Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burgörner-Altdorf

Der Taufstein i.d. Nikolaikirche

In der beschreibenden Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Gebirgskreises von 1893, bearbeitet von den verdienstvollen Herren Prof. Dr. Hermann Größler aus der Lutherstadt Eisleben und Dr. Adolf Brinkmann aus Zeitz, wird auf der Seite 180 zur St. Nikolaikirche in Burgörner folgendes geschrieben: “Der Taufstein, von unschöner Renaissanceform, ist vom Jahr 1617. Das Taufbecken aus Messing ist wertlos”. Diese subjektive Einschätzung und Abwertung erweckt den Eindruck eines einseitig geprägten Kunstverständnisses der damaligen Zeit. Einer gründlichen Prüfung kann sie aber nicht standhalten und so ist es an der Zeit, nach über 100 Jahren eine Neubewertung vornehmen zu dürfen. Auf Material, Form und Farbe möchte ich nicht näher eingeben, denn da kann man verschiedener Meinung sein. Es gibt aber an dem Taufstein etwas Besonderes und das ist die Beschriftung. Ihr möchte ich mich widmen, denn dieselbe hat schon eine ganz wichtige Bedeutung für diese Kirche in Burgörner. Auf der sechseckigen Kuppa sind in lateinischen Buchstaben nachfolgende Worte eingemeißelt, die Beachtung verdienen. Es heißt da im übersetzten Text: „Anno 1617, den 1. November, am Tage des …

Humboldts in Burgörner

Vom 29. bis 31. August 2008 lud das Ehepaar Irmtraud Bast-von Humboldt-Dachroeden und Georg von Humboldt-Dachroeden die Nachkommen der Familie Caroline und Wilhelm von Humboldt zu einem Familientreffen nach Erfurt ein. Erfurt war nach 1761 der Wirkungskreis von Carl Friedrich von Dachroeden (im Umkreis des kurmainzischen Koadjutors Carl Theodor von Dalberg), dem Vater von Caroline von Humboldt. Zum Abschluss traf man sich in Weimar, wo Wilhelm von Humboldt zum Kreis der deutschen Klassik gehörte. Um den Teilnehmern die Bedeutung der Vorfahren von Caroline von Humboldt zu verdeutlichen, besucht die Gruppe am 28. August die Orte , in denen Güter dieser alten Adelsfamilie lagen: Mittelsömmern (Bad Tennstedt), Thalebra (Sondershausen), Auleben (bei Nordhausen), und Burgörner bei Hettstedt. Die Gruppe in Auleben Der nachstehende Text ist in ähnlicher Fassung vom Verfasser des Berichts der Internetseite http://www.mittelsoemmern.de zur Verfügung gestellt worden. Er steht dem interessierten Leser unter nachstehender Internetadresse vollständig zur Verfügung! http://www.mittelsoemmern.de/2009/01/bericht Die Fahrstrecke von Auleben nach Burgörner bei Hettstedt war mit knapp 80 km der längste Streckenabschnitt. So war für Herrn Dr. Udo von der Burg, dem …

Die Brache bei Burgörner

von Kurt Ziegel, stud. praehist. Veröffentlicht im „Heimatring der Grafschaft Mansfeld“. Nr.10 Beilage zur Eisleber Zeitung v. 25. Mai 1934 Seit dem vorchristlichen Jahrtausend, als Mitteldeutschland eines der wichtigsten Kulturgeschichtlichen Gebiete Europas wird, zeigte sich in unserer Mansfelder Heimat eine dichte Besiedlung. Die verschiedensten Kulturen sind nach den Bodenfunden hier festzustellen, auch die Grabung auf der Brache bei Burgörner, auf einem Gebiete von ungefähr 40 Morgen beweist, dass diese Höhen ein Siedlungsgelände für die bedeutendsten Kulturgemeinschaften der jüngeren Steinzeit und der späten Bronzezeit war. Im Oktober 1933 begann man die sogenannte Brache urbar zu machen, um Gelände für Kleingärten zu gewinnen. Bei den Arbeiten stieß man schon nach kurzer Zeit auf Gefäßscherben und Bestattungsreste. Eine amtliche Untersuchung der Landesanstalt für Vorgeschichte in Halle stellte fest, dass es sich hier um ein Siedlungsgebiet größeren Ausmaßes handelte. Foto eingefügt aus einer Privatsammlung. Die Brache liegt in einer Höhe von 200 m (N.N.) am rechten Wipperufer. Von hier war die umliegende Landschaft gut zu übersehen. Die hohe Lage und der steile Hang nach der einen Seite schützte gegen …

Namensgebung

Am 28. Mai 2011 erhielt das Haus in Hettstedt/Burgörner, in welchem Wilhelm von Humboldt seine Ehefrau kennenlernte, offiziell den Namen „Humboldt-Schloss“. Wilhelm von Humboldt verbrachte die ersten Jahre seiner Ehe dort und kehrte auch später immer wieder zurück, um sich in der Ruhe und Abgeschiedenheit zu erholen oder mit Freunden zu treffen. (siehe Besucher in Burgörner) Das Mansfeld-Museum, welches in i.d. Haus untergebracht ist, hatte an diesem Tage viele Gäste. Die Vertreter der „Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung e.V. aus Mannheim“ welche die Namenstafel stiftete, mit ihrem Präsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. Erwin Kuntz. Aber auch zahlreiche Nachkommen der Familie Humboldt-Dacheröden unter der Leitung von Herrn Georg von Humboldt, nahmen einschließlich der Vertreter vom Landratsamt, des Bürgermeisters der Stadt Hettstedt, den Mitgliedern des Fördervereines und des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirche Burgörner, an dem Festakt teil.  

Erdfälle in Burgörner

Von Erdfällen, plötzlichen Erdeinbrüchen und großflächige Senkungen aus dem Mansfelder Land oder in näherer Umgebung gibt es immer wieder Berichte. Spektakuläre Erdfälle der letzten Zeit wie: oder laut: machen uns deutlich, dass es überall passieren kann. Plötzlich aus welchen Gründen auch immer durch Unterspülungen, durch Wasser, vergessene Abbaugebiete von Baumaterialien oder vom Bergbau, die Erdoberfläche gewaltig einsinken kann. Das sich auch in unserem Heimatort „Burgörner-Altdorf“ die Erde bewegt erkennt man daran, dass an sehr alten Häusern die Neu-Verputzungen markante Risse aufweisen und neuere eingebaute Fenster und Türen plötzlich klemmen und daran Neueinstellungen vorgenommen werden müssen. Vor einem Erdfall ganz in unserer Nähe wird schon in einem alten Zeitungsaufruf gewarnt: Nun ist dieses Ereignis fast 150 Jahre her, jedoch erinnern sich ältere Einwohner, dass es auch um 1950 auf einem Ackerstück zu Einbrüchen kam. Ein Pferdegespann dass beim Pflügen eingesunken war musste gerettet werden. Wenige Jahre ist es her, dass sich erneut in unmittelbarer Nähe dieses Ereignisses ein Erdloch bildete, was trotz Verfüllung immer wieder einsinkt. So wundert es uns gar nicht, dass wiederum ganz in der …

FFW Burgörner-Altdorf

Nach einer im Original vorliegenden Satzung wurde die Wehr am 23.02.1902 gegründet. Im Punkt 1 heißt es dazu wörtlich: „Zur Übernahme des persönlichen Feuerlöschdienstes für die Gemeinde Burgörner tritt ein Verein von Freiwilligen zusammen, welcher unter der Bezeichnung: – Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Burgörner – einen Teil des Feuerlöschwesens der Gemeinde Burgörner bildet“: Einen Auszug aus der Chronik: 23.02.1902 – durch August Vogt, Otto Simon, Karl Tetzel, August Kirchberg, Wilhelm Kellner, Friedrich Küstermann, Karl Kupfer und Ernst Honigmann gegründet. 1911 – liegen die ersten schriftlichen Protokolle vor 1914 – wird Kamerad Voigt als Brandmeister auf Lebenszeit gewählt 1916 – Kamerad Karl Dittmann fällt im 1. Weltkrieg, er ist nicht das einzige Opfer welches die Wehr zu beklagen hat 1927 – 25. Stiftungsfest- eine Fotoaufnahme wird durchgeführt 1927 – Kamerad August Voigt gibt nach 27 Jahren das Amt des Brandmeisters aus gesundheitlichen Gründen ab 1929 – Kamerad Göbel wird zum neuen Brandmeister gewählt 29.08.1929 – Kamerad Fiedler übergibt bei einer großen Feier das neue Spritzhaus im Ortsteil Altdorf (nur die TSF-W Garage) 1929 – gründet man …

Wirtschaftsminister Dr. Möllemann

Mit einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes landete am 16. September 1992 der Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, Dr.  Jürgen Möllemann (5. Juni 2003†), auf den ehemaligen Fußballplatz des Kurt-Wabbel-Stadion in Burgörner. Er sicherte damals der Mansfeld AG, Unterstützung bei der Privatisierung des Unternehmens zu, sowie die Befreiung der Mansfeld AG von ihren Altschulden in Höhe von 600 Millionen DM als erstem ostdeutschen Unternehmen. (siehe dazu auch „Mölleman, S. 31 u.33 in „Mansfeld die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens“ Band 3) Der Abflug am späten Nachmittag. Foto: E.G.

Kaufhaus „Bechtel“

Eine weitere Einkaufsquelle für den täglichen Bedarf war das Geschäft von Friedrich Bechtel in Burgörner-Altdorf. Bei „Bechtel’s“ konnte man von der Ansichtspostkarte bis zum Flaschenbier so ziemlich alles kaufen was in den Haushalten gebraucht wurde. Eine Tochter, verheiratet mit einem Herrn Schulz hat dieses Geschäft, nun bei „Schulzen’s“ Jahrelang weitergeführt. Auch als die HO (Handelorganisation in der DDR) das Geschäft übernahm, war die Frau Schulz hier bis zum Ruhestand tätig. Erst durch den Neubau einer sogenannten Kaufhalle für die Konsum-Genossenschaft 1974, wurden die bisherigen angemieteten Verkaufseinrichtungen von HO und Konsum nicht mehr benötigt und geschlossen. Mit freundlicher Genehmigung der Familie „Frau Schulz geb. Bechtel mit ihrem Mann“

Erste Deutsche Dampfmaschine

Am 23. August vor 225 Jahren wurde sie in Betrieb genommen. Diese Maschine war der Beginn des technisch industriellen Zeitalters in Preußen. Eine Zeitungsnotiz 100 Jahre später So sah diese Maschine aus. Funktionsweise der Dampfmaschine Hier wurden ihre Teile bearbeitet oder hergestellt. Vor 25 Jahren zum 200 jährigen Geburtstag, wurde der originalgetreue Nachbau dieser Maschine im Mansfeld-Museum in einem eigens dazu errichteten Gebäude eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

Landwirtschaftliche Geräte

Bei Aufräumarbeiten fanden wir aus dem Nachlass meiner Großeltern einige sehr wichtige Landwirtschaftliche Geräte. Diese Geräte gehörten früher sicherlich zu jeden Bergarbeiter–Hausstand und waren für die Getreideernte unverzichtbar. In der Mitte des Bildes ist eine Sense mit einen extra großen Abräumer zu sehen, links daneben ein Rechen oder Harke mit der das Erntgut zusammengeharkt wurde und einen Dreschflegel mit dem dann die Körner aus den Ähren geklopft wurden. Aber ehe es dazu kam, um nicht das Stroh zu dreschen, wurden die Ähren von den Halmen geschnitten mit der Vorrichtung im Vordergrund und letztendlich sehen wir noch ein Sieb, eine Rolle, ein wichtiges Gerät um dann die Körner von der Spreue zu scheiden. E.G. / Chronist

Fußball in Burgörner

Im Gasthof „Zum Krug“ wurde die Fussball–Sportgemeinschaft „Blau-Weiss“ gegründet, welche dann vom Walzwerk-Hettstedt übernommen wurde. Fussballmannschaft um ca. 1920. Auf der Rückseite dieses stark beschädigten Fotos sind die Namen der Personen aufgelistet.  (links nach rechts) Wer kann dazu noch weitere Angaben machen ? „Die Spielvereinigung Burgörner-Altdorf spielte im 7. Bezirk des 2. ATSB-Kreises. Sie wurde in den Jahren 1929/30; 1931/32 und 1932/33 Bezirksmeister.“ (Bilder folgen)

Volksfest Ende d. 20er Jahre

Wahrscheinlich Ende der 20er JahreNamensliste der Volksfestteilnehmer – (ohne Gewähr) Von oben – links n. rechts Reihe 1 2. Konrad Hain, 7. Karl Kolle, 8. Karl Graf, 9. Reinhold Wende, 10. Karl Ahlemann, 11. Emil Bertram, 12. Ernst Meise (senior) Reihe 2 5. Oskar Schmelzer m. Mütze, 8. Paul Noack, 9. Fritz Wieser m. Mütze, 10. Richard Sachse Reihe 3 3. Machander ?, 4. Ernst Ballhaus, 5. Robert Friese, 6. Gebhard (Schuhmacher), 7. Walter Noack, 8. Oswald Blankenhagen Reihe 4 1. Walter Kirchberg, 2. Fritz Müller, 3. Otto Große, 4. Stock (Br. v. Tischlerm.), 7. Karl Ludwig, 8. Otto Barthel, 9. August Waßmann (Musiker) Reihe 5 1. Otto Stein, 4. Kirchberg (Berufskellner, Gastwirt), 5. Walter Kellner, 6. Otto Noack , 7. Karl Schmelzer (Br.v. Richard), 8. Robert Mußhake Reihe 6 1. Ernst Groß, 2. Emil Kirchberg, 3. Walter Küstermann, 4. Oskar Ziege, 5. Richard Müller (Jahreszahl ist fraglich)

Burgörner zw. 1933-1945

In den Maitagen dieses Jahres 2010 jährt sich zum 65. Mal das Ende des zweiten Weltkrieges.  Zur Geschichte von Burgörner gehört auch das finstere Kapitel von 1933 bis 1945. Leider sind dazu Akteneinsichten in Burgörner nicht mehr möglich, weil die Bestände während der Auflösung der Gemeinde-Burgörner verbrannt wurden und sachkundige Zeitzeugen kaum noch aufzufinden sind. Mit einigen Fundstücken, Bilder aus dieser Zeit, möchten wir dennoch zur > Erinnerung und Mahnung < an diese Zeit beitragen. Ein solches Fundstück ist eine Postkarte von einem Denkmal. Die Erklärung dazu, original Anmerkung des Sammlers, entnehmen wir der Rückseite dieser Karte – ohne weiteren Kommentar. Bemerkenswert und darum der ehem. Standort schwer zu erkennen, ist die Bildmontage mit Buschwerk im Hintergrund, wo eigentlich die Sankt Nikolai Kirche von Burgörner zu sehen sein müsste. Fotokopie der Rückseite: Wer heute einen Familienausflug mit der ehemaligen Werksbahn der „Mansfelder Bergwerks Bahn“ unternimmt und an dem Haltepunkt aussteigt, der sollte auch wissen, dass sich in der Nähe das sogenannte „Lager Lindenholz“ befand und an dieser Stelle zwischen Weg und Bahngleis einst Ersatzhäuser standen, …

Gasrohrbruch 1978

Gasrohrbruch am 21.05.1978 in Hettstedt Burgörner/Altdorf (Humboldtstraße) Ursache: Durch unsachgemäße Reparatur eines Wasserrohrbruches wurde das Erdreich unterspült. Das Gasrohr wurde durch den Druck von oben abgerissen. Das ausströmende Gas suchte sich einen Weg durch das Erdreich und dem Fundament eines Wohnhauses. Eine fünfköpfige Familie die im Erdgeschoss ihre Schlafräume hatte, konnte durch glückliche Umstände in letzter Minute, schon stark betäubt, gerettet werden.