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Lichtloch 24 (S) in Burgörner

gewidmet Christian Friedrich Gottfried Graf (1835 – 1898) meinem Urgroßvater, der an den Abteufarbeiten beteiligt war. Ein Bestandteil der Außenanlage des Mansfeld-Museums ist das „Lichtloch 24 des Schlüsselstollens“ (kurz: LL 24 (S) einstige Ansicht Stollenhaus LL 24 Dieser Stollen erreichte etwa um 1850 den Raum Burgörner. Durch die beträchtliche Entfernung zum Lichtloch 23 (S) ergab sich aus dem Wettermangel und der geographischen Lage am Rande des Wippertales die Notwendigkeit, in Burgörner einen neuen Schacht zu teufen. Der einflussreiche General von Hedemann, verheiratet mit Adelheid von Humboldt, der das Gut nach dem Tode ihrer Schwester Caroline zugefallen war, veranlasste den Markscheider Brathuhn dazu, nach einer Lösung zu suchen, um das Aufschütten einer Halde in der Ortslage von Burgörner zu vermeiden. Mit dem Grundstück „Hansen“ wurde eine günstige Örtlichkeit gefunden. Diese war nach der Dorfstraße hin mit einer Mauer umgeben und ermöglichte damit eine günstige Haldenbergaufnahme und –abfuhr . Lageplan aller im Text genannten Objekte Die Teufarbeiten am Lichtloch 24 begannen im Juli 1852 mit der Festlegung des Ackerspans mit der Dimension von 1,88 m x 3,77 …

Der Schlüsselstollen

Wo es in der Tiefe regnet. Nach einem Bericht der Neuen Berliner Illustrierten 13/1987. Eine Bearbeitung für Hettstedt-Burgörner  „der geschichte auf der spur“. „Jetzt fahren wir übern Schlüsselstollen“, sagt der Mann am Steuer. Hier, tief unter uns? Was sehe ich durchs Fenster des Lasters? Eine Halde, davor hagere Häuser mit be­rußten Dächern. Kreisfeld, Helbra, Benndorf & Klostermansfeld…. Sied­lungen ohne Dorfcharakter die sich gleichen, ineinander übergehen wie Vororte einer sich ankündigenden großen Stadt. Doch die gibt es hier nicht. Groß sind nur die alles überragenden Spitzhalden, noch größer untertage die Gruben. Kupferschieferreviere mit weitaus mehr Stollen, als etwa Straßen, Wege und Schienenstränge das Mansfelder Land durchziehen. So beschreibt es der am Steuer des Lastwagens sitzende Kum­pel Werner N. Er hat wohl, wie alle Bergleute hier, ein besonde­res Gefühl für diesen durchwühlten Landstrich aus dem sie nie fortzie­hen würden. Hier wohnen die Väter, haben die Vorväter ihre Gräber. So­lange die Alten denken können, bra­chen Männer die Mansfelder Erde auf und der Schacht grub Furchen in ihre Gesichter. „Nun fahren wir in den Schlüsselstollen“, klingt es am Steuer. Ich aber sehe …