Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burgörner-Altdorf

Bäckereien in Burgörner-Altdorf

Von unserem Leser Hr. Löblich wurde uns dieses Bild zugesandt. Sein Urgroßonkel Bäckermeister Willi Probst hatte in Burgörner-Altdorf im Haus seiner Schwiegereltern eine Bäckerei eingerichtet. Leider ergab unsere Recherche nur, dass Willi Probst Anfang der 50-ziger Jahre eines viel zu frühen Todes gestorben ist. Nachkommen sind aus Burgörner verzogen und konnten von uns nicht befragt werden. Wir haben diese Zusendung zum Anlass genommen, an weitere einst in Burgörner ansässige Bäckereien zu erinnern. Im Einwohnerverzeichnis von Burgörner 1927 wird ein Bäckermeister Voigt, Schloss-Str. 3 genannt. Dieses Haus-Grundstück, ein im damaligen Stil errichtetes Bergmannshaus (siehe dazu unsere Ausführungen in „Gustav Ballin“) wurde 1936 im Auftrag von Bäckermeister August Steinbrück umgebaut und aufgestockt. (Zimmer- und Bautischlerarbeiten Karl Graf) Als nachfolgende Betreiber dieser Bäckerei sind uns bekannt: Bäckermeister Jabin mit Familie, Bäckermeister Bügener mit Familie Bäckermeister Müller mit Familie In den Ladenbereich wechselte dann ein Gemüsegeschäft. Die Wirtschaftsräume wurden von einem Stützpunkt für Schädlingsbekämpfung „Rattengift ect.“ belegt. Haus und Grundstück unterstand letztendlich der sogenannten Grundstück-Verwaltung, die es dann nach dem Brand durch Abriss beseitigte. Überlieferungen zur Folge soll einst an dieser Stelle …

Sturm über Burgörner-Altdorf (1994)

Viele Einwohner werden sich sicherlich noch daran erinnern. Ein Sturm, man kann auch sagen eine Windhose, bildete sich 1994 am Himmel und verwüstete u.a. den Friedhof. Zum Glück wurde niemand verletzt (soweit bekannt). Bilder vom Friedhof Burgörner-Altdorf:

14.09.-245. Geburtstag v. Alexander v. Humboldt

Alexander von Humboldt und Burgörner? Alexander von Humboldt (*14. September 1769 in Berlin, † 6. Mai 1859) nach einem Gemälde, angefertigt um 1800. So müsste er ausgesehen haben zur Hochzeit seines Bruders Wilhelm in Erfurt und als er das junge Paar in Burgörner besuchte. Im Dezembertag des Jahres 1790 erhielt der Geologe und Inspektor der Freiberger Bergakademie, Abraham Gottlob Werner, die Studienbewerbung des zwanzigjährigen Alexander von Humboldt. Am 14. Juni 1791 wird er als Student der Bergakademie immatrikuliert und unter Werners Schülern, wohl der Berühmteste. Der Professor der Markscheidekunst, Johann Friedrich Freiesleben, nimmt ihn in sein Haus (Weingasse 2) und in seine Familie auf. Sein Sohn, Johann Carl Freiesleben, wird Humboldts Studienkamerad und Freund. Wie angestrengt er arbeitet geht aus einem Brief hervor: > Ich bringe fast alle Morgen von 7-12 in den Gruben zu (wobei Auf-die-Grube-Gehn oft ein bis zwei Stunden dauert), den Nachmittag habe ich Unterricht und den Abend jage ich Moose. (naturwissenschaftliche Studien) Dennoch bin ich im ganzen sehr froh. Ich treibe ein Metier, das man — um es zu lieben — …

Völkerschlacht bei Leipzig

Anlässlich der Völkerschlacht bei Leipzig vor 200 Jahren, ist es angebracht auch den Einwohnern aus Burgörner zu gedenken, die an diesem Geschehen unmittelbar beteiligt waren. An die kriegerischen Ereignisse von 1806 bis 1816 erinnerten in der St. Nikolai Kirche zwei Kästchen mit erhalten gebliebenen Erinnerungsstücken, Orden und Ehrenzeichen von Kriegsteilnehmern an den sog. Befreiungskriegen.  Orden und Ehrenzeichen der Kriegsteilnehmer. (Foto Paul Pfeffer) Im Archiv der Kirchengemeinde von Burgörner wurden dazu von Pfarrer Lic. Hartmann (1929-1973) zwei Schriftstücke gefunden. An das Kirchen, Amt in Burg -Ömer Abgabe d. Denkmünze Seine Königliche Hoheit der Prinz Regent haben die von Eurer Hochwohlgeborenen an Allerhöchst denselben eingereichten Ordens Insignien, mit welchen der verstorbene General der Kavallerie a.d. von Hede­mann dekoriert gewesen ist, an uns abgeben zu lassen geruht. In Folge dessen remittieren wir Ihnen die dabei uns zugegangene Kriegsdenkmünze des g. von Hedemann anliegend mit dem ergebensten Ersuchen dieselbe in Gemäßheit seiner Allerhöchsten Bestimmung an diejenige Kirche zur Aufbewahrung gelangen zu lassen, zu deren Parochie der Verstorbene zuletzt gehört hat. Berlin, den 15 ten Februar 1860 Königliche General Ordens …

1. Mai in Burgörner-Altdorf

Mitte der fünfziger Jahre wurde auf dem Gelände des ehemaligen Obst-Gartens des Gutes Burgörner ein Eis – und Rollschuh-Sport-Stadion erbaut. Heute wird die Fläche vom Mansfeld Museum genutzt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die einstige Zeit als hier noch Eislauf- und Rollschuhsport betrieben wurde, oder aber an die vielen Veranstaltungen.

Handel & Wandel in Burgörner

An Handel und Gewerbebetrieben gab es 1949/50, laut Seiten-Ausschnitten aus der Zeitung: Im Inhalt auch Neujahrs Wünsche von einer Firma, die nicht zu den Gewerbebetrieben in Burgörner gehörte, die aber für den Druck dieser Ausgabe verantwortlich war: Dieser Neujahrsgruß vom Bürgermeister der Gemeinde Burgörner Hermann Beyling, höchstpersönlich in jedes Haus überbracht, war der Letzte. Im Jahr 1950 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Burgörner-Altdorf/Neudorf und Molmeck nach Hettstedt eingemeindet.

Die "Humboldt-Schützen"

Zur Erinnerung an die „Humboldt-Schützen“ in Burgörner-Altdorf Der „Schützenverein „Burgörner-Altdorf“ wurde am 21. August 1926 gegen 20:00 Uhr im Gasthaus „Zum Landhaus“ (Inh. Gastwirt Wagner) gegründet. Das erste Schützenfest fand Pfingsten 1927 statt. Der Schützenkönig war Paul Teichmann. Im Jahre 1930 wurde der Verein auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Gustav Bergholz, nach einer Anfrage bei den Nachfolgern der Familie Humboldt in Berlin Tegel, umbenannt in: “Humboldtschützen – Burgörner“ Im gleichen Jahr erfolgte eine Erweiterung des Schießgrabens und für das Festzelt wurde ein fester Küchenanbau errichtet. Das Gelände gehörte der „Mansfeld AG“ und wurde für 10,00 Mark jährlich gepachtet. Kaufversuche sind gescheitert. Das Bild von der Eröffnungsfeier der Schießanlage im Humboldthain wurde aus dem Schutt beim Abriss des Gasthauses “Zum Landhaus“ vom Chronisten sichergestellt. (Kopie) Der Text auf vorstehendem Dokument lautet: „Das Werk lobt den Meister“ kann man mit Recht von der Schützenstätte zu Burgörner-Altdorf sagen, denn was der junge Verein mit seinen rund 50 Mitgliedern in der kurzen Zeit seit vorigen Herbst geschaffen hat, ist geradezu erstaunlich. Wo noch vor einem Jahr die Reste eines …

Pfingsten in die Kirche von Burgörner

Aus dem Werk „Wilhelm und Caroline von Humboldt in Ihren Briefen“ (1815 – 1817) Die alte Kirchenansicht vor 1900 Caroline an Wilhelm von Humboldt aus Burgörner, 3. Juli 1816 (am zweiten Pfingsttag) … Gestern war es ein hübscher Tag wir waren in der Kirche in corpore und hatten nachher noch eine Stundenlange Konferenz mit Saalfeld, dem Amtmann Bothe und Dunkern, … denn Dunker kam am Freitag an, und es sind viele Dinge verhandelt worden………….. Der ehemalige Gutshof aus der Luft um 1910 Eine enge Verbindung der Familienmitglieder zur Kirche in Burgörner lässt sich auch aus den Eintragungen im Taufregister ableiten. So werden als Taufzeugen zur Taufe am 18.6.1826 von Karl Friedrich Wilhelm Giebelhausen genannt: „die Frau Staatsminister von Humboldt sowie die Frau Generalin von Hedemann“, welche die traditionelle Verbindung zur Kirche aufrecht hielt und vertiefte. Auch nachfolgende Familienmitglieder wie Caroline, Adelheid und Ernst von Bülow sowie Adelheid und Agnes von Loen, zur Taufe am 1.9.1852, von Marie, Caroline, Agnes Kirchberg, sind als Taufzeugen eingetragen. Selbst seine Majestät Friedrich Wilhelm IV – König von Preußen wird …

Kupferkammer-Hütte

Von der Berg-Hütte zur Kupfer-Kammer-Röst- u. Bleihütte Am 10. April 1723 wurde die Gewerkschaft zur Kupferkammer durch den Leipziger Kaufmann, Johann Schwabe, gegründet. Wie alle Hütten die nach dem 30-jährigen Krieg und der Freierklärung des Mansfelder Bergbaues im Jahre 1671 neu erbaut wurden, so lag auch die Kupferkammerhütte auf einer mittelalterlichen Hüttenstätte (erstmalig als Berghütte 1439 erwähnt) deren exponierte Lage an der Wipper, womit die Wasserräder und Blasebälge zur Erzeugung des Gebläsewindes angetrieben wurden, bedingt war. Die Vorläuferin der Kupferkammerhütte ist die Berghütte gewesen, die urkundlich schon zum ersten Male 1439 erwähnt ist. 1) Übersetzung – siehe Anhang In den Urkunden der Jahre 1480 bis 1540 wird die Berghütte mehrmals erwähnt. Doch scheint sie bereits vor dem Jahre 1568, wie alle anderen Hettstedter Hütten, ihren Betrieb eingestellt zu haben. 2) 1566, 2. May – ist eine unzüchtige Dirne, so keiner Vermahnung zur Buße noch einiger Warnungen geachtet, zu Burgörner für der Hütten auf eine glühende Schlacken gefallen und sich greulich verbrannt. Es hatte sie etliche wenig Wochen hievor ein böser Hund übel in die hand …

Kronleuchter auf dem Brocken

Gefertigt von der „Fa. Berg & Co.“ aus Burgörner! „Fa. Berg & Co.“ war ein Betrieb in Burgörner, der nach dem Krieg versucht hat Arbeitsplätze zu schaffen. Mit viel Mut versuchten Sie wieder Interesse zu wecken für die schönen Dinge im Leben, trotz der damaligen Wirtschaftslage. Ehemalige Fertigungsstätte – ganz rechts im Bild der Saalanbau Im ehemaligen Saal der Gaststätte „Zum Krug“ fertigte die Firma in Kunstschmiedearbeit Lampen, Leuchter und Wandschmuck. Die Ausführungen in Verbindung mit Holz und dazu passenden Lampenschirmen in Eigenanfertigungen aus sogenannten “Igelit“ waren sehr beliebt. Zunehmende Aufträge auch für öffentliche Einrichtungen, deren Beleuchtungseinrichtungen dem Krieg durch Zerstörung oder als Buntmetall zum Opfer gefallen waren, veranlasste die Firma ihre Produktion in ein größeres Gebäude zu verlegen. Dazu bot sich eine leerstehende Lagerhalle der Ziegelei Remus an. (späteres Verwaltungsgebäude der LPG – R. Luxemburg) Produktionsstätte der Firma Berg & Co.1952 (Ansicht nachempfunden) Außer einigen Einzelstücken aus der Bedarfsfertigung* die evt. nach ca. 60 Jahren noch erhalten sein könnten, gibt es eine Besonderheit auf welche uns ein ehemaliger Einwohner von Burgörner aufmerksam machte. Deckenlampen …