Alle Artikel in: Fundstücke

Einstige Zigarrenfabrik in Hettstedt

’s jungk noch ä ma….. Das war dazuma zun Pfingestschießen in Holze1). Triewests Aujust un Ednersch Fritze, die hotten sich ä Jietchen jetan un jingen nu Häime. Ehre Frauens jingen au mett. Se warn alle mächtch kräwesch un fidel un sungen un lachten. Se hotten alle su ä Kläin’n in Krehnechen. Da sahte Aujust: „Fritze, jib mich äma äne in de Fresse!“ Fritze wußte, was das beditte; ä jab Aujusten änne Zicharre, un Aujust schtecktese ahn. Ze erscht krichtese nich richtch in Jank un nuckelte mächtch drahne rum, awwer denn brenntese. Wie e nu so herumtolterte, bahle sungk, bahle schwatzte, da jrehlte uff äima „Himmelkreiz – schtärendunnerwätter!“ Un denn junks los. Se sahn, de Mansfäller selln maich schmälich fluchen kenn’n. Awwer was Aujust alles zusammenfluchte un kreizdonnerwätterte, das jiwets je wo in der janzen ehemalchen Jrafschaft Mansfäld nich. Un daderbei schpuckte un kräkste un towete rum, dasses die annern janz angest worre. „Was hast änn mant?. Was fählt änn diche?“ frahtense. Un de Miehme Triewesten, die kloppte ehrn Aujust offen Buckel unsahte immer:“Sahk dach ment …

Schöffengericht zu Hettstedt

Sitzung vom 5. März 1891: Als Schöffen fungierten die Herren Lohgerbermeister Friedrich Zilling Molmeck und Herr Kaufmann Albert Heyroth hier. Der Berginvalid und Turmwächter Friedrich Bernutz hier selbst ist beschuldigt, am 23. September vor Js. die Entweichung der unverehelichten Hedwig Vasold, mit derenTransport und Rücktransport nach Eislebener betraut war, durch Fahrlässigkeit befördert zu haben. Der Angeklagte, welcher wegen einer Unzulässigkeit, die er sich auf diesem Transport hat zu Schulden kommenlassen, bereits disziplinarisch mit einer Geldstrafe von 9 Mark belegt ist, hat nach seinem eigenen Geständnis mit der Transportatin in Eisleben mehrere Lokale und den Wiesenmarkt und nach seiner Rückkehr hier selbst noch 3 Lokale besucht. Auf dem Rücktransport haben sich dem Angeklagten und der Transportantin noch 2 Begleiter zugesellt. Das letzte Lokal, welches von den vier Personen hier aufgesucht wurde, war Ahrens Garten. Hier saß der Angeklagte in einer Laube, während die Transportantin frei nach ihrem Belieben im Garten umher promenierte. Tatsächlich entwichen ist dieselbe allerdings nicht, es ist aber wohl anzunehmen, daß es dahin gekommen sein würde, wenn nicht Herr Stadtsekretär Kern, der demTransport …

Kleiner Schtattfiehrer dorch Hettschtedt

Werte Leser! Manchmal kommen einem doch die besten Ideen, wie unsere Mansfelder Mundart noch Anwendung finden kann. Eine davon sei dieser kleine Stadtführer durch Hettstedt. Ich habe mir dabei erlaubt, die Führung hauptsächlich auf die Sehenswürdigkeiten im Stadtkern, sowie in angrenzenden Stadtteilen zu beschränken. Dabei verliere ich einige Worte über Geschichte, Geschwätz und Neues eben was sich dem Betrachter bietet. Ich hoffe, mein Werk wird jeden in Mundart geläufig und führt auch die Ausgewanderten zurück auf alte und neue Spuren. Viel Spaß und gutes Gelingen bei der Anwendung! Hettstedt , im November 2012 Wollefjank  Heimatgedanken Die Wipper fließt vom Harze her vorbei an alten Mauern.  Die Weiden neigen sich vor ihr, fast meinte man, sie trauern. Die Brücken kreuzen ihren Lauf, es trutzen Türme und Tore. Barocke Dächer mit goldenem Knauf, die Kirche mit hoher Empore. Hier stand eine Burg zum Trutz, vor Räuber und Kriegsgewalten. Das Wipperwasser gab ihr Schutz, der Bergfried ist noch erhalten.          Sie speiste oft in ihrem Lauf die Gräben der Hütten und  Mühlen. Forellen schwimmen schnell flussauf, die Wassermassen spülen. …

Sturm über Burgörner-Altdorf (1994)

Viele Einwohner werden sich sicherlich noch daran erinnern. Ein Sturm, man kann auch sagen eine Windhose, bildete sich 1994 am Himmel und verwüstete u.a. den Friedhof. Zum Glück wurde niemand verletzt (soweit bekannt). Bilder vom Friedhof Burgörner-Altdorf:

Gedicht von Amadeus

Mauerreste hoch über dem Dorf sind Zeugen aus alter Zeit. Einst rief die Glocke eben dort, zur Andacht die Christenheit. Gräber bedecken den geweihten Ort, im Schatten der hohen Bäume. Und dennoch, ist etwas Magisches dort, der Stoff für uralte Träume. Ein schönes Schloss steht hier im Tal, beherbergt die Bergbaugeschichte. Den Weg bergauf mit Turmportal, die Kirche mit schönem Gesichte. Einst wohnte ein großer Denker hier, nachdem ein Wäldchen benannt. Weit draußen im Hoheiter Bergbaurevier, die Feuermaschine stand. Das Brot verdienten die Menschen hier, beim Schuften in Hütten und Schächten. Doch Reichtum ernteten sie nicht, er diente anderen Mächten. Zu Leben hier war Freude und Schmerz, war Hunger, Mühe und Plage. Ein rauhes Wesen, ein gutes Herz, prägt die Menschen unserer Tage. Noch heute wird der Acker bestellt, dass reich jede Ernte werde. Sie halten zusammen, ihr Blut ist zäh, und rot, wie die fruchtbare Erde. Amadeus 03.02.2008 Dank für das Gedicht an Amadeus.

Landwirtschaftliche Geräte

Bei Aufräumarbeiten fanden wir aus dem Nachlass meiner Großeltern einige sehr wichtige Landwirtschaftliche Geräte. Diese Geräte gehörten früher sicherlich zu jeden Bergarbeiter–Hausstand und waren für die Getreideernte unverzichtbar. In der Mitte des Bildes ist eine Sense mit einen extra großen Abräumer zu sehen, links daneben ein Rechen oder Harke mit der das Erntgut zusammengeharkt wurde und einen Dreschflegel mit dem dann die Körner aus den Ähren geklopft wurden. Aber ehe es dazu kam, um nicht das Stroh zu dreschen, wurden die Ähren von den Halmen geschnitten mit der Vorrichtung im Vordergrund und letztendlich sehen wir noch ein Sieb, eine Rolle, ein wichtiges Gerät um dann die Körner von der Spreue zu scheiden. E.G. / Chronist

Die Metze

Wer kennt noch eine Metze? Ein geeichtes Gefäß. 3/4 Liter Inhalt zum Abmessen von: z.B. Getreide, Saatgut, Schrot & Mehl. Von meinem Großvater kenne ich noch den Spruch: Wenn die Haare zu lang wurden, bringe mal die Metze her – angeblich kam die dann auf den Kopf und alles was darunter vorlugte wurde abgeschnitten – vorsichtshalber habe ich es nie darauf ankommen lassen. E.G. April 2010

Fundstücke

In dieser Kategorie werden wir sogenannte Fundstücke unterbringen. Dies sind Berichte, Bilder etc. die man in keine Kategorie einordnen kann. Fundstücke sollen einfach nur interessant sein. Hast du auch ein Fundstück? Dann nichts wie her damit.