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Maschinen-Meister "William Richards"

Bei all den schwungvollen Reden anlässlich des 125- jährigen Gedenkens der Errichtung des Maschinendenkmals wurde eine Persönlichkeit vergessen: William Richards, der es durchaus verdiente wenn man ihn, der hier Großartiges zum Beginn der Industrialisierung in Deutschland geleistet hat, mit einbezogen hätte. Früh mussten die Erbauer der ersten Dampfmaschine in Deutschland erkennen, dass neue Antriebsarten auch neue Erkenntnisse erfordern. Da die Steuerung, welche einen gleichmäßigen Lauf der Maschine ermöglichen sollte, Schwierigkeiten bereitete, kam VELTHEIM 1) schnell zu der Überzeugung, dass nur eine nochmalige Reise nach England Abhilfe schaffen könne. C. Veltheim C. F. BUCKLING trat diese Reise, von der einige seiner Briefe erhalten sind, im Februar 1786 an. Er studierte die Steuerung genau, fertigte Aufzeichnungen an und es gelang ihm, den Ma­schinenwärter WILLIAM RICHARDS zur Übersiedlung nach Preußen anzuwerben. Am 26. 8. 1786 trafen beide auf dem Burgörner Bergbau-Revier ein.                                              Revierkarte vom Burgörner Bergbau-Revier Richards William, Mechaniker (Sohn des Kunststeigers Francis Richards), geb. 18.Juni …

Hochwasser in Hettstedt

Im August 1987 gab es in Meisberg/Ritterode ein schweres Gewitter, deren Folgen u.a. in der Hadebornstraße in Hettstedt zu sehen waren. Das Bildmaterial wurde uns von L. Raßloff und einer weiteren Privatperson zur Verfügung gestellt. (fotografiert durch Foto Gleiche) Vielen Dank!

Preußische Hoheit

Schautafel am ehemaligen Standort. (kopierter Text im Anhang) Nach dem Erliegen des Bergbaus im Dreißigjährigen Krieg und dem mühevollen Aufleben danach, wurden die alten Reviere wieder in Gang gesetzt. Aus den ehemaligen Bergrevieren entstanden Neue. Die bisher ohne Konzept festgelegten Bergbaugebiete wurden 1740 neu formiert und in Reviere eingeteilt, die im Prinzip bis zum Ende des Mansfelder Bergbaues Bestand hatten. Ansicht, einer Karte von 1749 entnommen Die Hauptreviere wurden in Unterreviere unterteilt z.B. das Burgörner-Revier, welches sich von der Wipper bis nach Gerbstedt ausdehnte in Himmel, Katze, Wetterkreuz und Hoheiter Revier. Übersicht der ehemaligen Schächte Mitten im Hoheiter Revierabschnittes des Burgörner-Bergbau-Revieres, mit seinen vielen kleinen Halden welche an den Fleiss unserer Vorfahren erinnern und nachfolgenden Generationen zum Schutz anvertraut sind, befand sich eine Siedlung, die: Lageplan – laut Orientierungstafel am ehem. Standort Der Name „Preußische Hoheit“ kann durch die anliegenden Schächte (s. Anh.) entstanden sein, aber ebenso könnten diese Schächte ihren Namen der Siedlung verdanken. In einem Bericht zur Berggrenzbeziehung von 1747 heißt es: „Kleinörner“ (s. Anh.) was vermuten lässt, dass diese Siedlung zu dieser Zeit …

125. Jahre Maschinendenkmal

Am 17. April 2015 titelte die „Mansfelder Zeitung“ der MZ Mitarbeiter der GSG bringen das Geländer rund um das Denkmal auf Vordermann. Foto: Klaus Winterfeld Wie und warum es zu diesem Denkmal kam, geht wohl am besten aus einem Artikel des Hettstedter Wochenblattes hervor. Mit Stolz und Ehrfurcht wird in diesem Artikel von der Leistung unserer Vorfahren berichtet, dessen wesentliche Teile des Inhaltes wir Ihnen hiermit unverändert in der Urfassung vor 125 Jahren, jedoch in einem zeitgemäßen Schriftbild vorstellen. Die Denkmalsfeier auf der preußischen Hoheit. Die Kunde von der stattfindenden Weihe des vom Verein Deutscher Ingenieure auf dem ehemaligen König–Friedrich–Schacht erbauten Denkmals, das schon während seines Baues das allgemeine Interesse unserer gesamten Bevölkerung lebhaft erregt hatte, veranlasste am Mittwoch Mittag eine wahre Völkerwanderung. Alt und Jung zog scharenweise hinaus zum Denkmal und besetzte die sich als Tribünen trefflich eignenden benachbarten Halden. Gegen 2 Uhr trat die Maschinenwerkstatt am Fuße des noch verhüllten Denkmals an. Am rechten Flügel stand die Musik, dann folgte die lange dreigliederige Front der Uniformierten, den linken Flügel bildete die Maschinenwerkstätter Liedertafel …

Gruben- & Hüttenanlagen

Zur Erinnerung an Betriebs- und Arbeitsstätten unserer Vorfahren (Bilder aus einer Präsentationsmappe) Mit dieser Bilderserie möchten wir daran erinnern, dass diese Betriebe ihr Entstehen im Wesentlichen der Nutzbarmachung der Dampfkraft verdanken. Mit dem Bau und der Inbetriebnahme der ersten deutschen Dampfmaschine 1785 im einstigen Bergbaurevier „Preußische Hoheit“ bei Hettstedt, wurden die Voraussetzungen zur Bewältigung der hohen Anforderungen bei der Kupfererzgewinnung und -verarbeitung geschaffen. In Würdigung dieser hervorragenden Leistungen errichtete der Verein Deutscher Ingenieure 1890 das Maschinendenkmal. Am 12.09.2015 begeht dieses Denkmal sein 125-jähriges Bestehen. Foto: Probst Die Abbildungen zum großen Teil signiert mit: „Fritz Ette, Eisleben 1900“ (Photographische Anstalt, Bahnhofstraße 18) sind aus einer privaten Sammlung ausschließlich zur Verwendung auf dieser Internetseite bestimmt. Bearbeitung: E. Graf/ Chronist, Januar 2015

Suchen & Finden

Wir veröffentlichen hier Bilder, die uns zugesandt wurden oder die wir nicht bei uns zuordnen können. Vielleicht kennt jemand Personen auf d. Bildern oder erkennt sogar Angehörige darauf. 1) Bilder von Frank Grunske: [nggallery id=32]

Museumsbesuch

Obwohl Burgörner, ohne Zweifel ein so geschichtsträchtiger Ort ist, hat es hier nie so etwas wie ein Museum gegeben. Gefundene Sachzeugnisse unserer Vorfahren gingen in die Museen nach Halle oder Eisleben. Funde auf eigenen Grundstücken wurden oft von den nachfolgenden Generationen (unerkannt) vernichtet. Nach den politischen Unruhen von 1919-1921 wurde nach einer Ausschreibung, gemäß des Beschlusses der Stadtverordneten Sitzung vom 19. Juli 1921, H. Berger Bürgermeister von Hettstedt. Dem Bürgermeister Berger, einen sehr heimatverbundenen Mann, verdankt die Stadt Hettstedt unter anderem auch die Einrichtung des „Hettstedter Heimatmuseums“ (1925) in der ehemaligen Johanniskapelle, am alten Städtischen Krankenhaus. Der Bezug zu Burgörner stellt sich mit vielen der hier gezeigten Ausstellungsstücke ein. Einem Model der Dampfmaschine vom Burgörner-Revier, Archäologische Fundstücke rund um Hettstedt, dazu eine Nachbildung eines Steinkisten Grabes. Ein derartiges Grab ein sogenanntes „Hünengrab“ konnte 1934 auf der Brache oder Lindenberg in Burgörner ausgegraben werden. Viele Sachzeugnisse aus verschiedenen Epochen unserer Heimat wurden hier gesammelt und aufbewahrt. Anlässlich der Feierlichkeiten „750 Jahre Kupferschiefer Bergbau“ wurde das „Hettstedter Heimatmuseum“ 1950 neu gestaltet und nun in einem Gebäude am …

Schlacht am Welfesholz

Theodor Körner – Schlacht am Welfesholz – Burgörner Wenn nach fast 900 Jahren von der sagenhaften Schlacht am Welfesholz die Rede ist, erinnert man sich an den Text auf der Tafel am „Hoyerstein“ und evtl. noch an die Vertreter der kriegführenden Parteien Graf Hoyer von Mansfeld und Wiprecht von Groitsch. Was allerdings weniger bekannt ist, dass wir diese Zeilen dem Aufenthalt von Th. Körner bei Wilhelm von Humboldt in Wien verdanken und seinem Studienfreund Carl Schmid aus Burgörner, der ihm diese sagenhafte Geschichte aus unserer Heimat zusandte. Aus dem Briefverkehr zwischen Theodor Körner und Carl Schmid, der Sammlung und Bearbeitung des Lehrers O. Schröter aus Dankerode1), geht hervor: Alter Freund! Leipzig den 17.  August (1810 ?) „Die Schlacht am Wülfesholze, wozu Du mir das Sujet gabst, ist mir als Ballade sehr gelungen. Ich lese sie Dir in Eisleben am Wölfesholze selbst.“ Aus dem nächsten Brief: „Dem Herrn Bergstudenten Carl Schmid auf der Gottes Belohnung-Hütte bei Eisleben Alter Freund! Leipzig den 7.Oktober 1810,  „Bald erwarte ich einen Brief von Dir – Meine Muse ist sehr fruchtbar jetzt. Schicke …

Alexander von Humboldt in Burgörner und Hettstedt

Alexander von Humboldt und Burgörner? Im Dezembertag des Jahres 1790 erhielt der Geologe und Inspektor der Freiberger Bergakademie, Abraham Gottlob Werner, die Studienbewerbung des zwanzigjährigen Alexander von Humboldt. Am 14. Juni 1791 wird er als Student der Bergakademie immatrikuliert, unter Werners Schülern wohl der berühmteste. Der Professor der Markscheidekunst, Johann Friedrich Freiesleben nimmt ihn in sein Haus Weingasse 2, und in seine Familie auf. Sein Sohn, Johann Carl Freiesleben, wird Humboldts Studienkamerad und Freund. Wie angestrengt er arbeitet, geht aus einem Brief hervor: „Ich bringe fast alle Morgen von 7-12 in den Gruben zu (wobei Auf-die-Grube-Gehn oft ein bis zwei Stunden dauert), den Nachmittag habe ich Unterricht und den Abend jage ich Moose, (naturwissenschaftliche Studien) Dennoch bin ich im ganzen sehr froh. Ich treibe ein Metier, das man — um es zu lieben — nur leidenschaftlich treiben kann; ich habe an Kenntnissen unendlich gewonnen; und ich arbeitete nie mit der Leichtigkeit als jetzt.“ Am 26. Februar 1792 verlässt Humboldt Freiberg und geht im März einer glänzenden Karriere entgegen, die als Bergassessor in Preußen beginnt. Im …

Videos

Aufnahmen von D. Haas. Vielen Dank ! __________________________________________________________ Aufnahmen von „Serokoenig“. ab 09:22 – Burgörner-Altdorf 1) Mansfeld Museum 2) St. Nikolaikirche 3) Burgruine 1) ab 3:15 – Brücke über dem Schmalzgrund Vielen Dank an „serokoenig“ für die tollen Aufnahmen.

Lutherkirche in Burgörner-Neudorf

Die Mansfelder Kupferschiefer bauende Gewerkschaft begann 1885, aufgrund des Bevölkerungszuwachses in dem Ortsteil Burgörner-Neudorf, mit dem Bau einer evangelischen Kapelle für ca. 500 Andächtige. Auf dem sogenannten Krause’sen Berg oben auf dem Plateau. Dicht an dem von der Kupferkammer nach dem Bahnhof führenden Weg wurde dafür am 18. April der erste Spatenstich getan. (laut „Hettstedter-Wochenblatt, 28.4.1885) Die in einer beeindruckenden Holzkonstruktion erbaute Andachtsstätte war nach 50 Jahren in einem desolaten Zustand. Zeitzeugen berichteten das oft die Schiefern-Außenverkleidung bei Wind so stark klapperte, dass man dem Wortlaut der Predigt nur mit Mühe folgen konnte. Aus diesem Grunde wurde von den Kirchengemeinden Burgörner und Molmeck der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Nach längerer Planungszeit war es dann soweit. Am 8. September 1935 fand die Grundsteinlegungsfeier für den Neubau der Lutherkirche in der alten Zionskirche in Burgörner-Neudorf statt. Nach der Predigt, gehalten von Herrn Pfarrer Herdikerhof-Drakenstedt, folgte der Akt der Grundsteinlegung. Drei Monate später am 8. Dezember wurde mit einem Festgottesdienst das 50 -jährige Bestehen der Neudorfer Zionskirche unter Mitwirkung der Gesangvereine „Liederkranz“ aus Burgörner-Neudorf und „Zion“ aus Molmeck …

Fundstücke im Netz

Beim durchstöbern haben wir interessante Artikel gefunden. 1) Zeit-Online – In Freiheit verödet (1991) 2) Der Spiegel – Niedergang des DDR-Kombinats Mansfeld (1990) 3) Zeit Online – Aus Ruinen – Schloß Wiederstedt ist gerettet (1989)