800 Jahre Bergbau Mansfelder Land

800 Jahre Bergbau Mansfelder Land

Unser Heimatort Burgörner ist unzweifelhaft auch mit den frühesten Anfängen des Bergbaues in Verbindung zu bringen. Die Haldenlandschaft im Osten unseres Ortes, im Anschluss an die sagenhafte Fundstelle „Kupferberg“, kündet davon dass hier am Ausgehenden des Kupferschieferflözes schon von alters her Bergbau stattgefunden hat.

Im Gedenken an diese Zeit, welche uns der Chronist Spangenberg mit 1199 angibt, sind mehrere große Feste an Jubiläumstagen durchgeführt worden. Über die Feierlichkeiten zu 700 Jahre Kupferschiefer-Bergbau berichtet uns ausführlich Prof. Größler. An die großartigen Feiern und Würdigungen zur 750-Jahrfeier 1950, wenige Jahre nach dem Krieg, gibt es sicherlich auch noch Erinnerungen.

Das Jahre 1990 brachte dann das Ende des so traditionsreichen „Mansfelder Bergbaus“ – „dennoch“ entsprechend des Wahlspruches der Mansfelder Grafen welche die Bergbau-Privilegien vom Kaiser 1364 erhalten hatten, wurde 1999, wie hätte es anders sein können von Hettstedt aus die Feiern zu „800 Jahre Mansfelder-Kupferschieferbergbau“, welche dann im Jahre 2000 stattfanden, eingeleitet. Mit dem Aufzug des Traditionsvereins „Mansfelder Berg- und Hüttenleute“ begannen am 05.12.1999 mit einem Festakt in der Jakobi-Kirche die Festivitäten.

Mit einem Aufmarsch zur Gangolf-Kirche

in der Nähe der überlieferten Fundstelle

wo die Eröffnungsfeierlichkeiten in einem würdigen Rahmen ihren Abschluss fanden.

Es bleibt nun die Frage, wird man sich 2050 oder gar 2100 noch an einen „Mansfelder-Bergbau“ und seine Ursprünge erinnern?

Eine Pionierleistung, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Bergbaugeschichte steht, wird schon im Jahr 2000, durch die MZ in einer Sonderausgabe zum 800-jährigen Jubiläum ohne Widerspruch zur „Hettstedter Dampfmaschine“!

Im Zusammenhang mit der Bergbaugeschichte genannt, entstand und stand dieses Stück Bergbau-Technik-Geschichte aber > bei < Hettstedt auf der „Preußischen Hoheit“ im „Burgörner-Revier“ vor 225 Jahren. Berechtigt ist somit die Frage, wird man sich in 50 oder 100 Jahren noch an die einstigen Zusammenhänge erinnern können oder wollen, welche unsere Vorfahren geprägt und ihr Leben gestaltet haben?

Titel ist der MZ-Ausgabe entnommen
Für die Fotos danken wir Fam. Probst
Hettstedt-Burgoerner.de/Sept. 2011