Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mansfelder Land

Hölz-Putsch im Mansfelder Land

Durchwachte Nacht. Erinnerung an den Hölz-Putsch im Mansfelder Land. Von Wilhelm Braune (Rektor der Schule in Burgörner) Gründonnerstag 1921. Prächtigste Frühlingssonne lacht über dem Mansfelder Lande. Durch die weit geöffneten Fenster riecht man förmlich den neuen Lenz. Es ist die Zeit, in der man sich wieder wie von neuem geboren fühlt. Da hält es uns nicht in der engen Stube. Es drängt uns hinaus. Man geht in den Stall, greift zu den Werkzeugen mit denen man den Garten bestellt und macht sich im Hausgarten zu schaffen. Überall sieht man die Bergleute, soweit sie nicht Schicht haben oder die Angehörigen in ihren oft mit viel Liebe und großem Fleiß gepflegten Gärten beschäftigt. Auch nach ihren Feldern gehen sie hinaus. Aber es liegt was in der Luft. Seit einigen Tagen hört man von einem Putsch. Der Name Hölz geht von Mund zu Ohr, man raunt sich leise zu, dass irgendwo sich Scharen von Aufrührern zusammengefunden hätten. Inzwischen ist in die kleine Bergstadt des Mansfelder Landes eine Abteilung Sicherheitspolizei eingerückt. Man hat ihr eine Schule zur Unterkunft frei gemacht. …

Kleinsthalde sucht Käufer

Zu unserem in der Rubrik „News-Medien/Presseberichte enthaltenen Beitrag, schickte uns ein Leser nachstehenden Zeitungsausschnitt. Vor nunmehr 175 Jahren wurde darin klar und deutlich bekannt gegeben, dass die Halden im Alt-Bergbau-Gebiet des Mansfelder Landes zu erhalten sind und jede Veränderung strafrechtliche Folgen nach sich zieht. Sicherlich haben derartige Ankündigungen zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft beigetragen. Sollten wir, vertreten durch die Behörden, nicht ein solches Erbe weiter pflegen statt es zu verschleudern ?   Aus unserem nachstehenden Fundstück, einem Artikel der damaligen DDR-Tageszeitung der „Freiheit“, kann man entnehmen, dass es auch > nach 151 Jahren < Bemühungen gab die Alt-Bergbau-Halden zu schützen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Für „Hettstedt-Burgoerner“ bearb. E.Graf/Chronist Aug. 2012

Kupferschieferbergbau

Vorwort Bei einer Dachreparatur wurde im Traufenkasten ein starkbeschädigtes, verschmutztes Papier gefunden, welches sich als Seite einer alten Illustrierten, mit einem Bericht zum Mansfelder-Bergbau herausstellte. Bei der fotografischen Erfassung wurde leider die Fortsetzung auf der Rückseite übersehen. Dank gebührt an dieser Stelle Frau Jutta Thormann, Leiterin der Stadtbibliothek „Gottfried August Bürger“ in Hettstedt. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass der fehlende Teil des Artikels, in der Staatsbibliothek zu Berlin (Signatur: 2“ Ad 618 / Haus Unter den Linden) aufgefunden werden konnte. Der Artikel ist in der Familien-Zeitschrift „Für Alle Welt“ Wien-Berlin-Leipzig Jahrgang 1895, Heft 1 auf den Seiten 16 – 18 enthalten. Ein Grund für das unzureichende Erfassen des Fundes kann aber auch daran gelegen haben, dass die für den damaligen Druck verwendete Schrift heute nur noch eingeschränkt gelesen werden kann. Die Beschreibung dieses Bergbaubetriebes dürfte auf alle damaligen am Ende des 19. Jahrhunderts vorhandenen Betriebe der „Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft“ zutreffen. Die nachstehenden Ausführungen sind deshalb im Inhalt unverändert den gefundenen Seiten entnommen. Die geschilderte Atmosphäre, die damals auf diese Besucher einwirkte, hatte …