Alle Artikel mit dem Schlagwort: Humboldt

Völkerschlacht bei Leipzig

Anlässlich der Völkerschlacht bei Leipzig vor 200 Jahren, ist es angebracht auch den Einwohnern aus Burgörner zu gedenken, die an diesem Geschehen unmittelbar beteiligt waren. An die kriegerischen Ereignisse von 1806 bis 1816 erinnerten in der St. Nikolai Kirche zwei Kästchen mit erhalten gebliebenen Erinnerungsstücken, Orden und Ehrenzeichen von Kriegsteilnehmern an den sog. Befreiungskriegen.  Orden und Ehrenzeichen der Kriegsteilnehmer. (Foto Paul Pfeffer) Im Archiv der Kirchengemeinde von Burgörner wurden dazu von Pfarrer Lic. Hartmann (1929-1973) zwei Schriftstücke gefunden. An das Kirchen, Amt in Burg -Ömer Abgabe d. Denkmünze Seine Königliche Hoheit der Prinz Regent haben die von Eurer Hochwohlgeborenen an Allerhöchst denselben eingereichten Ordens Insignien, mit welchen der verstorbene General der Kavallerie a.d. von Hede­mann dekoriert gewesen ist, an uns abgeben zu lassen geruht. In Folge dessen remittieren wir Ihnen die dabei uns zugegangene Kriegsdenkmünze des g. von Hedemann anliegend mit dem ergebensten Ersuchen dieselbe in Gemäßheit seiner Allerhöchsten Bestimmung an diejenige Kirche zur Aufbewahrung gelangen zu lassen, zu deren Parochie der Verstorbene zuletzt gehört hat. Berlin, den 15 ten Februar 1860 Königliche General Ordens …

Pfingsten in die Kirche von Burgörner

Aus dem Werk „Wilhelm und Caroline von Humboldt in Ihren Briefen“ (1815 – 1817) Die alte Kirchenansicht vor 1900 Caroline an Wilhelm von Humboldt aus Burgörner, 3. Juli 1816 (am zweiten Pfingsttag) … Gestern war es ein hübscher Tag wir waren in der Kirche in corpore und hatten nachher noch eine Stundenlange Konferenz mit Saalfeld, dem Amtmann Bothe und Dunkern, … denn Dunker kam am Freitag an, und es sind viele Dinge verhandelt worden………….. Der ehemalige Gutshof aus der Luft um 1910 Eine enge Verbindung der Familienmitglieder zur Kirche in Burgörner lässt sich auch aus den Eintragungen im Taufregister ableiten. So werden als Taufzeugen zur Taufe am 18.6.1826 von Karl Friedrich Wilhelm Giebelhausen genannt: „die Frau Staatsminister von Humboldt sowie die Frau Generalin von Hedemann“, welche die traditionelle Verbindung zur Kirche aufrecht hielt und vertiefte. Auch nachfolgende Familienmitglieder wie Caroline, Adelheid und Ernst von Bülow sowie Adelheid und Agnes von Loen, zur Taufe am 1.9.1852, von Marie, Caroline, Agnes Kirchberg, sind als Taufzeugen eingetragen. Selbst seine Majestät Friedrich Wilhelm IV – König von Preußen wird …

246. Geburtstag v. Karoline v. Dacheröden

Zum 246. Geburtstag von Karoline von Dacheröden am 23.02.2012 Karoline von Humboldt (Nach einem Gemälde von F.W.Schadow 1817) Humboldt war 1801-1808 als preußischer Ministerresident in Rom beim Vatikan. Von dort wird er 1808 von Karl Freiherr vom Stein (1757-1831) zum Leiter der Sektion für Kultus und Unterricht im Ministerium des Innern in Preußen ernannt. * W.v. Humboldt um 1814 (Zeichnung von E. Stroebling) Das größte Opfer, das seine neue Stellung von ihm verlangte, war die Trennung von Karoline. Ihre Übersiedlung nach Berlin war zunächst unausführbar, da Humboldts Bleiben dort ganz ungewiss erschien. Er konnte nicht daran denken, Frau und Kinder in diese Ungewissheit zu verwickeln, und behielt die Möglichkeit einer Rückkehr nach Rom immer im Auge. Mitte April 1809 war er durch die Geschäfte genötigt, auf unbestimmte Zeit nach Königsberg zu gehen, wo der Hof und die Minister weilten. Der am 20. November erfolgte Tod seines Schwiegervaters zwang ihn mit Urlaub nach Erfurt und den Dacherödenschen Gütern zu eilen, um die Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Humboldt an Caroline Burgörner am 16. Dezember 1809 ……………..Ich bin erst …

Humboldts in Burgörner

Vom 29. bis 31. August 2008 lud das Ehepaar Irmtraud Bast-von Humboldt-Dachroeden und Georg von Humboldt-Dachroeden die Nachkommen der Familie Caroline und Wilhelm von Humboldt zu einem Familientreffen nach Erfurt ein. Erfurt war nach 1761 der Wirkungskreis von Carl Friedrich von Dachroeden (im Umkreis des kurmainzischen Koadjutors Carl Theodor von Dalberg), dem Vater von Caroline von Humboldt. Zum Abschluss traf man sich in Weimar, wo Wilhelm von Humboldt zum Kreis der deutschen Klassik gehörte. Um den Teilnehmern die Bedeutung der Vorfahren von Caroline von Humboldt zu verdeutlichen, besucht die Gruppe am 28. August die Orte , in denen Güter dieser alten Adelsfamilie lagen: Mittelsömmern (Bad Tennstedt), Thalebra (Sondershausen), Auleben (bei Nordhausen), und Burgörner bei Hettstedt. Die Gruppe in Auleben Der nachstehende Text ist in ähnlicher Fassung vom Verfasser des Berichts der Internetseite http://www.mittelsoemmern.de zur Verfügung gestellt worden. Er steht dem interessierten Leser unter nachstehender Internetadresse vollständig zur Verfügung! http://www.mittelsoemmern.de/2009/01/bericht Die Fahrstrecke von Auleben nach Burgörner bei Hettstedt war mit knapp 80 km der längste Streckenabschnitt. So war für Herrn Dr. Udo von der Burg, dem …

Namensgebung

Am 28. Mai 2011 erhielt das Haus in Hettstedt/Burgörner, in welchem Wilhelm von Humboldt seine Ehefrau kennenlernte, offiziell den Namen „Humboldt-Schloss“. Wilhelm von Humboldt verbrachte die ersten Jahre seiner Ehe dort und kehrte auch später immer wieder zurück, um sich in der Ruhe und Abgeschiedenheit zu erholen oder mit Freunden zu treffen. (siehe Besucher in Burgörner) Das Mansfeld-Museum, welches in i.d. Haus untergebracht ist, hatte an diesem Tage viele Gäste. Die Vertreter der „Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung e.V. aus Mannheim“ welche die Namenstafel stiftete, mit ihrem Präsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. Erwin Kuntz. Aber auch zahlreiche Nachkommen der Familie Humboldt-Dacheröden unter der Leitung von Herrn Georg von Humboldt, nahmen einschließlich der Vertreter vom Landratsamt, des Bürgermeisters der Stadt Hettstedt, den Mitgliedern des Fördervereines und des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirche Burgörner, an dem Festakt teil.

Wilhelm von Humboldt

Dem preußischen Staatsmann und Gutsherrn von Burgörner > Wilhelm von Humboldt < Zum Gedenken, anlässlich seines 175. Todestages am 8. April 2010 In der gelehrten Welt erfreuten sich beide Humboldts (Wilhelm der Staatsmann und Gelehrte und sein jüngerer Bruder Alexander von Humboldt der Naturforscher und Weltreisende) großer Verehrung und Zuneigung; wenn man aber — und das schon in den dreißiger Jahren — von Humboldt sprach, so war in der Regel Alexander gemeint und nicht Wilhelm. Vorsorge für eine gewisse Publizität gehörte zu den liebenswerten Schwächen des jüngeren der beiden großen Brüder, während der ältere, auch ehe er zurückgezogen in Tegel lebte, vielen seiner Mitbürger und selbst einigen seiner Freunde in mancher Hinsicht rätselhaft erschienen war. Nur wenigen hatte er sich ganz erschlossen, vor allem seiner Frau, Schiller, Karoline von Wolzogen und dem Bruder. Varnhagen von Ense, der als einer der ersten Zeitgenossen und poli­tischen Gesinnungsfreunde Humboldt eine Würdigung widmete, die im Jahre 1838 erschien, urteilte: »Nach wiederholter, all­seitiger Prüfung und im Aufblicke von dem Minderwesentlichen und Zweifelhaften zu dem wahrhaft Großen und Entschiednen wird für …

Prof. Dr. Friedrich August Wolf

1783-1806 o. Professor für Philologie und Pädagogik an der Universität Halle Wolf wirkte an der Seite von Wilhelm von Humboldt maßgeblich an der Einrichtung der 1810 gegründeten Berliner Universität mit. Als Lehrer derselben vertrat er die klassische Philologie als selbständige philologisch-historische Wissenschaft und forderte einen verstärkten Unterricht der Alten Sprachen an Gymnasien. 70. Caroline an Humboldt (Erfurt, 9. Mai 1804) ……… Wolf hat mir geschrieben und mich um die Erlaubnis gebeten, mich in Burgörner zu besuchen; ich habe ihn zur Pfingstwoche hinbeschieden……… E.G./Chronist Febr.2010

Volksfest zu Burgörner

Aus dem Wochenblatt für den Mansfelder Gebirgskreis vom 26. Mai 1841 Der Morgen des 17. Mai führte dem Dörflein Burgörner einen gar festlich-frohen Tag herauf. Seine verehrte Gutsherrin, die wahrhaft edle Gemahlin des Herrn General von Hedemann geb. Freiin v. Humboldt, feierte an ihm ihr Wiegenfest. Von jeher fand diese ihre größte Freude darin der Schule und der Dürftigen des Ortes sich wohltuend anzunehmen. Jährlich zahlte sie für die Kinder der ärmeren Gemeindeglieder das Schulgeld und beschaffte für das Schul-Inventar, wie für einzelne fleißige und sittlich gute Kinder Bibeln, andere nötige Schulbücher und Utensilien. Jährlich erfreuet sie zum Weihnachtsfeste sämtliche Schulkinder und mehrere Ortsarme durch Festgeschenke. Bei ihrer Anwesenheit in Burgörner tut sie gar vielen wohl und besorgt die Heilung dürftiger Kranker. Ihr Herr Gemahl, bekannt mit solchen frommen Sinne, meinte an ihrem Geburtstagsfeste welches sie diesmal zufällig in Burgörner feierte, ihr keine größere Freude bereiten zu können als wenn er ihr Geschenke zur Verteilung an die Schulkinder überreichte für diese Tanz und Bewirtung veranstaltete und für die Gemeinde Tanzmusik und Getränke besorgte. Von diesem …