Bemerkenswerte Ereignisse, Ereignisse aus vergangener Zeit

Ereignisse aus vergangener Zeit

>1630, 06. 03. Ist in Burgörner, Nikolaus Burggraff, Kantor und Schulmeister

,,Der Kantor und Schulmeister schreibt an das Konsistorium nach Eisleben, er bittet um Hilfe, da 156 Ellen Leinnengarn, die er wegen drohenden Kriegseinmarsches (30 Jähriger Krieg) in der Kirche (auf dem Kirchberg) verborgen hatte, durch ein Weib, ihren Tochtermann und Soldaten, gestohlen wurden. Das Weib ist in Gerbstedt verhaftet worden; der Schwiegersohn und die Soldaten haben den Kantor Burggraff und seine Frau so bedrängt, daß die letztere, Mutter von 3 Kindern, sich vor Angst erhängt hat.

(siehe auch Zeitzeuge: Taufstein in der Nikolai-Kirche)

>1803, Burgörner Schule

Genannt wird ein Lehrer Johann Carl Samuel Moritz

>1852, 09.01 – Taufe von Marie Caroline Agnes Kirchberg

es werden genannt als Taufzeugen: Caroline von Bülow (Tegel), Adelheid von Bülow ”, Ernst von Bülow ”, Marie von Flakenhausen Dessau, Adelheid von Loen Dessau, Agnes von Loen Dessau

>1864, 11.30. – Selbstmord, am 30 November wurde im Mühlbach ertränkt aufgefunden –

,,Ida Thiele” 30 Jahre alt sowie das ungetaufte Töchterchen der Ida Thiele 5 Tage alt mit der Mutter im Mühlbach ertränkt aufgefunden.

>1872, 06.08. – gestorben laut Kirchenbuch Burgörner

,,Franz Richards ” Maschinenbau-Inspektor (in Ruhe seit 01.07.1868) geboren am 24.09.1800 Preußische Hoheit, gest. am 08.06.1872

>1871 – Kriegsauswirkungen

Es starben in Burgörner an Pocken 5 Personen an der Ruhr 5 Personen.

>1873, 07.14. – Unfall – Durch einen Sturz auf der Kupferkammerhütte verstarb:

,,Christian Wackermann” aus Großörner geb. am 05. September 1840 gest. am 14 Juli 1873, 1/2 10 nach gerichtlicher Obduktion begraben auf dem Friedhof in Burgörner.

>1873, 01.20. – Unfall – erstickt im Schacht

,,Gottfried Bertram” Mit 19 Jahren, 9 Monaten und 24 Tagen, geb. am 27.März 1853, gest. am 20. Januar 1873

>1874, 11. 05. – Selbstmord, in der Nacht vom 4. zum 5. November erhängt

,,Friedrich Hoffmann” geb. 1847, gest. 5. November 1874

>1874, 12. 28. – Selbstmord, Mittags 1/2 12 erhängt

,,Schmiedemeister Teutloff „ geb. 1825”, gest. 28.Dezember 1874

>1875, 01. 08. – Selbstmord , Vormittags 11 Uhr erhängt

,,Hüttenschmied Friedrich Brömmel ” geb. 21.02.1845, gest. 08.01.1875

>1883, 01. 28. – Unfall, am 28. Januar auf dem Schacht verunglückt

,,Christian Ernst Helbig”

Bemerkung: Am 29. Januar vom Königl. Bergrat ,,Kästner” dem Standesbeamten ,,Brasert” in Polleben angezeigt, wonach einem dritten keine Schuld an dem Unglück trifft.

>1886, 05. 12. – Unfall, in der Wipper ertrunken

,,Friedrich Karl Rauchfuß ” 2 Jahre 2 Monate 16 Tage, geb. 26.02.1884, gest. 12.05.1886

>1889 – Verbrechen, Kind geb. am 07.Juli 1889

auf dem Felde liegend aufgefunden von einer Frau Sikora aufgenommen. Die ledige Mutter,,Anna Probst” aus Klostermansfeld ist verschwunden. Das Kind geb. 07.06.1889, ist gest. 07.08.1889

>1889, 09. 22. – Unfall, Im Schacht verunglückt

,,Wilhelm Christian Blankenhagen” hinterläßt Witwe und fünf Kinder.

>1891, 10.03. Selbstmord, hat sich in der Wipper ertränkt

,,Alwine Wagner” geb., gest. 03.10.1891

>1891, – Kirchenbuch IV – Eintrag 6. Totgeborener Sohn der unehelichen

,,Luise Stäuber”, Bemerkung des Pfarrers: ,, das dritte uneheliche Kind dieses Frauenzimmers ” !

>1891, 12.13. – Kirchenbuch IV -Eintrag 66 ein Kind der

,, Minna Wächter” geb. 1887, von 4 Jahren verstorben gest. 13.12.1891 – Begräbnis am 16.12, Bemerkung des Pfarrers:,, Einer der Träger war so angetrunken, daß er am Grabe auf dem ausgeworfenen Erdreich niedertaumelte ”

>1900, 12.06 – Selbstmord – Kirchenbuch Burgörner Eintragung: Am 6. Dezember hat sich ,,August Carl Ohme” (Füselier des 36. Inf. Reg. zu Merseburg) im Alter von 22 Jahren, 7 Monaten und 14 Tagen in der Wohnung seiner Eltern erschossen aus Furcht vor Strafe! geb. am 22.April 1878, gest. am 06.Dezember 1900

>1906, 08.01 – Unglück, Kirchenbuch Burgörner Eintragung: Am 1. August ist ,,Rudolf Hause” Pantoffelmacher im Alter von 16 Jahren, 8 Monaten und 21 Tagen beim Baden in der Wipper ertrunken. geb. am 11. November 1889, gest. am 01. August 1906

>1907, – Kirchenbuch Burgörner Eintragungen: September 1907 bis März 1908

In der Zeit vom 8. September 190ß77 bis 8. März 1908 sind in Burgörner 53 Kinder an Scharlach und Diphtherie gestorben

>1915 – Mord, Kirchenbuch Eintragung: Nr. 18 – Der Bergmann

,,Fritz Büttner” 17 Jahre alt, starb an den Folgen eines auf ihn abgegebenen Schusses.

>1915, – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat” – Burgörner

Das Konsistorium will innerhalb 8 Wochen geregelt wissen: ,, Die Eintragung des Pfarr- grundstückes im Grundbuch ”, Es soll erreicht werden, die politische Gemeinde zu ersuchen, den der Kirchengemeinde überlassenen Bauplatz für das Pfarrhaus, ,,Geschenkterweise” der Kirchengemeinde abzutreten.

>1916, – Selbstmord, Kirchenbuch Eintragung Nr.11 – Der Zimmerlehrling ,,Paul Richard Böttcher” Wipperstraße, erhängte sich mit 16 Jahren wegen schlechter Behandlung in der Lehre.

>1917, 12.28.- Unfallfolgen, Kirchenbuch Burgörner Eintragung Nr.39, Am 28 Dezember starb in Halle in der Klinik ,,Bermannstrost” der Bergmann ,,Otto Kühne” an Rückenmarkvereiterung (Folgen eines Unfalles im Schacht)

>1918, 12.19. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat” – Burgörner

Der Gemeindekirchenrat erwägt das Gemeindehaus wegen drückender Zinsen an die Mansfeld AG zu verkaufen.

>1919,12.18. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat” – Burgörner

Die Mansfeld AG lehnt ab – wegen inzwischen eingetretener Unsicherheit – keine Ankäufe !

>1920, 04. 01. – Selbstmord, Kirchenbuch Eintragung Nr.11

Am 1. April 1920 stürzte sich der Bergmann ,,Friedrich Ahlburg” 44 Jahre alt von der großen Eisenbahnbrücke, die über den Schmalzgrund führt. (In Folge eines Nervenleidens)

>1920, 08.31. – Unfallfolgen, Kirchenbuch Burgörner Eintragung Nr.20. Am 31 August 1920 starb im Alter von 61 Jahren der Bergmann (beiderseitiger Oberschenkelbruch) ,,Michael Schmeiß” An den Folgen eines Unfalles auf dem Vitzthumschacht.

>1920, 04 16. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

Der Minister für Wissenschaft hat am 26.09.1929 ausgeführt, daß den Kirch- Schullehrern die Verpflichtung bei Begräbnissen zu singen – zu besonderer Beschwerde gereiche. Da dieses Grabsingen unter Umständen nicht nur den regelmäßigen Unterricht störe, sondern bei weiten Wegen und schlechten Wetters auch die Gesundheit der Lehrer und Schulkinder gefährde, sei einen Beseitigung oder Einschränkung dieser Einrichtung auf ein Schulinteresse erwünscht. ,,Wird in Burgörner Alt- u. Neudorf bis auf weiteres nicht geändert ”

>1922, 11.03. – Mord, Kirchenbuch Eintragung: Nr. 24 Am 3. November 1922 starb

,,August Niese” Schmied im Alter von 36 Jahren. Er wurde von einem unbekannten Mann, in der Nacht 3 Uhr auf dem Fabrikhof (Guanofabrik ?) erschossen. (sein Schwager ,,W. Schwabe) verwundet.

>1922, 08.11. – Unfall, Kirchenbuch Eintragung: Nr. 27 Am 11.August starb ,,August Gottlieb Ahlig” Bergmann, (vor 4 Tagen) auf dem Schacht verunglückt durch niedergehendes Gestein.

>1924, 12.03. – Unfall, Kirchenbuch Eintragung: Nr. 24 Am 3. Dezember verstarb ,,August Wilhelm Phillipp 32 Jahre alt. Er verunglückte am 1. Dezember beim Ableuchten schlechter Wetter.

> 1928, 12.13. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,,Wilhelm Hartmann wird Pfarrer in Burgörner”

>1936, 05.20. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,,Laut Angebot der politischen Gemeinde wird die alte Zionskirche nach Einweihung der neuen Luther Kirche gegen Tragung der Abbruchkosten und einen Zuschlag von 1500 Mark zum Abbruch verkauft. (Außer kirchlichen Gerät aber mit Bänken, Harmonium, Zaunresten und Öfen) ”

>1938, 02. 02.- Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,, Die Glocke der Zionskirche wird der K.- Gemeinde Molmeck verkauft zum Altmetallpreis”

>1938,11.21. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,,Die Balustrade am Altar soll probeweise entfernt werden.”

>1940, 02.18. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,,Die Orgel in Burgörner erhält ein elektrisches Gebläse”

>1940,04.15. – Beschluß ,,Gemeinde Kirchenrat”

,,Die Angelegenheit des Mühlgraben-Grundstück-Teiles am Pfarrhaus, wird vertagt.”

Notiz: März 2003

Beim Bau des Parkplatzes am oberen Teil des Friedhofes an der Burg-/Kirchenruine wurden bei den Gründungsarbeiten Dachziegelreste, Mörtel und sonstiger Bauschutt abgetragen.

Frau Martha Gölzer geb. Stein, hat von Ihren Großvater (Stein) die Überlieferung übernommen, dass während der Bauzeit der Kirche in Burgörner, um 1804, von der alten Kirche auf dem Kirchberg mittels einer sogenannten Schurre, etwa in der Schlucht zwischen Kirche und dem ehemaligen Grundstück Meise (heute Waldherr), abgebrochenes Gestein von oben herunter transportiert wurde. Somit ist zu vermuten, dass die Kirchenruine zu der Zeit noch größer gewesen ist und als Abbruchmaterial zum Neubau der Kirche verwendet wurde. Während dieser Zeit soll Kirche bzw. Gottesdienst in einem Gebäude der Gipshütte etwa auf dem Gelände des ehemaligen Schützenplatzes stattgefunden haben.

Der Platz der Gipshütte ist erst durch den Neubau der Straße etwa um 1905/06 zerteilt worden.