Ein kleines Ölgemälde

 

Zeichnung Kirche und Ruine

Ein Bild, ein kleines Ölgemälde mit einer Ansicht von Burgörner, aufbewahrt in der Eingangshalle unserer Kirche S. Nikolai in Burgörner, trägt auf der Rückseite die Aufschrift:

„Geschenkt 1934“ - Burgörner vor 100 Jahren

Wer dieses Bild der Kirchengemeinde geschenkt hat oder über den Maler der es erschaffen hat, liegen bisher keine Kenntnisse vor. Jedoch gibt es einige Hinweise die sich durchaus mit diesem Bild in Zusammenhang bringen lassen.

> Wilhelm von Humboldt schreibt an seine Frau Caroline, am 27.Januar 1810 -

„Über meinem Schreibtisch hängt eine kleine Landschaft von Burgörner, wo der Kirchberg die Hauptrolle spielt, aber auch die Pappelallee zu sehen ist. Von der sahst Du mir nach, als ich nach dem ersten Besuch in Burgörner von Dir ritt.“

Humboldts erster Besuch in Burgörner war (23/24) August 1788

Wenn es sich nun um diese „kleine Landschaft von Burgörner“ handelt, dann entspricht die Darstellung von Burgörner auf diesem Bild vermutlich, laut Humboldts Erinnerungen, 1788. – lediglich ist dann, in den 20 Jahren bis 1810, die Dorf-Kirche S. Nikolai in diese Landschaft hineingebaut worden.

Humboldts Schwiegersohn, Georg von Hedemann, verheirate mit Humboldts jüngster Tochter Adelheid, übernahm den Sommersitz in Burgörner 1829.

Es ist möglich, bestimmende Informationen liegen allerdings dazu leider nicht vor, dass dieses Bild, durch die Hedemanns nach Burgörner gelangte oder – entstand ?

Ebenso wie dieses kleine Ölgemälde, angebracht unter dem Wappen der Hedemanns in der Eingangshalle der S. Nikolai Kirche, befindet sich an der gegenüberliegenden Seite ein ehemaliges Altarbild. Auf dessen Rückseite informiert eine Widmung auf die Entstehung des Bildes.:

„Frau Adelheid von Hedemann – von ihrem alten treuen und ewig dankbaren Diener A. Kanefeier (selbst gemalt 1857.)“

Was wiederum den Schluss zulässt, das unser Bild ebenfalls von diesem Künstlers stammt.

Wer dieses Bild nun bis 1934 in seinem Besitz hatte und wie es da hingekommen ist, wird wohl ein Rätsel bleiben. Man kann bis zur Erlangung anderer Nachweise davon ausgehen, dass die vorliegende Darstellung eine der ältesten von Burgörner, Endes des 17. und Anfang des 18..Jahrhundert’s entspricht.

E.G./Chronist, Januar 2010