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Hölz-Putsch im Mansfelder Land

Durchwachte Nacht. Erinnerung an den Hölz-Putsch im Mansfelder Land. Von Wilhelm Braune (Rektor der Schule in Burgörner) Gründonnerstag 1921. Prächtigste Frühlingssonne lacht über dem Mansfelder Lande. Durch die weit geöffneten Fenster riecht man förmlich den neuen Lenz. Es ist die Zeit, in der man sich wieder wie von neuem geboren fühlt. Da hält es uns nicht in der engen Stube. Es drängt uns hinaus. Man geht in den Stall, greift zu den Werkzeugen mit denen man den Garten bestellt und macht sich im Hausgarten zu schaffen. Überall sieht man die Bergleute, soweit sie nicht Schicht haben oder die Angehörigen in ihren oft mit viel Liebe und großem Fleiß gepflegten Gärten beschäftigt. Auch nach ihren Feldern gehen sie hinaus. Aber es liegt was in der Luft. Seit einigen Tagen hört man von einem Putsch. Der Name Hölz geht von Mund zu Ohr, man raunt sich leise zu, dass irgendwo sich Scharen von Aufrührern zusammengefunden hätten. Inzwischen ist in die kleine Bergstadt des Mansfelder Landes eine Abteilung Sicherheitspolizei eingerückt. Man hat ihr eine Schule zur Unterkunft frei gemacht. …