Alle Artikel in: Besucher in Burgörner

Wirtschaftsminister Dr. Möllemann

Mit einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes landete am 16. September 1992, der Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschlands, Dr.  Jürgen Mölleman †, auf den ehemaligen Fußballplatz des Kurt-Wabbel-Stadion in Burgörner. Er sicherte damals der Mansfeld AG, Unterstützung bei der Privatisierung des Unternehmens zu sowie die Befreiung der Mansfeld AG von ihren Altschulden in Höhe von 600 Mi DM als erstem ostdeutschen Unternehmen. (siehe dazu auch „Mölleman, S. 31 u.33 in „Mansfeld die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens“ Band 3) Der Abflug am späten Nachmittag. Foto: E.G.

König "Friedrich Wilhelm IV"

Besucher in Burgörner – 1846 – König „Friedrich Wilhelm IV.“ von Preußen Die vierziger Jahre waren die glücklichste Zeit Friedrich Wilhelms IV., bis sie jäh durch die Revolution im März 1848 unterbrochen wurden. Er war spät auf den Thron gelangt, fühlte sich aber im Vollbesitz seiner Kräfte, und Aristokratie, Intellektuelle und Volk setzten gleichermaßen ihre Hoffnungen auf ihn, denn das letzte Jahrzehnt seines Vaters war eine Epoche der Erstarrung gewesen. Die Illustration zeigt den König von Preußen im Jahre 1843. Hettstädt, den 1. Juni 1846 Heute hatten wir das seltene Glück,, Se. Majestät unseren allergnädigsten König in unseren Mauern zu bewillkommnen. Wie dies geschehen ist, davon haben sich Tausende überzeugt. Für die, welche nicht zugegen sein konnten, sei diese Relation. Schon früh mit Tagesanbruch regten sich hunderte von Händen, um mit den schon früher gewundenen Kränzen die Häuser zu schmücken, Ehrenpforten zu bauen u.s.w. Unsere Stadt glich buchstäblich einem geschmückten Festsaal. Flaggen mit dem preußischen und bairischen Farben weheten auf Türmen und Häusern und alle erwartete sehnsuchtsvoll den geliebten Landesvater. Endlich verkündete das laute Hurrah …

Friedrich von Gentz

1774 – 1832 Gentz, Friedrich von, * 2. 5. 1764 Breslau (Wroclaw, Polen), † 9. 6. 1832 Weinhaus bei Wien, bedeutender politischer Schriftsteller. 1785-1802 im preußischen, ab 1802 im österreichischen Staatsdienst, „Auftragsschreiber“ und publizistischer Berater zunächst in der Außenpolitik gegen Napoleon, ab 1815 enger Mitarbeiter des Außenministers und späteren Staatskanzlers Metternich, mit diplomatischen und publizistischen Aufgaben betraut. Protokollführer auf dem Wiener Kongress („Sekretär Europas“). Gentz‘ Werke sind wichtige Quellen zur politischen Ideengeschichte. Aus „Wilhelm von Humboldt – Sein Leben und Wirken, dargestellt in Briefen, Tagebüchern und Dokumenten seiner Zeit“ – von Rudolf Freese /1953 ……… in den nun folgenden Jahren seiner Ehe, die am 29. Juni 1791 in Erfurt geschlossen wurde. Den Rest des Jahres verbrachte er mit seiner Frau in Burgörner, wo sie im November Gentz als Gast empfingen. In dieser Zeit entstanden auch Humboldts erste schriftstellerischen Arbeiten. Ursprünglich als ein Brief an Gentz gedacht, ent­standen im August 1791 die „Ideen über Staatsverfassung Eingehender noch als in dieser Schrift behandelt Humboldt die Probleme des Staates in seinen „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der …

Prof. Dr. Friedrich August Wolf

1783-1806 o. Professor für Philologie und Pädagogik an der Universität Halle Wolf wirkte an der Seite von Wilhelm von Humboldt maßgeblich an der Einrichtung der 1810 gegründeten Berliner Universität mit. Als Lehrer derselben vertrat er die klassische Philologie als selbständige philologisch-historische Wissenschaft und forderte einen verstärkten Unterricht der Alten Sprachen an Gymnasien. 70. Caroline an Humboldt (Erfurt, 9. Mai 1804) ……… Wolf hat mir geschrieben und mich um die Erlaubnis gebeten, mich in Burgörner zu besuchen; ich habe ihn zur Pfingstwoche hinbeschieden……… E.G./Chronist Febr.2010

Freiherr von und zum Stein

Karoline von Humboldt in einem Brief an Alexander von Rennenkampff: Berlin, den 18/19. November 1822 ………. Wir blieben bis zum 15. August in Burgörner, von wo ich Ihnen, teurer Alexander, im Juni zum letzten Male schrieb. Dann gingen wir nach Tegel………….. ……. Stein war mit seinen Töchtern vier Tage bei uns in Burgörner. Therese ist sehr schön geworden, ein sanftes, frommes und doch lebendig liebes Wesen. Henriette ist gesünder und liebenswürdig. Stein fand ich wohl etwas gealtert, besonders wegen der zunehmenden Unbequemlichkeit des Auges, aber im Geist und Gemüt ganz denselben. Wir haben unbeschreiblich viel zusammen gesprochen………………….. Karl, Freiherr vom und zum Stein preußischer Staatsmann * 1757 – †1831 ; 1796 Oberpräsident, der westfälischen Kammer, 1804 Wirtschaftsminister, leitet 1807/08 die Reorganisation des preußischen Staates, ging, von Napoleon geächtet, 1808 nach Österreich, 1812 nach Russland, kehrte 1813 zurück und nahm 1814 –15 am Wiener Kongreß teil. Bekenntnis des Freiherrn vom und zum Stein in einem Brief aus Petersburg, 1. Dezember 1812. Übersetzung der original Handschrift: ….. Es ist mir leid, dass E. E. in mir den …

Freiherr v. Hardenberg

Frhr. Georg Anton v. Hardenberg auf Wiederstedt, Landrat, Nachbar von Burgörner Wilhelm von Humboldt, schreibt während eines Aufenthaltes in Burgörner an seine Frau Caroline: Burgörner, 11. November 1822 …..Mit Hardenberg* habe ich heute ziemlich den ganzen Tag allein zugebracht, und neulich war er fast den ganzen Abend bei mir. Wir haben also sehr viel gesprochen, und es hat mich doch nicht ohne Interesse gelassen. Ich habe erst jetzt eine rechte Idee von seinem Wesen und Empfinden. Er ist doch eigentlich sehr konsequent und hat auch eine viel mehr innerliche Natur, als man sonst denkt, so dass es einem begreiflich wird, dass er und Novalis** haben Brüder sein können. Die Grundlage seines ganzen Wesens ist unstreitig, wenigstens jetzt, da die katholische Religion und die bestimmte Idee, die überall durchleuchtet, dass er am Rande des Grabes steht. Die veredelt nun schon an sich den Menschen und setzt ihn über das bloß Irdische hinweg, und das ist auch in ihm sichtbar. Dabei fühlt er sehr tief das Unglück, alle seine Brüder verloren zu haben, und kommt sich ganz …

Lengefelds

(wird fortgesetzt – zeitlich ungeordnet je nach Fund) Am 8. Juli 1789 vereinten sich die Schwestern Lengefeld mit Humboldt zu einem Besuch in Burgörner und Caroline ging dann mit den Freundinnen zur Badekur nach Lauchstädt, wo Laroche und Schiller sie aufsuchten und Schiller sich mit Charlotte von Lengefeld verlobte. – Dazu Ausschnitte aus Briefen – Schillerchronik/Gero v. Wilpert 11.Juli 1789, Weiterreise der Schwestern Lengefeld nach Burgörner zu Karoline von Dacheröden. Schiller begleitet sie eine Wegstrecke. Dr. W. Hoyer /SCHILLERS LEBEN IN BRIEFEN UND ZEUGNISSEN sowie R.Freese/ Wilhelm von Humboldt, Sein Leben und Wirken 13.7.1789, An Schiller – Von Charlotte von Lengefeld aus Burgörner Guten Morgen, lieber Freund, ich muß Ihnen hier ein Wort sagen, dass Sie sehn dass ich Ihrer denke, ………. ………Gestern abend sind wir hier angekommen. Laroche, den Sie kennen, ist hier und ein Herr von Humboldt, der auch schon vorigen Winter bei uns war. Die anderen sind alle im Garten, mir tut die Einsamkeit so wohl, und ich unterhalte mich so gern mit Ihnen, ich möchte wohl, Sie hätten so viele Zeit …