Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wilhelm von Humboldt

Schlacht am Welfesholz

Theodor Körner – Schlacht am Welfesholz – Burgörner Wenn nach fast 900 Jahren von der sagenhaften Schlacht am Welfesholz die Rede ist, erinnert man sich an den Text auf der Tafel am „Hoyerstein“ und evtl. noch an die Vertreter der kriegführenden Parteien Graf Hoyer von Mansfeld und Wiprecht von Groitsch. Was allerdings weniger bekannt ist, dass wir diese Zeilen dem Aufenthalt von Th. Körner bei Wilhelm von Humboldt in Wien verdanken und seinem Studienfreund Carl Schmid aus Burgörner, der ihm diese sagenhafte Geschichte aus unserer Heimat zusandte. Aus dem Briefverkehr zwischen Theodor Körner und Carl Schmid, der Sammlung und Bearbeitung des Lehrers O. Schröter aus Dankerode1), geht hervor: Alter Freund! Leipzig den 17.  August (1810 ?) „Die Schlacht am Wülfesholze, wozu Du mir das Sujet gabst, ist mir als Ballade sehr gelungen. Ich lese sie Dir in Eisleben am Wölfesholze selbst.“ Aus dem nächsten Brief: „Dem Herrn Bergstudenten Carl Schmid auf der Gottes Belohnung-Hütte bei Eisleben Alter Freund! Leipzig den 7.Oktober 1810, , , „Bald erwarte ich einen Brief von Dir – Meine Muse ist sehr fruchtbar …

Wilhelm von Humboldt

Dem preußischen Staatsmann und Gutsherrn von Burgörner > Wilhelm von Humboldt < Zum Gedenken, anlässlich seines 175. Todestages am 8. April 2010 In der gelehrten Welt erfreuten sich beide Humboldts (Wilhelm der Staatsmann und Gelehrte und sein jüngerer Bruder Alexander von Humboldt der Naturforscher und Weltreisende) großer Verehrung und Zuneigung; wenn man aber — und das schon in den dreißiger Jahren — von Humboldt sprach, so war in der Regel Alexander gemeint und nicht Wilhelm. Vorsorge für eine gewisse Publizität gehörte zu den liebenswerten Schwächen des jüngeren der beiden großen Brüder, während der ältere, auch ehe er zurückgezogen in Tegel lebte, vielen seiner Mitbürger und selbst einigen seiner Freunde in mancher Hinsicht rätselhaft erschienen war. Nur wenigen hatte er sich ganz erschlossen, vor allem seiner Frau, Schiller, Karoline von Wolzogen und dem Bruder. Varnhagen von Ense, der als einer der ersten Zeitgenossen und poli­tischen Gesinnungsfreunde Humboldt eine Würdigung widmete, die im Jahre 1838 erschien, urteilte: »Nach wiederholter, all­seitiger Prüfung und im Aufblicke von dem Minderwesentlichen und Zweifelhaften zu dem wahrhaft Großen und Entschiednen wird für …

Friedrich von Gentz

1774 – 1832 Gentz, Friedrich von, * 2. 5. 1764 Breslau (Wroclaw, Polen), † 9. 6. 1832 Weinhaus bei Wien, bedeutender politischer Schriftsteller. 1785-1802 im preußischen, ab 1802 im österreichischen Staatsdienst, „Auftragsschreiber“ und publizistischer Berater zunächst in der Außenpolitik gegen Napoleon, ab 1815 enger Mitarbeiter des Außenministers und späteren Staatskanzlers Metternich, mit diplomatischen und publizistischen Aufgaben betraut. Protokollführer auf dem Wiener Kongress („Sekretär Europas“). Gentz‘ Werke sind wichtige Quellen zur politischen Ideengeschichte. Aus „Wilhelm von Humboldt – Sein Leben und Wirken, dargestellt in Briefen, Tagebüchern und Dokumenten seiner Zeit“ – von Rudolf Freese /1953 ……… in den nun folgenden Jahren seiner Ehe, die am 29. Juni 1791 in Erfurt geschlossen wurde. Den Rest des Jahres verbrachte er mit seiner Frau in Burgörner, wo sie im November Gentz als Gast empfingen. In dieser Zeit entstanden auch Humboldts erste schriftstellerischen Arbeiten. Ursprünglich als ein Brief an Gentz gedacht, ent­standen im August 1791 die „Ideen über Staatsverfassung Eingehender noch als in dieser Schrift behandelt Humboldt die Probleme des Staates in seinen „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der …

Prof. Dr. Friedrich August Wolf

1783-1806 o. Professor für Philologie und Pädagogik an der Universität Halle Wolf wirkte an der Seite von Wilhelm von Humboldt maßgeblich an der Einrichtung der 1810 gegründeten Berliner Universität mit. Als Lehrer derselben vertrat er die klassische Philologie als selbständige philologisch-historische Wissenschaft und forderte einen verstärkten Unterricht der Alten Sprachen an Gymnasien. 70. Caroline an Humboldt (Erfurt, 9. Mai 1804) ……… Wolf hat mir geschrieben und mich um die Erlaubnis gebeten, mich in Burgörner zu besuchen; ich habe ihn zur Pfingstwoche hinbeschieden……… E.G./Chronist Febr.2010