, meldete sich eine Schar versprengter Schillscher Reiter bei ihm und bat um Aufnahme in des Herzogs Korps. Gleichzeitig erzählte der Führer von dem Überfall der Hettstedter Bürgerkompanie bei Ritterode, der die Schillschen zur Flucht zwang. Diese Tat empörte den Herzog so sehr, dass er beschloss, die Rast abzukürzen und einen Umweg einzuschlagen, um die Stadt Hettstedt zu bestrafen Bereits um ein Uhr befanden sich die wackeren „Schwarzen“, ihre Reiterei voran, wieder auf dem Marsche. Der ging über Wettin der noch sichtbaren Fährte der Schillschen Reiter folgend. Noch vor Sonnenuntergang hatte man das Ziel erreicht und die Stadt Hettstedt mit ihren von ein paar Türmen überragten Häusern vor sich. Auf der geräumigen Trotzwiese vor der Stadt wurde haltgemacht und ein Zeltlager bezogen. Schon vorher hatte der Herzog eine Abteilung Reiter abgeordnet, die unversehens in die Stadt dringen und die …