Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hettstedt

Hochwasser in Hettstedt

Im August 1987 gab es in Meisberg/Ritterode ein schweres Gewitter, deren Folgen u.a. in der Hadebornstraße in Hettstedt zu sehen waren. Das Bildmaterial wurde uns von L. Raßloff und einer weiteren Privatperson zur Verfügung gestellt. (fotografiert durch Foto Gleiche) Vielen Dank!

Museumsbesuch

Obwohl Burgörner, ohne Zweifel ein so geschichtsträchtiger Ort ist, hat es hier nie so etwas wie ein Museum gegeben. Gefundene Sachzeugnisse unserer Vorfahren gingen in die Museen nach Halle oder Eisleben. Funde auf eigenen Grundstücken wurden oft von den nachfolgenden Generationen (unerkannt) vernichtet. Nach den politischen Unruhen von 1919-1921 wurde nach einer Ausschreibung, gemäß des Beschlusses der Stadtverordneten Sitzung vom 19. Juli 1921, H. Berger Bürgermeister von Hettstedt. Dem Bürgermeister Berger, einen sehr heimatverbundenen Mann, verdankt die Stadt Hettstedt unter anderem auch die Einrichtung des „Hettstedter Heimatmuseums“ (1925) in der ehemaligen Johanniskapelle, am alten Städtischen Krankenhaus. Der Bezug zu Burgörner stellt sich mit vielen der hier gezeigten Ausstellungsstücke ein. Einem Model der Dampfmaschine vom Burgörner-Revier, Archäologische Fundstücke rund um Hettstedt, dazu eine Nachbildung eines Steinkisten Grabes. Ein derartiges Grab ein sogenanntes „Hünengrab“ konnte 1934 auf der Brache oder Lindenberg in Burgörner ausgegraben werden. Viele Sachzeugnisse aus verschiedenen Epochen unserer Heimat wurden hier gesammelt und aufbewahrt. Anlässlich der Feierlichkeiten „750 Jahre Kupferschiefer Bergbau“ wurde das „Hettstedter Heimatmuseum“ 1950 neu gestaltet und nun in einem Gebäude am …

Märztage 1921

Auf Spuren der Ereignisse um Burgörner Die Erkennbar zunehmenden Aktivitäten linksgerichteter Aktionsausschüsse zu Streiks und Aufständen im Mitteldeutschen Industriezentrum, am Anfang des März 1921, forderte die Regierung zu Gegenmaßnahmen heraus. Die ehemals am Hettstedter Bergschlösschen angebrachte Gedenktafel enthält Angaben, dass bereits am 6. März 1921 Streik-Aktionen im Mansfelder Land geplant wurden und nicht erst nach Einmarsch der Sicherheitspolizei am 19. März. Der Oberpräsident der Provinz Sachsen (Hörsing-SPD) richtete daher am 16.3.1921 an die Bevölkerung des Industriereviers im Regierungsbezirk Merseburg einen Aufruf, in dem er den Einmarsch bewaffneter Kräfte ankündigte. Aufruf Frauen! Arbeiter! Bürger! Seit mehr denn zwei Jahren ist das Industrierevier mehr oder weniger ein dauernder Herd von Unruhen. Wilde Streiks, Raub und Plünderungen der ersten Zeit wurden von Banden-, Einzeldiebstählen, Terror, Sachbeschädigungen, Erpressungen und Körperverletzungen der letzten Zeit abgelöst. Im Gegenzug zu den übrigen Teilen der Provinz, in denen die Felddiebstähle fast ganz verschwunden sind, ist der Landwirtschaft des Industriereviers ein ungeheurer Schaden durch Banden- und Einzeldiebstähle zugefügt. Ist es ein Wunder, wenn die Landwirte wenig Lust haben, ihre Felder intensiv zu bewirtschaften? Dieselben …

Ziegelei Remus

Würde man alle Ziegel-Mauersteine, die von der Firma Remus hergestellt wurden, aus den Gebäuden im weitem Umkreis rund um Hettstedt Burgörner entfernen, stürzten sicherlich viele Bauwerke zusammen. Ziegelwerk Ansicht vom Rangierbahnhof Hettstedt Das Ziegelwerk bestand unter der Firmenbezeichnung (laut Anzeige von 1949/50) bis März 1953. Auf Grund der wirtschaftlichen- und politischen Entwicklung blieb den Eigentümern jedoch keine andere Wahl als ihren Betrieb, ihr Eigentum aufzugeben. (siehe dazu auch unseren Beitrag zu Firma Berg & Co. Kronleuchter auf dem Brocken) Geblieben sind aus der einstigen Betriebstätigkeit lediglich einige Erinnerungsstücke, aufgehoben von ehemaligen zufriedenen Kunden. Das zurückgelassene Eigentum bestand aus dem: Ziegelei-Betrieb, Wohngrundstück mit Villa „Hinter der Bahn 6“ und einem Landwirtschaftsbetrieb mit dazugehörigen Wohnhaus. Das Ziegelwerk wurde 1953 in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt, in dessen Rechtsträgerschaft auch die Wohnhaus-Villa mit einbezogen wurde. Der Landwirtschaftsbetrieb mit allem Zubehör einschließlich eines Wohnhauses ging in das Eigentum der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft „Glück Auf“ über. Der “VEB Ziegelwerk“ wurde noch bis 1980 fortgeführt. Viele Tausende Mauerziegel verließen das Werk bis die Tonvorkommen erschöpft waren. Es gab Überlegungen das wirtschaftliche Arbeitsvermögen und …

Hettstedter Rad-Kunst-Fahrverein

Weitgehend in Vergessenheit geraten, ist der einstige Hettstedter Rad-Kunst-Fahrverein. In der „Betriebs-Sportgemeinschaft-Stahl-Walzwerk-Hettstedt“ fand er eine neue Heimstadt. Ihr Können zeigten die Sportler zur Festveranstaltung anlässlich des „1. Mai 1952“ im Kurt-Wabbel-Stadion in Hettstedt/Burgörner. Die Fotos wurden uns, ohne weitere Angaben, von einem Leser zur Verfügung gestellt, dem wir an dieser Stelle danken. Wer kann weitere Angaben über den Verein bzw. Personen machen?                                                

Kleinsthalde sucht Käufer

Zu unserem in der Rubrik „News-Medien/Presseberichte enthaltenen Beitrag, schickte uns ein Leser nachstehenden Zeitungsausschnitt. Vor nunmehr 175 Jahren wurde darin klar und deutlich bekannt gegeben, dass die Halden im Alt-Bergbau-Gebiet des Mansfelder Landes zu erhalten sind und jede Veränderung strafrechtliche Folgen nach sich zieht. Sicherlich haben derartige Ankündigungen zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft beigetragen. Sollten wir, vertreten durch die Behörden, nicht ein solches Erbe weiter pflegen statt es zu verschleudern ?   Aus unserem nachstehenden Fundstück, einem Artikel der damaligen DDR-Tageszeitung der „Freiheit“, kann man entnehmen, dass es auch > nach 151 Jahren < Bemühungen gab die Alt-Bergbau-Halden zu schützen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Für „Hettstedt-Burgoerner“ bearb. E.Graf/Chronist Aug. 2012

Wiedergefunden – Der Wetterkreuzstein

Verkehrsteilnehmer, welche zurzeit die innerstädtische, östliche Umfahrung der Stadt vom Hettstedter-Bahnhof aus benutzen, entdeckten an der höchsten Stelle dieser Umleitung einen wiederaufgestellten, aufrecht stehenden Stein. Ansicht von Süden Von Heimatfreunden vermisst, wurde er im Frühjahr 2012 nach Feldarbeiten wieder entdeckt. Fundstelle Die an die Stadtverwaltung Hettstedt herangetragene Bitte der Heimatfreunde, diesen Stein an der ehemaligen Wege-Kreuzung wieder aufzustellen, wurde nunmehr nachgekommen. (Dieser Stein) Er ist eigentlich ein Wegweiser aus alter Zeit, markiert gleichzeitig den höchsten Punkt im Feld, welcher die Flurbezeichnung „Das Wetterkreuz“ trägt. Wetterkreuze sind im Allgemeinen hochgelegene Punkte, an dem unsere Vorfahren glaubten ihren Göttern näher zu sein um ihre Bitten für günstiges Wetter und eine ertragreiche Ernte vorzubringen. Dieser Brauch ist mancherorts übernommen worden in Form des „Wettersegens“, den der Pfarrer während der Sommermonate am Schluss der Pfarrmesse zum Schutz der Früchte gegen Unwetter und schädliche Gewalten sprach. Jedoch hatte unser Kreuzweg am Wetterkreuz noch eine andere wichtige Bedeutung. In einem Bericht zu einer Grenzbeziehung der Kaiserlichen-Berggrenze von 1711 wird er als Grenzpunkt genannt – es heißt es unter anderem: … von da …

Befestigungsring am Bahnhof

Was ist das ? Das ist der erhalten gebliebene Befestigungsring an welchen der Kutscher vom einstigen Hotel „Kaiserhof“ seine Pferde angebunden hat wenn er die Gäste vom Bahnhof „Hettstedt“, welcher in Burgörner-Neudorf liegt, abholte oder wieder zur „Bahn“ brachte! Nun ist er endgültig weg, der Ring, das letzte Zeugnis einer längst vergangenen Noblesse. Bei Bauarbeiten im Oktober 2012 am Bahnhofsvorplatz wurde er mit der alten Straßendecke entfernt und verschwand im Bauschutt.

300. Geburtstag Friedrich II

Ereignisse zur Zeit „Friedrich des Großen“ in und um Burgörner aus Anlass seines 300. Geburtstages am 24.1.1712 Dieses vor 227 Jahren entstandene Werk enthält auf Seite 445/456 die Angaben: Burg Oerner, ein Dorf mit einem Amte des Herrn von Dachröden enthält, mit Inbegriff von 13 Kolonistenwohnungen und des Amtes, überhaupt 41 Feuerstellen, worunter 5 große und 20 kleine Cossäten* sind……… Die Gemeine** ist dem Amte dienstpflichtig und steht mit der sächsischen Stadt Hettstedt in Koppelhütung. Neben dem Ackerbaue und der Viehzucht nähren sich verschiedene Einwohner von der Arbeit in den Königlich preußischen Rothenburgschen und den Churfürstlichen sächsischen Bergwerken. Es ist eine Wassermühle an der Wipper von zwei Mahlgängen hierselbst.  Mühle von Burgörner um 1890 Die Kirche von Burgörner, welche ein Filial von Thondorf ist, gehört zur ersten Mansfeldischen Inspektion und erkennt den König als ihren Patron. Im Jahre 1784 war 212 die Seelenzahl und in den vorhergehenden zehn Jahren sind 84 geboren und 56 gestorben. Anmerkung Bearbeiter: * Cossäten (Kossäten) – Landarbeiter ** Gemeine – alle Anwohner Unsere Gemälde-Kopie zeigt Friedrich II. (1763) ( Es …

800 Jahre Bergbau Mansfelder Land

Unser Heimatort Burgörner ist unzweifelhaft auch mit den frühesten Anfängen des Bergbaues in Verbindung zu bringen. Die Haldenlandschaft im Osten unseres Ortes, im Anschluss an die sagenhafte Fundstelle „Kupferberg“, kündet davon dass hier am Ausgehenden des Kupferschieferflözes schon von alters her Bergbau stattgefunden hat. Im Gedenken an diese Zeit, welche uns der Chronist Spangenberg mit 1199 angibt, sind mehrere große Feste an Jubiläumstagen durchgeführt worden. Über die Feierlichkeiten zu 700 Jahre Kupferschiefer-Bergbau berichtet uns ausführlich Prof. Größler. An die großartigen Feiern und Würdigungen zur 750-Jahrfeier 1950, wenige Jahre nach dem Krieg, gibt es sicherlich auch noch Erinnerungen. Das Jahre 1990 brachte dann das Ende des so traditionsreichen „Mansfelder Bergbaus“ – „dennoch“ entsprechend des Wahlspruches der Mansfelder Grafen welche die Bergbau-Privilegien vom Kaiser 1364 erhalten hatten, wurde 1999, wie hätte es anders sein können von Hettstedt aus die Feiern zu „800 Jahre Mansfelder-Kupferschieferbergbau“, welche dann im Jahre 2000 stattfanden, eingeleitet. Mit dem Aufzug des Traditionsvereins „Mansfelder Berg- und Hüttenleute“ begannen am 05.12.1999 mit einem Festakt in der Jakobi-Kirche die Festivitäten. Mit einem Aufmarsch zur Gangolf-Kirche in der …

Erdfälle in Burgörner

Von Erdfällen, plötzlichen Erdeinbrüchen und großflächige Senkungen aus dem Mansfelder Land oder in näherer Umgebung gibt es immer wieder Berichte. Spektakuläre Erdfälle der letzten Zeit wie: oder laut: machen uns deutlich, dass es überall passieren kann. Plötzlich aus welchen Gründen auch immer durch Unterspülungen, durch Wasser, vergessene Abbaugebiete von Baumaterialien oder vom Bergbau, die Erdoberfläche gewaltig einsinken kann. Das sich auch in unserem Heimatort „Burgörner-Altdorf“ die Erde bewegt erkennt man daran, dass an sehr alten Häusern die Neu-Verputzungen markante Risse aufweisen und neuere eingebaute Fenster und Türen plötzlich klemmen und daran Neueinstellungen vorgenommen werden müssen. Vor einem Erdfall ganz in unserer Nähe wird schon in einem alten Zeitungsaufruf gewarnt: Nun ist dieses Ereignis fast 150 Jahre her, jedoch erinnern sich ältere Einwohner, dass es auch um 1950 auf einem Ackerstück zu Einbrüchen kam. Ein Pferdegespann dass beim Pflügen eingesunken war musste gerettet werden. Wenige Jahre ist es her, dass sich erneut in unmittelbarer Nähe dieses Ereignisses ein Erdloch bildete, was trotz Verfüllung immer wieder einsinkt. So wundert es uns gar nicht, dass wiederum ganz in der …