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Bäckereien in Burgörner-Altdorf

Von unserem Leser Hr. Löblich wurde uns dieses Bild zugesandt. Sein Urgroßonkel Bäckermeister Willi Probst hatte in Burgörner-Altdorf im Haus seiner Schwiegereltern eine Bäckerei eingerichtet. Leider ergab unsere Recherche nur, dass Willi Probst Anfang der 50-ziger Jahre eines viel zu frühen Todes gestorben ist. Nachkommen sind aus Burgörner verzogen und konnten von uns nicht befragt werden. Wir haben diese Zusendung zum Anlass genommen, an weitere einst in Burgörner ansässige Bäckereien zu erinnern. Im Einwohnerverzeichnis von Burgörner 1927 wird ein Bäckermeister Voigt, Schloss-Str. 3 genannt. Dieses Haus-Grundstück, ein im damaligen Stil errichtetes Bergmannshaus (siehe dazu unsere Ausführungen in „Gustav Ballin“) wurde 1936 im Auftrag von Bäckermeister August Steinbrück umgebaut und aufgestockt. (Zimmer- und Bautischlerarbeiten Karl Graf) Als nachfolgende Betreiber dieser Bäckerei sind uns bekannt: Bäckermeister Jabin mit Familie, Bäckermeister Bügener mit Familie Bäckermeister Müller mit Familie In den Ladenbereich wechselte dann ein Gemüsegeschäft. Die Wirtschaftsräume wurden von einem Stützpunkt für Schädlingsbekämpfung „Rattengift ect.“ belegt. Haus und Grundstück unterstand letztendlich der sogenannten Grundstück-Verwaltung, die es dann nach dem Brand durch Abriss beseitigte. Überlieferungen zur Folge soll einst an dieser Stelle …

Ziegelei Remus

Würde man alle Ziegel-Mauersteine, die von der Firma Remus hergestellt wurden, aus den Gebäuden im weitem Umkreis rund um Hettstedt Burgörner entfernen, stürzten sicherlich viele Bauwerke zusammen. Ziegelwerk Ansicht vom Rangierbahnhof Hettstedt Das Ziegelwerk bestand unter der Firmenbezeichnung (laut Anzeige von 1949/50) bis März 1953. Auf Grund der wirtschaftlichen- und politischen Entwicklung blieb den Eigentümern jedoch keine andere Wahl als ihren Betrieb, ihr Eigentum aufzugeben. (siehe dazu auch unseren Beitrag zu Firma Berg & Co. Kronleuchter auf dem Brocken) Geblieben sind aus der einstigen Betriebstätigkeit lediglich einige Erinnerungsstücke, aufgehoben von ehemaligen zufriedenen Kunden. Das zurückgelassene Eigentum bestand aus dem: Ziegelei-Betrieb, Wohngrundstück mit Villa „Hinter der Bahn 6“ und einem Landwirtschaftsbetrieb mit dazugehörigen Wohnhaus. Das Ziegelwerk wurde 1953 in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt, in dessen Rechtsträgerschaft auch die Wohnhaus-Villa mit einbezogen wurde. Der Landwirtschaftsbetrieb mit allem Zubehör einschließlich eines Wohnhauses ging in das Eigentum der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft „Glück Auf“ über. Der “VEB Ziegelwerk“ wurde noch bis 1980 fortgeführt. Viele Tausende Mauerziegel verließen das Werk bis die Tonvorkommen erschöpft waren. Es gab Überlegungen das wirtschaftliche Arbeitsvermögen und …

Handel & Wandel in Burgörner

An Handel und Gewerbebetrieben gab es 1949/50, laut Seiten-Ausschnitten aus der Zeitung: Im Inhalt auch Neujahrs Wünsche von einer Firma, die nicht zu den Gewerbebetrieben in Burgörner gehörte, die aber für den Druck dieser Ausgabe verantwortlich war: Dieser Neujahrsgruß vom Bürgermeister der Gemeinde Burgörner Hermann Beyling, höchstpersönlich in jedes Haus überbracht, war der Letzte. Im Jahr 1950 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Burgörner-Altdorf/Neudorf und Molmeck nach Hettstedt eingemeindet.

Kronleuchter auf dem Brocken

Gefertigt von der „Fa. Berg & Co.“ aus Burgörner! „Fa. Berg & Co.“ war ein Betrieb in Burgörner, der nach dem Krieg versucht hat Arbeitsplätze zu schaffen. Mit viel Mut versuchten Sie wieder Interesse zu wecken für die schönen Dinge im Leben, trotz der damaligen Wirtschaftslage. Ehemalige Fertigungsstätte – ganz rechts im Bild der Saalanbau Im ehemaligen Saal der Gaststätte „Zum Krug“ fertigte die Firma in Kunstschmiedearbeit Lampen, Leuchter und Wandschmuck. Die Ausführungen in Verbindung mit Holz und dazu passenden Lampenschirmen in Eigenanfertigungen aus sogenannten “Igelit“ waren sehr beliebt. Zunehmende Aufträge auch für öffentliche Einrichtungen, deren Beleuchtungseinrichtungen dem Krieg durch Zerstörung oder als Buntmetall zum Opfer gefallen waren, veranlasste die Firma ihre Produktion in ein größeres Gebäude zu verlegen. Dazu bot sich eine leerstehende Lagerhalle der Ziegelei Remus an. (späteres Verwaltungsgebäude der LPG – R. Luxemburg) Produktionsstätte der Firma Berg & Co.1952 (Ansicht nachempfunden) Außer einigen Einzelstücken aus der Bedarfsfertigung* die evt. nach ca. 60 Jahren noch erhalten sein könnten, gibt es eine Besonderheit auf welche uns ein ehemaliger Einwohner von Burgörner aufmerksam machte. Deckenlampen …

Kaufhaus „Bechtel“

Eine weitere Einkaufsquelle für den täglichen Bedarf war das Geschäft von Friedrich Bechtel in Burgörner-Altdorf. Bei „Bechtel’s“ konnte man von der Ansichtspostkarte bis zum Flaschenbier so ziemlich alles kaufen was in den Haushalten gebraucht wurde. Eine Tochter, verheiratet mit einem Herrn Schulz hat dieses Geschäft, nun bei „Schulzen’s“ Jahrelang weitergeführt. Auch als die HO (Handelorganisation in der DDR) das Geschäft übernahm, war die Frau Schulz hier bis zum Ruhestand tätig. Erst durch den Neubau einer sogenannten Kaufhalle für die Konsum-Genossenschaft 1974, wurden die bisherigen angemieteten Verkaufseinrichtungen von HO und Konsum nicht mehr benötigt und geschlossen. Mit freundlicher Genehmigung der Familie „Frau Schulz geb. Bechtel mit ihrem Mann“

Handel & Gewerbe

Wie wir in Erfahrung gebracht haben, gab es auch einige Gaststätten und sogar ein Kaufhaus. Leider gibt es diese Einrichtungen nicht mehr, sicher zum Leid vieler Bürger. Eine schöne Gaststätte wäre sicher eine Bereicherung des Ortes. Über weitere Bilder, wie z.b. des Sportlerheims, freuen wir uns.

Gasthof z. Kronprinzen v. Preussen

Inh. Hermann Barthel Dieser Gasthof, später umbenannt „ZUM KRUG“ hat ebenso wie das „Landhaus“ und der „Deutsche Kaiser“ (siehe da) das gesellschaftliche Leben in Burgörner bestimmt. Ausgestattet mit Saalbetrieb (im Bild rechts) und einer ausgedehnten Gartenanlage mit Kegelbahn bot er insbesondere auch der Vielzahl von Vereinen, die es zur Kaiserzeit in Burgörner gab, eine Heimstatt. Dieser Gasthof war nicht nur eine gastronomische Einrichtung, er war auch die Poststelle von Burgörner. Mit Pferd und Wagen, wie hier auf diesem Bild, brachte der Postillion die Post und nahm die zu beförderten Postsachen, wahrscheinlich auch Paketsendungen wieder mit. Später kam dann ein, links neben der Tür angebrachter, öffentlicher Briefkasten sowie ein Telefonanschluss dazu. Diese Einrichtungen haben sich bis zur Aufgabe des Gasthofes 1959 gehalten. Die Angaben zu den Inhabern, soweit sie zu ermitteln waren:. Den Kirchen-Registern von Burgörner ist zu entnehmen: Wilhelm Friedrich Castedello, geb. 1822; heiratet 1865 die 1834 geb. Tochter des Schänkwirtes, Johann Carl Günther. Inhaber des Gasthofes um 1834 – Johann Carl Günther Wilhelm Friedrich Castedello stirbt 1874 an einem Schlaganfall – er wird in …

Sportlerheim

– Kurt-Wabbel-Stadion – Eine weitere beliebte Gaststätte in Burgörner war das Sportlerheim. Es wurde in den 50er Jahren mit Umkleidekabinen, Toiletten, Aufenthaltsraum für die Sportler und Betreuer und einer Wohnung für den Platzwart gebaut. Später kam dann ein teilbarer Saalanbau mit Gaststätte dazu. Auf Grund der Luftverschmutzung, man sieht im Hintergrund die absterbenden Bäume, wurde der Sportbetrieb nach Hettstedt verlegt. Die Gaststätte konnte sich nach der Wende mit dem bisher ausreichenden Angebot nicht halten. Dazu kam nun auch die volle Nebenkosten Belastung wie Wasser, Strom und Heizung welches bisher vom Konsum-Verband gemeinschaftlich getragen wurde. Krankheit des bisherigen Wirtes, die allgemeine Mutlosigkeit mit der Sorge um den Arbeitsplatz brachte das Ende dieser bisher sehr beliebten Einrichtung. Eine kurze Zeit des Leerstandes führte zum völligen Ruin und so wurde das Gebäude abgerissen. Viele ehemalige Sportler und Besucher werden sich noch an die Familien Trautmann, Bischhof, Müller und Joachim Pulse mit seiner Lebensgefährtin erinnern, welche hier jahrelang gearbeitet haben. Im Jahr 1995 wurde das Sportlerheim abgerissen. Bis ins Jahr 2016 durfte das Gelände durch die Feuerwehr Burgörner-Altdorf genutzt …

Gasthof z. Deutschen Kaiser

(Inh. Oskar Höfer) Leider besitzen wir, außer dem Bild einer großen Hochzeitsgesellschaft, keinerlei weitere Angaben. Wir hoffen jedoch, dass durch die Veröffentlichung sich jemand findet der zu Bild und Gaststätte, wenn auch nur in der Überlieferung, Angaben machen kann. Erhalten gebliebenes Zigarren-Etui. Geschenk an einen Stammkunden. Das Gasthaus befand sich direkt links neben dem „Gasthof zum Landhause“ in Burgörner. Auf dem Bild ist rechts ein Fenster zu sehen, dahinter befand sich ein kleiner Saal bzw. ein größeres Vereinszimmer mit einer sich anschließenden Kegelbahn. Dieses Fenster zu einer Tür ausgebildet, war dann bis ungefähr 1975 der Eingang zu einer „Konsum-Verkaufstelle“ welche die Bevölkerung von Burgörner mit Lebensmittel aller Art einschließlich Fleisch-Waren versorgte. Die bereits erwähnte Kegelbahn diente als Lagermöglichkeit. Das an der linken Bildseite mit dem Giebel zur Straße stehende Gebäude ist das ehemalige Konsum-Lager in welchen die Kegelbahn vom Gasthaus zum Deutschen Kaiser untergebracht war. Das Wohngebäude war und ist in Privatbesitz.

Kaufhaus "Emma Nordt"

Das Kaufhaus „Emma Nordt“ in der Humboldtstraße in Burgörner-Altdorf. Bei Nordt’s konnte man vom Wetzstein bis zur Sauren Gurke so ziemlich alles kaufen. Die Personen auf dem Bild: Emma Nordt mit ihren Kindern: Elli, Walter, Helene und Herta. In der Mitte mit den beiden Dackeln, ihr Mann Albert. Er war Hüttenaufseher auf der Kupferkammer-Rösthütte.

Gasthof zum Landhaus

Von Otto Wagner, später durch die Tochter Änne (verh. m. Karl Müller) weitergeführt bis etwa 1960. Dann wurde der Gasthof übernommen durch die DDR – HO Gesellschaft und völlig niedergeführt und abgerissen. Der Gasthof verfügte weiterhin über ein Ladengeschäft für Waren des täglichen Bedarfs einschließlich Zigarren und Brathering. Der Laden ist von Frau Müller bis zur erzwungenen Aufgabe auch noch mit Obst und Gemüse im Angebot weiter geführt worden. Der Gasthof bot einschließlich Gast- u. Vereinszimmer auch einen Saal mit Bühne wo Theaterstücke u. Veranstaltungen aller Art auf- und ausgeführt wurden. Weiterhin enthielt dieser Saal Vorrichtungen zum Aufstellen von Turngeräten und seitlich eine Kegelbahn. Die Familie Wagner betreute gastronomisch mit einem Zelt, einschließlich dazugehöriger Küche und kompletter Bestuhlung Schützen- und, Sängerfeste, beteiligte und behauptet sich mit diesem Festzelt mehrere Jahre auf der Eisleber Wiese. Während des II. Weltkrieges musste dann alles an die Wehrmacht abgeliefert werden. Das Ende einer Ära. Beachtenswert auch das moderne Motorrad am linken Bildrand welches eine Zeiteinordnung der Bilddarstellung „Ende der 20ziger Jahre“ zulässt. Auf dem Bild die Familie Otto Wagner. Auf …