Alle Artikel mit dem Schlagwort: Karoline von Humboldt

Erfinderin des Lichterbaumes

Leider recht unbekannt ist, dass uns Karoline von Humboldt eine schöne Sitte hinterlassen hat. Der Weihnachtsforscher Dr. Heinz Gebhardt * nannte sie: „Die Erfinderin des Weihnachtsbaumes“. Weihnachtsbäume, allerdings noch ohne Lichterschmuck, gab es bereits im 17. Jahrhundert. Wir wissen das aus einer Klage des Konrektors Grabow vom Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster, der 1680 gegen die Bäume wetterte: „…Unter anderen Lappalien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begeht, ist auch der Weihnachts- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, …” „Der erste mit Lichtern geschmückte Weihnachtsbaum stand in der Wohnung der Familie von Humboldt, Unter den Linden 26, dort, wo später das Cafe Bauer eröffnet wurde und übrigens auch 1884 die ersten elektrischen Lampen in Berlin brannten. In dem schlichten, zweistöckigen Eckhaus der Südseite der Linden und der Friedrichstraße wohnte Caroline von Humboldt in den Tagen der Befreiungskriege und schrieb am 29.12.1815 an ihren Gatten, der an den Friedensverhandlungen in Frankfurt am Main teilnahm: „Weihnachten ist aufs schönste ausgefallen……. An zwei Enden eines langen Tisches brannten zwei kleine Weihnachtsbäume, einen …

246. Geburtstag v. Karoline v. Dacheröden

Zum 246. Geburtstag von Karoline von Dacheröden am 23.02.2012 Karoline von Humboldt (Nach einem Gemälde von F.W.Schadow 1817) Humboldt war 1801-1808 als preußischer Ministerresident in Rom beim Vatikan. Von dort wird er 1808 von Karl Freiherr vom Stein (1757-1831) zum Leiter der Sektion für Kultus und Unterricht im Ministerium des Innern in Preußen ernannt. * W.v. Humboldt um 1814 (Zeichnung von E. Stroebling) Das größte Opfer, das seine neue Stellung von ihm verlangte, war die Trennung von Karoline. Ihre Übersiedlung nach Berlin war zunächst unausführbar, da Humboldts Bleiben dort ganz ungewiss erschien. Er konnte nicht daran denken, Frau und Kinder in diese Ungewissheit zu verwickeln, und behielt die Möglichkeit einer Rückkehr nach Rom immer im Auge. Mitte April 1809 war er durch die Geschäfte genötigt, auf unbestimmte Zeit nach Königsberg zu gehen, wo der Hof und die Minister weilten. Der am 20. November erfolgte Tod seines Schwiegervaters zwang ihn mit Urlaub nach Erfurt und den Dacherödenschen Gütern zu eilen, um die Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Humboldt an Caroline Burgörner am 16. Dezember 1809 ……………..Ich bin erst …

Freiherr von und zum Stein

Karoline von Humboldt in einem Brief an Alexander von Rennenkampff: Berlin, den 18/19. November 1822 ………. Wir blieben bis zum 15. August in Burgörner, von wo ich Ihnen, teurer Alexander, im Juni zum letzten Male schrieb. Dann gingen wir nach Tegel………….. ……. Stein war mit seinen Töchtern vier Tage bei uns in Burgörner. Therese ist sehr schön geworden, ein sanftes, frommes und doch lebendig liebes Wesen. Henriette ist gesünder und liebenswürdig. Stein fand ich wohl etwas gealtert, besonders wegen der zunehmenden Unbequemlichkeit des Auges, aber im Geist und Gemüt ganz denselben. Wir haben unbeschreiblich viel zusammen gesprochen………………….. Karl, Freiherr vom und zum Stein preußischer Staatsmann * 1757 – †1831 ; 1796 Oberpräsident, der westfälischen Kammer, 1804 Wirtschaftsminister, leitet 1807/08 die Reorganisation des preußischen Staates, ging, von Napoleon geächtet, 1808 nach Österreich, 1812 nach Russland, kehrte 1813 zurück und nahm 1814 –15 am Wiener Kongreß teil. Bekenntnis des Freiherrn vom und zum Stein in einem Brief aus Petersburg, 1. Dezember 1812. Übersetzung der original Handschrift: ….. Es ist mir leid, dass E. E. in mir den …