Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burgörner-Altdorf

Der Hof Burgörner – Teil II

Teil II – Die Besitzer 1717 kauft Burgörner mit Siersleben (1) Freiherr von Postelwitz, Friedrich Wilhelm von Posadowsky  (2) geb. in Brieg 12.4.1672 – gest. in Quedlinburg 11.7. 1730 preuß.(Geh.) Regierungsrat und später Obersteuerdirektor im Herzogtum Magdeburg, (3) Stiftshauptmann von Quedlinburg Ritter des Ordens de la gẻnẻrositẻ (4), Schriftsteller, er heiratete am 19.11.1698 Helene Ludomilla von Saurma geb. 26.5.1684 – gest. etwa nach 1739 Die Posadowskys waren die Urgroßeltern von Caroline v. Dacheröden. Von ihnen stammte das Wappen am Turm des Amtshauses welches beim Abriß mutwillig zerstört wurde. (Pfarrer Hartmann hatte darum gebeten das Wappen zu erhalten). Das große Haus (das sogenannte Humboldtschloß) ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch um diese Zeit von ihnen erbaut wurden. Ein Handwerkerzeichen unter der Treppe(siehe Anlage) mit der Jahreszahl 1721  läßt diese Vermutung zu (siehe dazu) – Brief der Karoline von Humboldt an Alexander von Rennenkampf, Tegel 28.09.1820 – Verlag E.S. Mittler & Sohn 12. Aufl. Berlin 1907 ……. ,,Das Wohnhaus, dass nach unserer ländlichen Sitte schön und geräumig ist und das mein Eltern Vater erbaut hat, als er vor 100 …

Chronik d. Dorfes Burgörner – Teil I

Der Hof – Burgörner In 3 Teilen Geschichte Frühere Besitzer & Caroline und Wilhelm von Humboldt Die zusammengestellten Artikel, Veröffentlichungen, Schriften einschließlich der weiterführenden Anmerkungen und Erläuterungen sind in der jeweiligen Fassung, Rechtschreibung und Grammatik übernommen. Die Originaltexte wurden lediglich aus Raumgründen auf das Wesentliche gekürzt. In nachstehenden Anmerkungen wird auf die verwendete Literatur hingewiesen, so dass Interessierten die Möglichkeit zum Vergleich, zur Berichtigung oder auch Erweiterung gegeben ist. Ein Anspruch auf Vollständigkeit des behandelten Themas besteht nicht. Erweiterungen, Ergänzungen neue Erkenntnisse der Forschung sollen anregen, diese vorliegende Arbeit auch in Zukunft zu bereichern. EHRENAMTLICHER BEAUFTRAGTER FÜR ARCHÄOLOGISCHE + DENKMALSPFLEGE DES LANDESAMTES FÜR ARCHÄOLOGIE SACHSEN-ANHALT FÜR DAS GEBIET HETTSTEDT / BURGÖRNER SOWIE EHRENAMTLICHER ORTSCHRONIST FÜR HETTSTEDT / BURGÖRNERE. Graf 2004 Der Hof – Burgörner Teil I – Geschichte Die älteste Erwähnung eines Ortes ,,Oerner” enthält der Text einer Urkunde aus dem Jahre 973. Ob es sich dabei nun um Groß- oder schon um unser Burg-Örner handelt, ist bisher noch nicht ausreichend geklärt. Die ältesten Ortsbezeichnungen ,,Burg-Örner” findet man in der Chronik von S. Spangenberg unter …

Der Hollerberg in Burgörner

„Einen Berg den ich immer kahl gekannt habe“. So schreibt Karoline von Humboldt in einem Brief, vom 28. September 1820, an den mit der Familie befreundeten Alexander von Rennenkampff 1). …. nachdem ich fünf ruhige Wochen in Burgörner, umgeben von vielen älteren Verwandten und Nachbarn, in süßen Erinnerungen meiner Kinder- und Jugendjahre dort verlebt habe. Das Wohnhaus, dass nach unserer ländlichen Sitte schön und geräumig ist und das mein Elternvater erbaut hat, als er vor 100 Jahren aus Italien kam, ist während unserer letzten Abwesenheit im Jahre 1818 repariert und die obere Etage ausgebaut, gedielt und in wohnlichen Zustand gesetzt worden. Meine Anpflanzungen fand ich gewachsen und einen Berg, der wenige Schritte vom Gut liegt und den ich immer kahl gekannt habe, grün und im Zuge anzuwachsen. Dieser Berg, auch im Herbst sehr schön anzuschauen. Im Briefwechsel, während der Brautzeit in Briefen oft genannt, hatte auch der Berg bei Wilhelm von Humboldt einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich in zahlreichen Versen wieder findet. So schreibt Humboldt an Karoline, Burgörner 3. August 1817, 2) „Ich war …

Bäckereien in Burgörner-Altdorf

Von unserem Leser Hr. Löblich wurde uns dieses Bild zugesandt. Sein Urgroßonkel Bäckermeister Willi Probst hatte in Burgörner-Altdorf im Haus seiner Schwiegereltern eine Bäckerei eingerichtet. Leider ergab unsere Recherche nur, dass Willi Probst Anfang der 50-ziger Jahre eines viel zu frühen Todes gestorben ist. Nachkommen sind aus Burgörner verzogen und konnten von uns nicht befragt werden. Wir haben diese Zusendung zum Anlass genommen, an weitere einst in Burgörner ansässige Bäckereien zu erinnern. Im Einwohnerverzeichnis von Burgörner 1927 wird ein Bäckermeister Voigt, Schloss-Str. 3 genannt. Dieses Haus-Grundstück, ein im damaligen Stil errichtetes Bergmannshaus (siehe dazu unsere Ausführungen in „Gustav Ballin“) wurde 1936 im Auftrag von Bäckermeister August Steinbrück umgebaut und aufgestockt. (Zimmer- und Bautischlerarbeiten Karl Graf) Als nachfolgende Betreiber dieser Bäckerei sind uns bekannt: Bäckermeister Jabin mit Familie, Bäckermeister Bügener mit Familie Bäckermeister Müller mit Familie In den Ladenbereich wechselte dann ein Gemüsegeschäft. Die Wirtschaftsräume wurden von einem Stützpunkt für Schädlingsbekämpfung „Rattengift ect.“ belegt. Haus und Grundstück unterstand letztendlich der sogenannten Grundstück-Verwaltung, die es dann nach dem Brand durch Abriss beseitigte. Überlieferungen zur Folge soll einst an dieser Stelle …

Sturm über Burgörner-Altdorf (1994)

Viele Einwohner werden sich sicherlich noch daran erinnern. Ein Sturm, man kann auch sagen eine Windhose, bildete sich 1994 am Himmel und verwüstete u.a. den Friedhof. Zum Glück wurde niemand verletzt (soweit bekannt). Bilder vom Friedhof Burgörner-Altdorf:

Alexander von Humboldt in Burgörner und Hettstedt

Alexander von Humboldt und Burgörner? Im Dezembertag des Jahres 1790 erhielt der Geologe und Inspektor der Freiberger Bergakademie, Abraham Gottlob Werner, die Studienbewerbung des zwanzigjährigen Alexander von Humboldt. Am 14. Juni 1791 wird er als Student der Bergakademie immatrikuliert, unter Werners Schülern wohl der berühmteste. Der Professor der Markscheidekunst, Johann Friedrich Freiesleben nimmt ihn in sein Haus Weingasse 2, und in seine Familie auf. Sein Sohn, Johann Carl Freiesleben, wird Humboldts Studienkamerad und Freund. Wie angestrengt er arbeitet, geht aus einem Brief hervor: „Ich bringe fast alle Morgen von 7-12 in den Gruben zu (wobei Auf-die-Grube-Gehn oft ein bis zwei Stunden dauert), den Nachmittag habe ich Unterricht und den Abend jage ich Moose, (naturwissenschaftliche Studien) Dennoch bin ich im ganzen sehr froh. Ich treibe ein Metier, das man — um es zu lieben — nur leidenschaftlich treiben kann; ich habe an Kenntnissen unendlich gewonnen; und ich arbeitete nie mit der Leichtigkeit als jetzt.“ Am 26. Februar 1792 verlässt Humboldt Freiberg und geht im März einer glänzenden Karriere entgegen, die als Bergassessor in Preußen beginnt. Im …

Völkerschlacht bei Leipzig

Anlässlich der Völkerschlacht bei Leipzig vor 200 Jahren, ist es angebracht auch den Einwohnern aus Burgörner zu gedenken, die an diesem Geschehen unmittelbar beteiligt waren. An die kriegerischen Ereignisse von 1806 bis 1816 erinnerten in der St. Nikolai Kirche zwei Kästchen mit erhalten gebliebenen Erinnerungsstücken, Orden und Ehrenzeichen von Kriegsteilnehmern an den sog. Befreiungskriegen.  Orden und Ehrenzeichen der Kriegsteilnehmer. (Foto Paul Pfeffer) Im Archiv der Kirchengemeinde von Burgörner wurden dazu von Pfarrer Lic. Hartmann (1929-1973) zwei Schriftstücke gefunden. An das Kirchen, Amt in Burg -Ömer Abgabe d. Denkmünze Seine Königliche Hoheit der Prinz Regent haben die von Eurer Hochwohlgeborenen an Allerhöchst denselben eingereichten Ordens Insignien, mit welchen der verstorbene General der Kavallerie a.d. von Hede­mann dekoriert gewesen ist, an uns abgeben zu lassen geruht. In Folge dessen remittieren wir Ihnen die dabei uns zugegangene Kriegsdenkmünze des g. von Hedemann anliegend mit dem ergebensten Ersuchen dieselbe in Gemäßheit seiner Allerhöchsten Bestimmung an diejenige Kirche zur Aufbewahrung gelangen zu lassen, zu deren Parochie der Verstorbene zuletzt gehört hat. Berlin, den 15 ten Februar 1860 Königliche General Ordens …

1. Mai in Burgörner-Altdorf

Mitte der fünfziger Jahre wurde auf dem Gelände des ehemaligen Obst-Gartens des Gutes Burgörner ein Eis – und Rollschuh-Sport-Stadion erbaut. Heute wird die Fläche vom Mansfeld Museum genutzt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die einstige Zeit als hier noch Eislauf- und Rollschuhsport betrieben wurde, oder aber an die vielen Veranstaltungen.

Handel & Wandel in Burgörner

An Handel und Gewerbebetrieben gab es 1949/50, laut Seiten-Ausschnitten aus der Zeitung: Im Inhalt auch Neujahrs Wünsche von einer Firma, die nicht zu den Gewerbebetrieben in Burgörner gehörte, die aber für den Druck dieser Ausgabe verantwortlich war: Dieser Neujahrsgruß vom Bürgermeister der Gemeinde Burgörner Hermann Beyling, höchstpersönlich in jedes Haus überbracht, war der Letzte. Im Jahr 1950 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Burgörner-Altdorf/Neudorf und Molmeck nach Hettstedt eingemeindet.

Die "Humboldt-Schützen"

Zur Erinnerung an die „Humboldt-Schützen“ in Burgörner-Altdorf Der „Schützenverein „Burgörner-Altdorf“ wurde am 21. August 1926 gegen 20:00 Uhr im Gasthaus „Zum Landhaus“ (Inh. Gastwirt Wagner) gegründet. Das erste Schützenfest fand Pfingsten 1927 statt. Der Schützenkönig war Paul Teichmann. Im Jahre 1930 wurde der Verein auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Gustav Bergholz, nach einer Anfrage bei den Nachfolgern der Familie Humboldt in Berlin Tegel, umbenannt in: “Humboldtschützen – Burgörner“ Im gleichen Jahr erfolgte eine Erweiterung des Schießgrabens und für das Festzelt wurde ein fester Küchenanbau errichtet. Das Gelände gehörte der „Mansfeld AG“ und wurde für 10,00 Mark jährlich gepachtet. Kaufversuche sind gescheitert. Das Bild von der Eröffnungsfeier der Schießanlage im Humboldthain wurde aus dem Schutt beim Abriss des Gasthauses “Zum Landhaus“ vom Chronisten sichergestellt. (Kopie) Der Text auf vorstehendem Dokument lautet: „Das Werk lobt den Meister“ kann man mit Recht von der Schützenstätte zu Burgörner-Altdorf sagen, denn was der junge Verein mit seinen rund 50 Mitgliedern in der kurzen Zeit seit vorigen Herbst geschaffen hat, ist geradezu erstaunlich. Wo noch vor einem Jahr die Reste eines …