Alle Artikel in: Aktuelles & Gedenktage

Maschinen-Meister "William Richards"

Bei all den schwungvollen Reden anlässlich des 125- jährigen Gedenkens der Errichtung des Maschinendenkmals wurde eine Persönlichkeit vergessen: William Richards, der es durchaus verdiente wenn man ihn, der hier Großartiges zum Beginn der Industrialisierung in Deutschland geleistet hat, mit einbezogen hätte. Früh mussten die Erbauer der ersten Dampfmaschine in Deutschland erkennen, dass neue Antriebsarten auch neue Erkenntnisse erfordern. Da die Steuerung, welche einen gleichmäßigen Lauf der Maschine ermöglichen sollte, Schwierigkeiten bereitete, kam VELTHEIM 1) schnell zu der Überzeugung, dass nur eine nochmalige Reise nach England Abhilfe schaffen könne. C. Veltheim C. F. BUCKLING trat diese Reise, von der einige seiner Briefe erhalten sind, im Februar 1786 an. Er studierte die Steuerung genau, fertigte Aufzeichnungen an und es gelang ihm, den Ma­schinenwärter WILLIAM RICHARDS zur Übersiedlung nach Preußen anzuwerben. Am 26. 8. 1786 trafen beide auf dem Burgörner Bergbau-Revier ein.                                              Revierkarte vom Burgörner Bergbau-Revier Richards William, Mechaniker (Sohn des Kunststeigers Francis Richards), geb. 18.Juni …

Schlacht am Welfesholz

Theodor Körner – Schlacht am Welfesholz – Burgörner Wenn nach fast 900 Jahren von der sagenhaften Schlacht am Welfesholz die Rede ist, erinnert man sich an den Text auf der Tafel am „Hoyerstein“ und evtl. noch an die Vertreter der kriegführenden Parteien Graf Hoyer von Mansfeld und Wiprecht von Groitsch. Was allerdings weniger bekannt ist, dass wir diese Zeilen dem Aufenthalt von Th. Körner bei Wilhelm von Humboldt in Wien verdanken und seinem Studienfreund Carl Schmid aus Burgörner, der ihm diese sagenhafte Geschichte aus unserer Heimat zusandte. Aus dem Briefverkehr zwischen Theodor Körner und Carl Schmid, der Sammlung und Bearbeitung des Lehrers O. Schröter aus Dankerode1), geht hervor: Alter Freund! Leipzig den 17.  August (1810 ?) „Die Schlacht am Wülfesholze, wozu Du mir das Sujet gabst, ist mir als Ballade sehr gelungen. Ich lese sie Dir in Eisleben am Wölfesholze selbst.“ Aus dem nächsten Brief: „Dem Herrn Bergstudenten Carl Schmid auf der Gottes Belohnung-Hütte bei Eisleben Alter Freund! Leipzig den 7.Oktober 1810, , , „Bald erwarte ich einen Brief von Dir – Meine Muse ist sehr fruchtbar …

Völkerschlacht bei Leipzig

Anlässlich der Völkerschlacht bei Leipzig vor 200 Jahren, ist es angebracht auch den Einwohnern aus Burgörner zu gedenken, die an diesem Geschehen unmittelbar beteiligt waren. An die kriegerischen Ereignisse von 1806 bis 1816 erinnerten in der St. Nikolai Kirche zwei Kästchen mit erhalten gebliebenen Erinnerungsstücken, Orden und Ehrenzeichen von Kriegsteilnehmern an den sog. Befreiungskriegen.  Orden und Ehrenzeichen der Kriegsteilnehmer. (Foto Paul Pfeffer) Im Archiv der Kirchengemeinde von Burgörner wurden dazu von Pfarrer Lic. Hartmann (1929-1973) zwei Schriftstücke gefunden. An das Kirchen, Amt in Burg -Ömer Abgabe d. Denkmünze Seine Königliche Hoheit der Prinz Regent haben die von Eurer Hochwohlgeborenen an Allerhöchst denselben eingereichten Ordens Insignien, mit welchen der verstorbene General der Kavallerie a.d. von Hede­mann dekoriert gewesen ist, an uns abgeben zu lassen geruht. In Folge dessen remittieren wir Ihnen die dabei uns zugegangene Kriegsdenkmünze des g. von Hedemann anliegend mit dem ergebensten Ersuchen dieselbe in Gemäßheit seiner Allerhöchsten Bestimmung an diejenige Kirche zur Aufbewahrung gelangen zu lassen, zu deren Parochie der Verstorbene zuletzt gehört hat. Berlin, den 15 ten Februar 1860 Königliche General Ordens …

Dankveranstaltung in St. Nikolai

27.11.2012: Mit einem fröhlichen Lied: „Wollt ihr fleißige Handwerker sehen, dann müsst ihr nach Burgörner in die Kirche gehen!“ begrüßten die Kinder von der „Kindertagesstätte Altdorf“ die zahlreichen Gäste die an einer Dankveranstaltung in der renovierten St. Nikolai-Kirche in Burgörner teilnahmen. Nach der erfolgreichen Renovierung der Kirche wurde am 27. November 2012 den vielen fleißigen Handwerkern und Helfern gedankt. Durch die zahlreichen Spenden waren diese Arbeiten erst möglich geworden. Pfarrer Paul und der Vertreter des Gemeinde-Kirchenrates sprachen im Namen der Kirchengemeinde Burgörner allen Helfern insbesondere den vielen Handwerkern den Dank für ihre hervorragende geleistete Arbeit aus. Ebenso der Stadtverwaltung Hettstedt und der Direktion des „Mansfelder Kupfer und Messingwerkes“ für die Unterstützung. Viele Einwohner nutzten die Gelegenheit, das nunmehr wieder hergestellte Bauwerk zu besuchen. Mit der Darbietung eines sehr anspruchsvollen Programmes schloss der „Chor der Walzwerker“ diese Veranstaltung ab. Für einen gemütlichen Abschluss sorgten die Frauen der evangelischen Frauenhilfe, die im Anschluss für alle Gäste selbst gebackenen Kuchen und Kaffee bereithielten. Für den Sammler bearb. E. Graf/Chronist im November 2012          

300. Geburtstag Friedrich II

Ereignisse zur Zeit „Friedrich des Großen“ in und um Burgörner aus Anlass seines 300. Geburtstages am 24.1.1712 Dieses vor 227 Jahren entstandene Werk enthält auf Seite 445/456 die Angaben: Burg Oerner, ein Dorf mit einem Amte des Herrn von Dachröden enthält, mit Inbegriff von 13 Kolonistenwohnungen und des Amtes, überhaupt 41 Feuerstellen, worunter 5 große und 20 kleine Cossäten* sind……… Die Gemeine** ist dem Amte dienstpflichtig und steht mit der sächsischen Stadt Hettstedt in Koppelhütung. Neben dem Ackerbaue und der Viehzucht nähren sich verschiedene Einwohner von der Arbeit in den Königlich preußischen Rothenburgschen und den Churfürstlichen sächsischen Bergwerken. Es ist eine Wassermühle an der Wipper von zwei Mahlgängen hierselbst.  Mühle von Burgörner um 1890 Die Kirche von Burgörner, welche ein Filial von Thondorf ist, gehört zur ersten Mansfeldischen Inspektion und erkennt den König als ihren Patron. Im Jahre 1784 war 212 die Seelenzahl und in den vorhergehenden zehn Jahren sind 84 geboren und 56 gestorben. Anmerkung Bearbeiter: * Cossäten (Kossäten) – Landarbeiter ** Gemeine – alle Anwohner Unsere Gemälde-Kopie zeigt Friedrich II. (1763) ( Es …

St. Nikolai – Dachsanierung

Endlich, nach vielen Jahren des Bangens ist es nun doch gelungen die Mittel zusammen zubringen, die für eine dringende Reparatur der Kirche notwendig sind. Einer historisch bedeutsamen Kirche in der schon die Familie Humboldt und deren Nachkommen weilten. Die Kirche, hier noch im Weihnachtsschmuck, wird wohl nun für längere Zeit nur den Handwerkern zur Verfügung stehen. Diese werden bei näherer Betrachtung auch die Schäden sehen, welche das undichte Dach an der Decke hinterlassen hat. Die Decke lässt sich hoffentlich so bearbeiten, dass nicht die für Burgörner so wertvolle Orgel abgerissen werden muss. Dies wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Nachdem der Ablauf der Arbeiten in den einzelnen Schritten festgelegt war, begannen die Arbeiten mit dem Aufstellen der Gerüste. Welche Schäden, auch am Dachstuhl, im Laufe der Zeit entstanden sind wird sich nun zeigen. Hoffen wir auf einen günstigen Verlauf der Arbeiten, in der Hoffnung, dass bald wieder eine Taufe in dem über 395 Jahre alten Taufstein stattfindet. Hans Werner Scharf, Grafiker und Gemeinde-Kirchen-Rat, stellte uns die Bilder zur Verfügung. Vielen Dank ! St. Nikolai in Burgörner-Altdorf bekommt …

Humboldts in Burgörner

Vom 29. bis 31. August 2008 lud das Ehepaar Irmtraud Bast-von Humboldt-Dachroeden und Georg von Humboldt-Dachroeden die Nachkommen der Familie Caroline und Wilhelm von Humboldt zu einem Familientreffen nach Erfurt ein. Erfurt war nach 1761 der Wirkungskreis von Carl Friedrich von Dachroeden (im Umkreis des kurmainzischen Koadjutors Carl Theodor von Dalberg), dem Vater von Caroline von Humboldt. Zum Abschluss traf man sich in Weimar, wo Wilhelm von Humboldt zum Kreis der deutschen Klassik gehörte. Um den Teilnehmern die Bedeutung der Vorfahren von Caroline von Humboldt zu verdeutlichen, besucht die Gruppe am 28. August die Orte , in denen Güter dieser alten Adelsfamilie lagen: Mittelsömmern (Bad Tennstedt), Thalebra (Sondershausen), Auleben (bei Nordhausen), und Burgörner bei Hettstedt. Die Gruppe in Auleben Der nachstehende Text ist in ähnlicher Fassung vom Verfasser des Berichts der Internetseite http://www.mittelsoemmern.de zur Verfügung gestellt worden. Er steht dem interessierten Leser unter nachstehender Internetadresse vollständig zur Verfügung! http://www.mittelsoemmern.de/index.php?site=readtn&tnid=35 Die Fahrstrecke von Auleben nach Burgörner bei Hettstedt war mit knapp 80 km der längste Streckenabschnitt. So war für Herrn Dr. Udo von der Burg, dem …

Namensgebung

Am 28. Mai 2011 erhielt das Haus in Hettstedt/Burgörner, in welchem Wilhelm von Humboldt seine Ehefrau kennenlernte, offiziell den Namen „Humboldt-Schloss“. Wilhelm von Humboldt verbrachte die ersten Jahre seiner Ehe dort und kehrte auch später immer wieder zurück, um sich in der Ruhe und Abgeschiedenheit zu erholen oder mit Freunden zu treffen. (siehe Besucher in Burgörner) Das Mansfeld-Museum, welches in i.d. Haus untergebracht ist, hatte an diesem Tage viele Gäste. Die Vertreter der „Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung e.V. aus Mannheim“ welche die Namenstafel stiftete, mit ihrem Präsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. Erwin Kuntz. Aber auch zahlreiche Nachkommen der Familie Humboldt-Dacheröden unter der Leitung von Herrn Georg von Humboldt, nahmen einschließlich der Vertreter vom Landratsamt, des Bürgermeisters der Stadt Hettstedt, den Mitgliedern des Fördervereines und des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirche Burgörner, an dem Festakt teil.  

Erste Deutsche Dampfmaschine

Am 23. August vor 225 Jahren wurde sie in Betrieb genommen. Diese Maschine war der Beginn des technisch industriellen Zeitalters in Preußen. Eine Zeitungsnotiz 100 Jahre später So sah diese Maschine aus. Funktionsweise der Dampfmaschine Hier wurden ihre Teile bearbeitet oder hergestellt. Vor 25 Jahren zum 200 jährigen Geburtstag, wurde der originalgetreue Nachbau dieser Maschine im Mansfeld-Museum in einem eigens dazu errichteten Gebäude eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

Wilhelm von Humboldt

Dem preußischen Staatsmann und Gutsherrn von Burgörner > Wilhelm von Humboldt < Zum Gedenken, anlässlich seines 175. Todestages am 8. April 2010 In der gelehrten Welt erfreuten sich beide Humboldts (Wilhelm der Staatsmann und Gelehrte und sein jüngerer Bruder Alexander von Humboldt der Naturforscher und Weltreisende) großer Verehrung und Zuneigung; wenn man aber — und das schon in den dreißiger Jahren — von Humboldt sprach, so war in der Regel Alexander gemeint und nicht Wilhelm. Vorsorge für eine gewisse Publizität gehörte zu den liebenswerten Schwächen des jüngeren der beiden großen Brüder, während der ältere, auch ehe er zurückgezogen in Tegel lebte, vielen seiner Mitbürger und selbst einigen seiner Freunde in mancher Hinsicht rätselhaft erschienen war. Nur wenigen hatte er sich ganz erschlossen, vor allem seiner Frau, Schiller, Karoline von Wolzogen und dem Bruder. Varnhagen von Ense, der als einer der ersten Zeitgenossen und poli­tischen Gesinnungsfreunde Humboldt eine Würdigung widmete, die im Jahre 1838 erschien, urteilte: »Nach wiederholter, all­seitiger Prüfung und im Aufblicke von dem Minderwesentlichen und Zweifelhaften zu dem wahrhaft Großen und Entschiednen wird für …